Trainingsauftakt beim VfL Wildeshausen / Erster „Arbeitstag“ für Jörg Peuker

Seidels Sommerpause dauert nur drei Tage

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Angetreten zum Cooper-Test: Marcel Bragula (r.) erläutert die Spielregeln. ·

Wildeshausen - Von Sven MarquartDie Sommerpause war kurz. Brutal kurz. Exakt 30 Tage nach dem Saisonfinale in Wiefelstede empfing Klaus Ebel die Fußballer des Bezirksliga-Vizemeisters VfL Wildeshausen am Dienstagabend zum Trainingsauftakt. Maximilian Seidel blieben sogar nur drei Tage Zeit zum Luft holen: Der 19-jährige Angreifer hatte mit den A-Junioren erst am Sonnabend die Spielzeit 2012/2013 beendet.

„Das sind junge Burschen – die müssen das wegstecken können“, sagte Marcel Bragula. Der Trainer der Wildeshauser Kreisliga-Mannschaft hatte seine Spieler ebenfalls in den Krandel bestellt. Ihre letzte Partie lag 23 Tage zurück.

Wie im Vorjahr bestreiten die Teams von Klaus Ebel und Marcel Bragula die ersten Trainingseinheiten gemeinsam. Auch diesmal ist Bragula für die Konditionsarbeit zuständig. „Jetzt werden die Grundlagen gelegt“, weiß der ehemalige Marathonläufer, dessen Mannschaft im Saisonendspurt auch von ihrer guten körperlichen Verfassung profitierte. „Stupides Laufen bringt nichts – sich quälen kann auch Spaß machen“, sagt Bragula. Deshalb steht neben Intervallläufen auch ein Orientierungslauf auf dem Vorbereitungsplan.

Am Dienstagabend war jedoch erstmal ein abgewandelter Cooper-Test an der Reihe. Hauptfeldwebel Bragula scheuchte die 30 Akteure in zwei Gruppen jeweils 3000 Meter über die Aschenbahn des Krandelstadions. „Alles unter zwölf Minuten ist sehr gut, alles über 13:20 Minuten ungenügend“, erläuterte Bragula.

Im ersten Durchgang war Alexander Kupka in 11:04 Minuten der Schnellste. Doch diese Zeit konnte Jan Lehmkuhl anschließend noch unterbieten: Mit hochgezogenen blau-weiß geringelten Stutzen peste der frühere Harpstedter im Affenzahn vorneweg. „Was geht der ab? Das ist ja abartig!“, entfuhr es Jörg Peuker. Der 39-jährige Visbeker hatte vorgestern seinen ersten „Arbeitstag“ in Wildeshausen. Der Industriekaufmann ist neuer Co-Trainer von Klaus Ebel, nachdem Peter Hölzen zum SC Sternbusch zurückgekehrt ist. A-Lizenzinhaber Peuker wird außerdem die erste B-Jugend coachen.

Bei 10:21 Minuten stoppte schließlich die Uhr für Jan Lehmkuhl. „Das ist eine Hausnummer – alles unter elf ist sensationell!“, staunte Marcel Bragula. Während Laufwunder Lehmkuhl sogar noch Kraft für einen amtlichen Endspurt besaß, hatte sein Mittelfeldkollege Sascha Görke offensichtlich verwachst. „Der läuft eins zu eins wie der Papa“, sagte Jörg Peuker grinsend. „Die Gene von Peter sind unverkennbar.“

Görke junior war dagegen nicht nach Scherzen zumute. Vielmehr schimpfte der 22-Jährige über seine neuen, aber unbequemen Schuhe. Sogar eine Videoanalyse hatte er beim Anprobieren der 120 Euro teuren Treter machen lassen – vergebens! Doch am Ende hatte auch Sascha Görke sein Deutschland-Trikot mit Schweinsteiger-Flock ins Ziel geschleppt.

Während die Bezirksliga-Mannschaft am Sonnabend, 29. Juni, am stark besetzten Sommercup des SV Tur Abdin teilnimmt, bestreitet die VfL-Reserve am Sonntag, 30. Juni, 15 Uhr, ihr erstes Testspiel beim FC Huntlosen. Ernst wird es am letzten Juli-Wochenende mit der ersten Bezirkspokalrunde. Punktspielstart ist am ersten August-Wochenende. Am Mittwoch, 7. August, spielt der VfL Wildeshausen II in der zweiten Kreispokalrunde bei den SF Wüsting.

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