VfL kassiert gegen Nordhorn in der Nachspielzeit das 1:2

Sonderapplaus für Kevin Kari

Wildeshausens Flügelflitzer Kevin Kari (r., im Duell mit Nordhorns Konstantin Nurekenov) erhielt für seine couragierte Leistung von den Zuschauern kräftigen Sonderapplaus. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Eine ganz bittere Pille mussten die Fußballer des VfL Wildeshausen zum Saisonauftakt in der Fußball-Landesliga schlucken: Trotz einer überaus couragierten und über weite Strecken guten Leistung mussten sich die Krandel-Kicker dem SV Vorwärts Nordhorn mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Den Siegtreffer für die Gäste erzielte Lucas Völkerink erst in der Nachspielzeit (90.+2). Gleiches war den Wildeshausern in der vergangen Saison in Nordhorn widerfahren. Auch damals hatten sie ein 1:0 aus der Hand gegeben.

„Der Freistoß, der zum 2:1 geführt hat, war keiner, weil das kein Foul von Lukas Schneider war“, ärgerte sich Marcel Bragula über den Pfiff von Schiedrichter Florian Toschka (VfL Wilhelmshaven). „Aber die Niederlage auf den Schiedsrichter zu schieben, ist nicht unser Stil“, betonte der VfL-Coach. Dennoch war er auch mit einigen weiteren Entscheidungen des jungen Referees nicht einverstanden. Dazu gehörte unter anderem auch der Platzverweis für Niklas Heinrich (87.). „,Heini‘ hat zwei Fouls gemacht. Dafür Gelb-Rot zu zeigen – da fehlt mir das Fingerspitzengefühl“, monierte der Übungsleiter. Es war die erste Hinausstellung eines Akteurs aus der ersten Wildeshauser Herrenmannschaft seit dem 16. Oktober 2013. Damals hatte Jan Lehmkuhl beim 1:2 in Bockhorn wegen Schiedsrichterbeleidigung glatt Rot gesehen.

Vor der enttäuschenden Kulisse von rund 250 Zuschauern attackierte der VfL ähnlich früh wie beim finalen Test gegen den SV Atlas Delmenhorst in der Vorwoche (2:2) und erschwerte dem ohne seinen Leistungsträger Tobias Daalmann angetretenen Bezirkspokalsieger den Spielaufbau durch eine kompakte Grundordnung. Und es war noch keine Minute gespielt, da setzte Sascha Abraham mit einem Kopfball aufs Tornetz ein erstes Achtungszeichen. Auf der Gegenseite erwischte Chris Schippers Sebastian Pundsack mit einem abgefälschten Schuss auf dem falschen Fuß, doch der VfL-Keeper schaffte gerade eben noch den Richtungswechsel (11.). Nicht unverdient dann die Führung für die Platzherren: Nach einem langgezogenen Freistoß von Lukas Schneider köpfte Nordhorns Sven Brege unter harter Bedrängnis von Bastian Stuckenschmidt zum 1:0 ins eigene Netz (36.).

Nach dem Wechsel fand Vorwärts besser in die Partie. Besonders bei Standards war die Crew von Trainer Henning Schmidt brandgefährlich. Marcel Bragula hatte das Unheil kommen sehen, als sich der oberligaerfahrene Chris Schippers den Ball zum Freistoß zurechtlegte, denn er versuchte noch lautstark, Niklas Heinrich auf die Torlinie zu schicken. Vergeblich. „Leider hat er mich nicht gehört“, bedauerte der Übungsleiter. So schlug der Ball unhaltbar zum 1:1 im Winkel ein (56.).

Wildeshausens Maximilian Seidel (65.) und Sascha Abraham (79.) sowie Nordhorns Joshua Sausmikat (59./81.) hatten die Chance zum Siegtreffer, der letztlich Lucas Völkerink vorbehalten war. „Natürlich bin ich von dem Ergebnis enttäuscht, aber von der Leistung meiner Mannschaft bin ich es nicht“, meinte Marcel Bragula, der ein Unentschieden als gerecht empfunden hätte.

Besonders zu gefallen wusste die linke Wildeshauser Seite mit Lukas Schneider und dem jungen Kevin Kari, der unter donnerndem Applaus ausgewechselt wurde. Auch Sascha Abrahams erster Auftritt über volle 90 Minuten nach langer Verletzungspause lässt hoffen. „Leider hat er sich nicht mit einem Tor belohnt“, bedauerte Bragula.

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