Später Wechsel, plötzlicher Einbruch – aber Brettorf siegt doch noch

Coach Kreye macht's spannend

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Guter Auftritt: Brettorfs Malte Hollmann (beim Schlag) holte gestern gegen Voerde viele wichtige Punkte. Tobias Kläner (hinter ihm) überzeugte trotz seiner Knieprobleme.

Wildeshausen - Von Cord Krüger. BrettorfWildeshausen - Von Cord Krüger. Das hätte ins Auge gehen können! Da führten die Bundesliga-Faustballer des TV Brettorf gestern Mittag auf eigenem Platz gegen den TV Voerde mit 4:1 Sätzen und hatten im sechsten Durchgang den Sieg vor Augen, als es Brettorfs Trainer Ralf Kreye höchstpersönlich noch einmal spannend machte. Beim Stand von 9:3 nahm der TVB-Coach eine Auszeit, wechselte Benjamin Schwarze für Tobias Kläner ein – und die Hausherren gaben den Satz trotz ihrer sechs Matchbälle beim 10:4 noch mit 11:13 ab! Nicht etwa wegen Schwarze, sondern weil das ganze Team plötzlich den Faden verlor. Immerhin rissen sich die Hausherren im siebten Durchgang am Riemen, fuhren ihn mit 11:7 ein und zogen durch das 5:2 (9:11, 11:7, 11:9, 11:9, 11:3, 11:13, 11:7) am Tabellendritten Voerde vorbei.

Klar, dass Kreye danach dementsprechend erleichtert war – aber auch sauer wegen des „Nachsitzens“: „Ich muste Benni mal bringen, weil solche Leute sich irgendwann fragen, warum sie mit uns tausende Kilometer durch die Liga fahren und nicht eingesetzt werden. Aber bei den knappen Sätzen vorher wollte ich das nicht tun. Wann, wenn nicht bei diesem Stand?“, ärgerte er sich über die Nachlässigkeiten in der vorletzten Runde.

Auch mit Satz eins zeigte er sich nicht einverstanden: „So kenne ich meine Jungs nicht – nicht auf unserem Platz, in unserem Wohnzimmer.“ Einige unpräzise Zuspiele hemmten den Angriff, in der Abwehr ließ der TVB zwei Mal das Zentrum außer Acht. So ging der erste Durchgang mit 9:11 verloren.

Im zweiten Satz sorgte das Kreye-Team früh für klare Verhältnisse. Der starke Malte Holmann stellte mit drei Punkten in Folge von 3:3 auf 6:3, erhöhte auf 8:3, und nach einem Angabefehler der Gäste hatte der TVB beim 10:5 Satzbälle satt. Tobias Kläner, angeschlagen durch eine Knieblessur, punktete mit der Angabe zum 11:7 und Satzausgleich.

Noch knapper ging die dritte Runde an Brettorf – wieder dank einiger sehenswerter Punkte von Angreifer Malte Hollmann, der ein gutes Auge bewies, und wieder durch einen starken Aufschlag von Tobias Kläner, der mit einem Ass das 11:9 perfekt machte. „Man muss Tobi hoch anrechnen, dass er sich trotz seiner Verletzung in den Dienst der Mannschaft gestellt hat“, lobte Kreye. Auch Hollmann, der im vierten Satz mit seinen Punkten zum 8:6, 9:6 und 10:6 die Weichen stellte und schließlich das 11:9 besiegelte, gab er eine gute Note: „Malte macht das super, stellt sich aber noch oft hinter Führungsspielern wie Tobi an. Aber er ist erst 18 Jahre, wir werden ihn behutsam aufbauen.“

Stetig abzubauen schienen die Voerder, die im fünften Satz eklatante Lücken offenbarten. Brettorf legte sich den Gegner zurecht, zog ein abgeklärtes Spiel auf und sah nach dem 11:3 wie der sichere Sieger aus. Bis zum Wechsel in Durchgang sechs…

Doch am Ende freute sich Kreye über den Sieg und Platz drei, der allerdings auch durch Brettorfs 5:1 (11:8, 11:7, 11:9, 10:12, 11:8, 15:14) tags zuvor beim VfL Kellinghusen möglich geworden war. „Eine Hitzeschlacht“, umriss Kreye das Duell bei 39 Grad. „Gott sei Dank sieht das Regelwerk bei solchen Temperaturen fünfminütige Pausen nach jedem Satz vor“, schilderte der TVB-Trainer. Insgesamt zeigte er sich mit dem Auftritt zufrieden: „Wir haben lange auf Kellinghusens Fehler gewartet und dann zugeschlagen.“

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