Seidel setzt die Akzente

Vierfacher Torschütze beim Wildeshauser 6:1 über den WSC Frisia Wilhelmshaven

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Gleich schlägt’s wieder ein: Wildeshausens vierfacher Torschütze Maximilian Seidel (l.) hat Frisia-Keeper Sascha Theil umkurvt und den Ball zum 6:1 auf die Reise geschickt. 

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Für ihr Heimspiel gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellendritten WSC Frisia Wilhelmshaven hatten sich die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen ordentlich in Schale geworfen. Erstmals in dieser Saison trugen die Krandel-Kicker ihre neuen rot-weiß-gestreiften Trikots. In den schicken Jerseys zelebrierte der Vizemeister eine Galavorstellung und fertigte die ambitionierten Seestädter eindrucksvoll mit 6:1 (5:1) ab.

Vor allem ein Akteur schien sich in dem neuen Dress pudelwohl zu fühlen: Maximilian Seidel. Der 23-jährige Angreifer war nicht nur wegen seiner vier Treffer für VfL-Coach Marcel Bragula der „Man of the Match“. Seidel setzte noch einige andere Akzente. So bereitete er das 5:0 durch Christoph Stolle vor (43.) und setzte mit einem tollen Solo Robin Ramke in Szene, der dann elfmeterreif gefoult wurde. Dass Ramke den Strafstoß rechts neben das Tor setzte (65.), schmälerte Seidels Leistung nicht. „Außerdem hat Maxi viele defensive Zweikämpfe gewonnen“, hob Bragula hervor.

Die Spielweise der sehr hoch verteidigenden Wilhelmshavener und das aggressive Mittelfeldpressing der Wildeshauser waren aber auch geradezu ideal für den sprintstarken Seidel. „Es ist schön, wenn ein Plan funktioniert!“, meinte Bragula. Er hatte die identische Taktik wie beim 3:0 in der Vorsaison hervor gekramt. „Philip Immerthal und Joussef El-Ali sind zwar stark, aber nicht die Schnellsten. Deshalb habe ich Maxi in die Spitze gestellt, um ihn in Laufduelle mit den Innenverteidigern zu bekommen“, erläuterte der VfL-Coach. Diese Strategie ging voll auf.

Die Gastgeber kamen von Beginn an zu guten Chancen. Bereits in der zweiten Minute setzte Sascha Görke den Ball aus spitzem Winkel über das Tor. Einen Kopfball von Hauke Glück nach Eckstoß von Lukas Schneider klärte Dennis Müller auf der Linie (9.). Am Ende einer Kombination über Christopher Kant und Ramke zielte Görke erneut eine Etage zu hoch (16.). „Allerdings hat uns in den ersten 20 Minuten auch Felix Dittrich mit zwei guten Paraden am Leben gehalten“, lobte Bragula seinen Keeper. Dittrich entschärfte Schüsse von Henrik Wendt (4.) und Julian Mülder (20.).

Trotzdem war die Wildeshauser Führung dann hochverdient. Seidel fing einen schlimmen Fehlpass von El-Ali ab, ging auf und davon und vollstreckte eiskalt zum 1:0 (18.). Im Anschluss an einen Einwurf von Schneider fackelte Ramke nicht lange und traf zum 2:0 (22.). Wieder nur zwei Minuten später ließ der steil geschickte Seidel das 3:0 folgen (24.). Das 4:0 nach bewährtem Muster ging ebenfalls auf sein Konto (36.).

Der VfL spielte nun wie im Rausch, und Stolle erhöhte nach Seidel-Vorarbeit auf 5:0. „Die erste Halbzeit war ein Träumchen!“, schwärmte Bragula. Seine Freude konnte auch das 1:5 durch Mülder, der einen Eckball von Tim Pollmann einköpfte (45.+2), nicht trüben.

Im zweiten Abschnitt ließ es der Spitzenreiter etwas gemächlicher angehen. Außerdem musste Bragula dreimal vorsichtshalber wechseln. Christopher Kant und Lukas Schneider gingen mit Kniebeschwerden von Platz, Hauke Glück mit Nackenproblemen. Für Schneider kam Youngster Elias Schröder (Jahrgang 2000) zu seinem allerersten Punktspieleinsatz bei den Herren und fügte sich nahtlos ein.

Als Seidel in altbekannter Manier das 6:1 besorgte hatte (81.), spendete Bragula seinem Stürmer Sonderapplaus. „Maxi Seidel Fußballgott“, schallte es von der Tribüne. In der Nachspielzeit klärte Pollmann nochmal auf der Torlinie gegen Ramke (90.+2). „Jetzt können wir tatsächlich von einem guten Saisonstart sprechen“, fand Bragula, dessen Crew in den ersten fünf Partien 13 Punkte gesammelt hat.

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