Wildeshausens Angreifer hat beschwerdefrei trainiert

Maximilian Seidel gibt für Auswärtspartie bei Frisia Wilhelmshaven grünes Licht

Wildeshausens Maximilian Seidel (rechts) im Zweikampf mit Julian-Sebastian Biener vom TSV Ganderkesee.
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Wieder fit: Maximilian Seidel (r.) lindert die Wildeshauser Personalsorgen.

Wildeshausen – Von dem spielfreien Wochenende hatte sich Trainer Marcel Bragula mehr versprochen. Doch auch neun Tage nach dem erfolgreichen Pokalmatch bei SFN Vechta hat sich das Lazarett des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen nicht entscheidend gelichtet. Für das Auswärtsspiel beim WSC Frisia Wilhelmshaven (Sonntag, 15 Uhr) hat sich immerhin Maximilian Seidel nach überwundener Sprunggelenksblessur zurückgemeldet. „Maxi hat ohne Beschwerden trainiert“, berichtet Bragula.

Auch Marius Krumland, Marco Nakelski und Mattes Hehr, die in Vechta gefehlt hatten, werden im Jadestadion dabei sein. Gleiches dürfte für die erkrankten Christoph Stolle (Mandelentzündung) und Steven Müller-Rautenberg (Magen-Darm-Infekt) gelten. Dagegen rechnet Bragula damit, dass sein Vizekapitän Kevin Radke wegen Adduktorenproblemen „wohl den ganzen September ausfallen“ wird. Bei Robin Ramke (Bänderriss) und Ole Lehmkuhl (Leistenzerrung) reicht es aktuell nur für Lauftraining.

Schon bei den Siegen in Firrel (2:3) und Westrhauderfehn (2:1) haben die Krandel-Kicker gezeigt, wozu sie auch mit einem arg dezimierten Kader fähig sind. „Frisia ist im eigenen Stadion sicherlich leicht favorisiert. Aber ich sehe uns nicht chancenlos. Allerdings brauchen wir schon einen sehr guten Tag und eine Topleistung, um da zu gewinnen“, meint Bragula.

Die Wilhelmshavener zählen für viele Szenekenner zumindest zum erweiterten Favoritenkreis. Mit vier Punkten aus ihren ersten drei Partien war die Ausbeute aber bisher eher mäßig. Hätte Max Weickert am vergangenen Sonntag in Westrhauderfehn nicht in der Nachspielzeit per Strafstoß noch das 2:2 erzielt – an der Freiligrathstraße hätte wohl der Begriff Fehlstart die Runde gemacht. „Frisia hat sich vielleicht mehr erhofft und steht leicht unter Druck. Aber ich glaube, Jürgen Hahn weiß, was er in solchen Situationen zu tun hat – dafür ist er erfahren genug“, sagt Bragula über seinen Trainerkollegen, der lange beim SV Atlas Delmenhorst tätig war.

Der VfL-Coach erwartet einen Gegner, der hoch verteidigt und früh attackiert. Außerdem warnt der B-Lizenzinhaber vor den Wilhelmshavener Offensivstandards. „Das sind die gefährlichsten der Liga! Patrick Degens linker Fuß hat schon besondere Qualität“, meint Bragula. Dem wollen die Gäste vor allem Tempo entgegensetzen. „Trotz der zahlreichen Ausfälle haben wir gutes Personal für ein gepflegtes Umschaltspiel“, glaubt der 47-Jährige.

Die Qual der Wahl hat Bragula hingegen auf der Torwartposition. Janne Ole Kay zeigte in den ersten drei Punktspielen tolle Leistungen, während Nico Prieto-Falk mit zwei gehaltenen Elfmetern das Weiterkommen im Bezirkspokal sicherte. „Beide sind unfassbar stark und gehören unter den Landesliga-Torhütern ins erste Drittel“, unterstreicht der Übungsleiter. Bevor er entscheidet, welchen der beiden Keeper er letztlich zwischen die Pfosten schickt, will er sich noch die Meinung von Torwarttrainer David Lohmann und Co-Trainer Patrick Meyer anhören. „Allerdings bin ich kein Freund davon, jede Woche den Torwart zu wechseln“, sagt Bragula.

Viel Freude bereitete ihm zuletzt auch Fyonn Rothe. Der 20-Jährige hatte die Wildeshauser mit seinem Treffer zum 1:1 im Pokalspiel in Vechta überhaupt erst ins Elfmeterschießen gebracht. „Fyonn hat uns in der Probetrainingswoche überzeugt, dass er sich gut bei uns entwickeln kann – und das macht er jetzt im Eiltempo“, lobt Bragula den gelernten Innenverteidiger, der beim VfL jedoch bislang vorwiegend als Außenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld zum Einsatz gekommen ist. Zudem habe Rothe „auch neben dem Platz eingeschlagen: Er ist ein ganz, ganz feiner Kerl, den alle ins Herz geschlossen haben“.

Pokalspiel verlegt

Landesligist VfL Wildeshausen hat ein wenig Luft im Spielplan bekommen und muss nun nicht, wie ursprünglich vorgesehen, am kommenden Mittwoch, 8. September, in der dritten Bezirkspokalrunde bei Amasyaspor Lohne antreten. Der Bezirksligist entsprach dem Wunsch der Krandel-Kicker, die Partie zu verlegen. „Dafür ein fettes Dankeschön an meinen Trainerkollegen Thomas Schmunkamp“, sagte VfL-Coach Marcel Bragula. Die Teams einigten sich auf Mittwoch, 29. September, 19.45 Uhr, als neuen Spieltermin.

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