INTERVIEW Helmut Rang hofft auf planmäßigen Start der neuen Tischtennis-Saison

„Selbstverständlich habe ich trainiert“

Hygienebeauftragter des VfL Wildeshausen: Helmut Rang sieht bei der Umsetzung des Konzepts keine unlösbaren Probleme. 
Foto: Westermann
+
Hygienebeauftragter des VfL Wildeshausen: Helmut Rang sieht bei der Umsetzung des Konzepts keine unlösbaren Probleme. Foto: Westermann
  • Carsten Drösemeyer
    vonCarsten Drösemeyer
    schließen

Wildeshausen – Tischtennis-Ass Helmut Rang geht seit Jahrzehnten für den VfL Wildeshausen auf Punktejagd – die meiste Zeit davon als Spitzenspieler. Im Interview lässt der ehemalige Oberliga-Akteur die vergangene „Corona-Saison“ Revue passieren. Außerdem wagt der versierte Angriffsspieler einen Ausblick auf die kommende Serie.

Herr Rang, die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es Ihnen?

Helmut Rang: Gut. Zum Glück sind meine Familie und ich wohlauf und gesund.

Wie haben Sie die letzten Monate erlebt? Es hat sich ja einiges verändert.

Das stimmt. Corona kam ja für uns alle überraschend. Man musste sich natürlich erst an die neuen Verhältnisse gewöhnen.

Und das ist Ihnen gelungen?

Ich denke schon. Okay, Tischtennis durfte leider nicht mehr gespielt werden. Aber dafür habe ich lange Spaziergänge mit meiner Frau unternommen und bin viel Fahrrad gefahren. Außerdem hatte ich durch die Krise mehr Zeit für die Familie. Alles war etwas entschleunigt.

Haben Sie auch neue Talente an sich entdeckt?

Wir haben daheim halt viel mehr als sonst selbst gekocht. Ist das ein neues Talent?

Kommen wir zum Tischtennis: Ihre beiden Söhne und Sie spielen für den VfL. Wie sehr hat die Pause die Familie Rang geschmerzt?

Natürlich war das für uns alle eine Umgewöhnung, so lange nicht zum Schläger greifen zu können. Aber wir konnten es ja nicht ändern. Fabian, Bastian und ich haben uns mit der Situation arrangiert.

Durch Corona musste die Saison vorzeitig abgebrochen werden, und der VfL Wildeshausen durfte die Bezirksoberliga-Rettung am grünen Tisch feiern. War das demnach ein Klassenerhalt zweiter Klasse?

Das sehe ich nicht so. Wir hätten uns zwar gerne sportlich über die Relegation gerettet, aber das wäre ja auch durchaus möglich gewesen. Sicherlich haben wir von der Entscheidung des TTVN profitiert, doch das tat der Freude über den Klassenerhalt keinen Abbruch.

War es denn fair, die Saison abzubrechen und den Stand vom 13. März als Abschlusstabelle zu werten?

Das ist eine ganz schwierige Frage. Aber zumindest hat der Niedersächsische Tischtennisverband frühzeitig für Klarheit gesorgt. Ab April hatten alle Teams Planungssicherheit.

Wagen wir mal einen Ausblick: Kann die kommende Spielzeit Ihrer Meinung nach schon wie gewohnt im September starten?

Ich hoffe darauf und bin vorsichtig optimistisch. Allerdings muss man noch die Sommerferien abwarten. Wenn sich die Infektionszahlen durch die Urlauber nicht gravierend verschlechtern, spricht wenig dagegen.

Die Hallen sind ja zumindest auch in Wildeshausen wieder geöffnet. Waren Sie selbst schon wieder beim Training?

Montag war die Halle erstmals wieder auf, und selbstverständlich habe ich trainiert. Schließlich bin ich ja der neue Hygienebeauftragte.

Und das Hygienekonzept funktioniert?

Auf alle Fälle. Man muss sich zwar leicht umgewöhnen, aber so eine riesige Umstellung ist es nicht. Ich sehe da keine unlösbaren Probleme.

Trotzdem steht im Raum, dass in der nächsten Saison auf die beliebten Doppel verzichtet werden soll. Eine nachvollziehbare Idee?

Angesichts unserer Doppelschwäche wäre das vielleicht gar nicht schlecht (lacht). Spaß beiseite. Ich fände das sehr schade. Doppel macht doch allen viel Spaß und ist bei Punktspielen fest etabliert. Da Tischtennis kein Kontaktsport ist, müsste man meinetwegen nicht darauf verzichten. Aber ich habe diese Entscheidung ja nicht zu treffen.

Ob mit oder ohne Doppel – in der kommenden Bezirksoberliga-Serie spielt der VfL Wildeshausen in einer Zwölferstaffel. Wird der Klassenerhalt dadurch noch schwerer, da vier Teams direkt absteigen?

Zumindest wird es nicht leichter. Aber es gibt auch gute Nachrichten. Michael Rüdebusch wird sein Comeback feiern, so dass wir mit sieben Spielern an den Start gehen können. Falls dann mal jemand ausfällt, ist das leichter zu kompensieren – für uns ein großer Vorteil.

Von Carsten Drösemeyer

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

So funktioniert das Indoor-Surfen

So funktioniert das Indoor-Surfen

Alltagsmasken und die Materialfrage

Alltagsmasken und die Materialfrage

Eistee eiskalt selbst gemacht

Eistee eiskalt selbst gemacht

Dinosaurier auf Zukunftskurs: Der Ford Explorer im Test

Dinosaurier auf Zukunftskurs: Der Ford Explorer im Test

Meistgelesene Artikel

Eze: Aus Chicago zum FC Hude

Eze: Aus Chicago zum FC Hude

Schindler setzt auf Bordmittel

Schindler setzt auf Bordmittel

Brinker will Landesliga splitten

Brinker will Landesliga splitten

Für Seibel schließt sich der Kreis

Für Seibel schließt sich der Kreis

Kommentare