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Showdown um die Nord-Meisterschaft

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Von: Julian Diekmann

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Rechnet sich in Schneverdingen einiges aus: die frisch gebackene U 18-Europameisterin Mieke Kienast.
Rechnet sich in Schneverdingen einiges aus: die frisch gebackene U 18-Europameisterin Mieke Kienast. © Büttner

Wer schnappt sich am Ende den Titel in der 1. Faustball-Bundesliga Nord der Frauen? Außenseiter Ahlhorner SV oder doch Favorit TV Jahn Schneverdingen? Das entscheidet sich am Samstag am letzten Spieltag in Schneverdingen. Dort trifft die Mannschaft von Trainerin Janna Köhrmann erst auf den Gastgeber und Spitzenreiter, ehe der Tabellenzweite, der sich bereits für das DM-Turnier Ende des Monats in Bettorf qualifiziert hat, mit dem Spiel gegen den Letzten SV Düdenbüttel die Liga abschließt.

Ahlhorn – Doch die Chancen auf die Meisterschaft sind wohl eher nur theoretischer Natur. Zumal der Primus – im Gegensatz zu den Ahlhornerinnen – das eindeutig bessere Satzverhältnis besitzt. Um am Ende noch am TV Jahn vorbeizuziehen, müsste der ASV daher erst den Tabellenführer schlagen und anschließend hoffen, dass Düdenbüttel die Mannschaft von Trainerin Christine Seitz schlägt.

„Das wird aber mit Sicherheit nicht eintreten“, glaubt Köhrmann. Dafür spiele Schneverdingen eine zu stabile Saison. Daher sieht die Übungsleiterin, die in Schneverdingen nur auf Imke Burfeind (privat verhindert) verzichten muss, den letzten Spieltag eher als Generalprobe auf die Deutsche Meisterschaft an: „Wir wollen uns für die DM den letzten Feinschliff holen. Deswegen streben wir natürlich auch einen Sieg gegen Schneverdingen an.“

Und die Ahlhorner wollen damit auch Revanche nehmen. Denn das Hinspiel am 12. Juni hatten sie vor heimischem Publikum mit 1:3 (12:14, 12:10, 8:11, 9:11) verloren. „Damals hatten wir durchaus gute Phasen im Spiel. Leider haben wir es in den entscheidenden Situationen aber nicht geschafft, den Sack zuzumachen.“ Daher wünsche sich Köhrmann für das Rückspiel, dass ihre Spielerinnen diesmal „ein Fünkchen“ besser spielen. Und dass Jordan Nadermann und Mieke Kienast vorangehen. Beide haben erst kürzlich den EM-Titel mit der deutschen U 18-Mannschaft im schwäbischen Vaihingen an der Enz gefeiert hatten.

Eine Idee, wie die Übermannschaft aus dem Heidekreis bezwungen werden kann, hat die Ahlhorner Trainerin auch bereits. „Wir müssen Schneverdingen schon gleich mit der Angabe unter Druck setzten. Und die Druckphasen über das gesamte Spiel aufrechterhalten. Gelingt uns das, ist ein Sieg auf jeden Fall möglich.“

Und selbst wenn die Partie gegen Schneverdingen am Ende verloren gehen sollte, würde für Köhrmann die Welt nicht untergehen: „Wir haben uns ja bereits vorzeitig für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Im Gegensatz zum SV Moslesfehn, der Dritter geworden ist.“ Eigentlich hätte auch Rang drei für die DM-Teilnahme gereicht. Doch Ligakonkurrent TV Brettorf (Platz sechs) ist als Ausrichter gesetzt. „Wir waren auch mal in der Situation, dass wir mit Platz drei die DM-Teilnahme verpasst haben. Daher bin ich einfach nur dankbar, dass wir bereits einen Platz bei der Deutschen Meisterschaft sicher haben“, sagt die ASV-Trainerin.

Das Frauen-Teilnehmerfeld zur Deutschen Meisterschaft, die am 27. und 28. August in Brettorf ausgetragen wird, steht fest: Während die Nord-Vertreter TV Jahn Schneverdingen und Ahlhorner SV und Südmeister TSV Dennach ihre Tickets neben Ausrichter TV Brettorf bereits frühzeitig sicher hatten, machten nun auch der TV Segnitz und der TSV Calw in den direkten Duellen mit Konkurrent TSV Pfungstadt die Fahrt nach Niedersachsen klar.

Derweil steht der SV Düdenbüttel als Absteiger fest. Für den Vorletzten TK Hannover gibt es dagegen noch eine Resthoffnung auf den Klassenverbleib. Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt hat bei den Relegationsspielen am 20. August gegen den gastgebenden MTV Wangersen, den Hammer SC 08 und den TuS Wakendorf noch die Chance, in der Liga zu verbleiben.

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