VfL Wildeshausen rafft sich gegen FC Rastede zu einem Kraftakt auf – 3:2

Seidel demonstriert Willensstärke

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Bot eine starke kämpferische Leistung: Wildeshausens Doppeltorschütze Maximilian Seidel (M.).

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Die vergangenen Tage waren ganz schön an die Substanz gegangen. Nach der spontanen Meistersause am Dienstag hatten die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen am Sonnabend schon wieder einen Grund zum Feiern: Ihr langjähriger Mitspieler Daniel Pasker heiratete seine Mareike. Die Party auf Gut Altona dauerte bis zum frühen Morgen. Trotzdem rafften sich die Krandel-Kicker am Muttertag nach ein paar Stunden Schlaf noch zu einem Kraftakt auf und bezwangen den immer noch in latenter Abstiegsgefahr schwebenden FC Rastede mit 3:2 (2:2).

Vor der Partie gab es zunächst einmal Präsente: FC-Fußballabteilungsleiter Hartmut Böhmann überreichte VfL-Kapitän Sebastian Pundsack eine Ration „Löwentrunk“ und einen Miniaturball. Eine feine Geste der Ammerländer!

Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Felix Heuer (TuS Heidkrug) präsentierten sich die Wildeshauser direkt meisterlich: Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, als Lukas Schneider einen Freistoß an die Unterkante der Querlatte wuchtete, und der Ball von dort zum 1:0 hinter die Torlinie sprang.

Lennart Feldhus und Elias Schröder boten sich die nächsten beiden Chancen (6./7.). Angreifer Feldhus vertrat diesmal im Wildeshauser 4-2-3-1-System den krank fehlenden Alexander Kupka auf der Sechs. Team-Youngster Schröder gab als Zehner hinter der einzigen Spitze Maximilian Seidel sein Startelfdebüt. Nachdem sich Schneider auf der linken Flanke durchgesetzt und scharf nach innen gepasst hatte, beförderte Seidel die Kugel direkt zum 2:0 in die Maschen (21.).

Feine Geste: Hartmut Böhmann, Fußballabteilungsleiter des FC Rastede, überreicht VfL-Kapitän Sebastian Pundsack ein Meisterpräsent.

„Die ersten 25 Minuten waren richtig gut. Aber dann haben wir einfach aufgehört Fußball zu spielen“, monierte VfL-Coach Marcel Bragula. Zunächst köpfte Rastedes Tobias Rosinski einen Eckball von Malte Schwerdtfeger nur auf das Tornetz (32.). Doch dieser Warnschuss verhallte ungehört. Nur wenig später klärte Schneider einen Freistoß von Schwerdtfeger zu kurz, und David Skibba versenkte den Abpraller aus dem Rückraum zum 1:2 im VfL-Gehäuse (36.). „Ein typisches Tor, wenn du mit dem Kopf nicht richtig da bist“, ärgerte sich Bragula. Und der Anschlusstreffer gab der bis dahin überhaupt nicht präsenten Crew von FC-Coach Jens Wolters Auftrieb: Nach einem Wildeshauser Ballverlust in der Vorwärtsbewegung war Sergej Müller frei durch, umkurvte Pundsack und schob zum schmeichelhaften 2:2 ein (37.). Seidel hätte den künftigen Landesligisten noch vor der Pause wieder in Führung bringen können. Nach einer Flanke von Robin Ramke sprang der kleine Angreifer höher als Matthias Grimm, doch FC-Keeper Max Braun erwischte den Kopfball so gerade noch vor der Linie (42.).

In der zweiten Halbzeit sahen Bragula und die rund 200 Zuschauer einen „zähen Abnutzungskampf“ ohne große Chancen auf beiden Seiten. „Da hat uns auch etwas die Frische gefehlt“, musste Wildeshausens Übungsleiter zugeben. Doch es zeichnet seine Mannen aus, dass sie sich nicht hängen ließen, obwohl sie den Titel bereits in der Tasche haben. Tatsächlich gelang dem starken Seidel noch der Siegtreffer: Nach einem wunderbar öffnenden Außenristpass des eingewechselten Christopher Kant zog der 24-Jährige auf und davon und vollstreckte eiskalt zum 3:2 – sein 13. Saisontreffer (86.). „Das war für mich ein Tor des Willens!“, schwärmte Bragula. Überhaupt attestierte er seinem Doppeltorschützen Seidel „eine klasse kämpferische Leistung“. Auch Offensivmann Eberle und Linksverteidiger Schneider erhielten ein Sonderlob.

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