VfL-Coach Ruhle hadert nach 1:3-Derbypleite: „Im Moment läuft viel gegen uns“

Harpstedt-Trainer Spitz nimmt Dreier ohne nachzufragen

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Verbissen geführtes Derby: Harpstedts Jakob Wehrenberg (l.) im Zweikampf mit Wildeshausens Luke Berger.

Dünsen - Mächtig viel Dusel hatten die B-Junioren der SG DHI Harpstedt im Derby der Fußball-Bezirksliga gegen den VfL Wildeshausen. „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben und nehmen die drei Punkte mit ohne nachzufragen“, sagte Diemo Spitz nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg seiner Mannschaft. „Dieses Glück haben wir uns in den letzten Wochen aber auch erarbeitet“, betonte der DHI-Coach.

Die Wildeshauser kauften den Gastgebern mit aggressivem Angriffspressing den Schneid ab. „Das ist Harpstedt überhaupt nicht bekommen“, meinte VfL-Trainer Matthias Ruhle. Amdi Mustafov Zhulyov, der erstmals auf der Zehnerposition spielte, verteilte geschickt die Bälle. Rechtsaußen machte Zidan Cengiz viel Alarm. Der gelernte Sechser hatte auch die ersten beiden Chancen der Partie, schoss aber jeweils zu zentral, so dass Luca Weichler keine Mühe hatte (4./16.). In der 22. Minute war der DHI-Keeper dann aber geschlagen: Den Kopfball von Matthias Holtmann konnte Weichler noch abwehren, den Abpraller verwertete Cengiz zum 1:0 (22.).

Viel mehr ließ die Harpstedter Viererkette, die von Jelko Meyer gut zusammengehalten wurde, nicht zu. „Mit der Defensivleistung bin ich einverstanden, mit der Angriffsleistung nicht“, erklärte Spitz. Offensiv fand sein Team im ersten Abschnitt kaum statt. Mit einer Ausnahme: Nach einem Eckstoß von Frederik Janowsky konnte VfL-Torhüter Phil Wohler den folgenden Kopfball von Jakob Wehrenberg noch parieren, doch im Nachsetzen köpfte Ole Volkmer das 1:1 (26.).

„Da kriegst du als Trainer graue Haare“

„In der Pause habe ich den Jungs gesagt, dass sie in der zweiten Halbzeit da anknüpfen sollen, wo sie aufgehört haben“, berichtete Ruhle. Gesagt, getan. Bei einem Pfostentreffer von Cengiz fehlten den Krandel-Kickern nur Zentimeter zur erneuten Führung (45.). Dann köpfte Holtmann nach einem Lattenknaller einen Harpstedter auf der Linie an. Der Nachschuss landete genau in Weichlers Armen (50.). „Da kriegst du als Trainer graue Haare“, ächzte Ruhle.

Zu allem Überfluss verletzte sich anschließend auch noch sein Kapitän Marvin Meyer, der bei einer Rettungsaktion mit dem Oberschenkel an den Pfosten knallte. Meyers Schnelligkeit fehlte dann, als Ole Volkmer antrat und zum 2:1 einschob (68.). Gezwungenermaßen machten die Gäste auf und fingen sich kurz vor Schluss noch das 1:3 durch Jakob Wehrenberg, der einen Konter abschloss (80.).

„Nicht die schlechtere Mannschaft hat verloren. Mindestens ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Harpstedt hätte sich nach 50 Minuten nicht beschweren können, wenn es 1:3 oder 1:4 gestanden hätte. Aber im Moment läuft viel gegen uns“, haderte Ruhle. Der VfL-Coach hofft nun auf das Nachholspiel gegen das punktlose Schlusslicht SV Eintracht Oldenburg an diesem Mittwoch um 19 Uhr: „Die Jungs müssen sich für nichts schämen. Die Leistung war gut. Wenn wir so gegen Eintracht spielen, bin ich sicher, dass wir die drei Punkte holen.“ - mar

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