Wildeshauserinnen unterliegen Fortuna Einen nach desolater zweiter Hälfte mit 0:5

VfL setzt Flachsenbergers Vorgaben nicht um

Neben der Spur: Viktoria Brandt (l.) kassierte mit dem VfL Wildeshausen eine 0:5-Pleite gegen Einen. Foto: Marquart

Wildeshausen – Die Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen hatten sich in Schale geschmissen. Zum Derby gegen den SV Fortuna Einen liefen die Krandel-Kickerinnen erstmals in ihren neuen weinroten Trikots auf. Allerdings korrespondierte ihre Leistung so gar nicht mit dem schicken Dress. Nach einer desolaten zweiten Halbzeit unterlagen die Huntestädterinnen dem Tabellenfünften deutlich mit 0:5 (0:0).

„Die zweite Halbzeit war katastrophal! Da hatte ich das Gefühl, dass wir uns schon in der Winterpause befinden“, ärgerte sich VfL-Coach Sven Flachsenberger. Soweit ist es noch nicht. Allerdings fehlte seinem Team auch jeglicher Spielrhythmus. Zuletzt war der VfL drei Wochen zuvor beim Post SV Oldenburg (3:2) im Einsatz und hatte nun Probleme wieder in den Wettkampfmodus zu schalten. Zudem fehlten Flachsenberger in Kapitänin Femke Krumdiek, Sarah Kubitza (beide verletzt), Sabrina Hansch (Arbeit), Sofie Dier (krank) und Annika Lindemann (privat verhindert) fünf Spielerinnen.

Trotzdem agierten die Wildeshauserinnen nach dem Anpfiff noch relativ ansprechend und hatten im ersten Durchgang sogar die besseren Chancen. In der 26. Minute verpasste Viktoria Kljukina eine Hereingabe nur knapp. „Wenn sie den Ball erwischt hätte, wäre es das 1:0 gewesen“, meinte Flachsenberger. Denn Einens Torhüterin Josefina Hefke war bereits geschlagen. Kurz vor der Pause forderte die Wittekind-Crew einen Foulelfmeter, als Violetta Pflaum einen Tritt in die Beine bekommen hatte (43.). „Aber ehrgeizig wie sie ist, läuft sie weiter und versucht an den Ball zu kommen“, berichtete Flachsenberger. Schiedsrichter David Gäbe (TV Jahn Delmenhorst) pfiff nicht.

In der zweiten Halbzeit wollten die Wildeshauserinnen die Räume auf dem Feld enger machen. „Aber wir haben überhaupt nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Stattdessen fangen wir uns durch individuelle Fehler fünf Gegentore“, schimpfte Flachsenberger. Beim 1:0 profitierte Jennifer Lassak von einem Wildeshauser Fehlpass im Spielaufbau (47.). Beim 2:0 durch Julia Ortmann legte der VfL nach einem Ballverlust in der Fortuna-Hälfte nicht schnell genug den Rückwärtsgang ein (53.). Schließlich setzte sich Jennifer Lassak gegen drei Wildeshauserinnen durch und traf aus 20 Metern zum 3:0 (60.).

Etwa zehn Minuten vor Schluss löste Flachsenberger seine Doppelsechs auf und beorderte Violetta Pflaum in die Sturmspitze. Doch auch das brachte nichts ein. Stattdessen bugsierte Julia Ortmann einen Pfostenabpraller zum 4:0 ins Tor (83.). Nach einem tollen öffnenden Pass von Fortuna-Kapitänin Ina Schlömer packte Lena Gelhaus sogar noch das 5:0 obenauf (86.). Den möglichen Ehrentreffer verpasste Viktoria Kljukina, die in der Nachspielzeit aus guter Schussposition an Josefina Hefke scheiterte (90.+1).

„Wir waren überhaupt nicht bei der Sache, haben die Zweikämpfe nicht angenommen und waren insgesamt nicht griffig genug“, monierte Flachsenberger. Der 30-Jährige kündigte an, mit seiner Mannschaft im Training ein ernstes Wörtchen zu reden: „Ich kann und will es nicht akzeptieren, wenn keierlei Vorgaben umgesetzt werden.“ Aus seiner Pauschalkritik klammerte Flachsenberger allerdings Viviane Kuhlmann aus. „Sie kämpft, geht voran und zeigt den Einsatz, der den anderen ein bisschen gefehlt hat“, lobte der Übungsleiter seine Rechtsverteidigerin.

Einmal muss der VfL Wildeshausen noch ran, und zwar am Sonntag, 8. Dezember, 13 Uhr, im Heimspiel gegen die FSG Gehlenberg-Neuvrees/Hilkenbrook/Rastdorf. Danach ist dann tatsächlich Winterpause.  mar

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