1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Wildeshausen

VfL Wildeshausen verstärkt sich mit Philip Kleingärtner und Nico Kiesewetter

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sven Marquart

Kommentare

Teammanager Sebastian Pundsack (von links), Neuzugang Nico Kiesewetter und Trainer Marcel Bragula mit einem VfL-Wildeshausen-Schal.
Ziehen künftig beim VfL Wildeshausen an einem Strang: Teammanager Sebastian Pundsack (v. l.), Neuzugang Nico Kiesewetter und Trainer Marcel Bragula. © Sven Marquart

Wildeshausen – Den ersten offiziellen Termin bei seinem neuen Verein hat Philip Kleingärtner gleich mal geschwänzt. Allerdings nicht ganz freiwillig. Eine Coronainfektion zwang den 25-Jährigen in häusliche Isolation. Somit konnte „Pipo“ am späten Freitagnachmittag nicht persönlich zur Vorstellungsrunde im Krandelstadion erscheinen. Kurzerhand holte Trainer Marcel Bragula den Neuzugang des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen per Videoanruf hinzu. Kleingärtner wechselt zur kommenden Saison im Doppelpack mit Nico Kiesewetter von der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst in die Kreisstadt.

Den Namen Philip Kleingärtner hat Bragula seit September 2020 auf dem Zettel. Damals hatten die Krandel-Kicker ein spielfreies Wochenende genutzt, um gegen den hannoverschen Bezirksligisten zu testen. Beim 2:0 war dem VfL-Coach die enorme Präsenz und starke Physis des jungen TSG-Kapitäns aufgefallen. Kleingärtner ist in Wildeshausen für die nicht gerade üppig bestückte Innenverteidigung vorgesehen. Denn Kapitän Marius Krumland laboriert immer noch an den Folgen seines Knöchelbruchs. Außerdem steht Mika Ostendorf in der neuen Serie nicht mehr zur Verfügung. Der 21-Jährige wird dann in Bielefeld studieren. Seine Spielberechtigung bleibt aber zunächst beim VfL.

Porträtfoto von Mika Ostendorf vor der Tribüne des Wildeshauser Krandelstadions.
Steht in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung: Mika Ostendorf studiert demnächst in Bielefeld. © Sven Marquart

Ob Kleingärtner im Sommer direkt einsteigen kann, ist jedoch fraglich. Wegen einer Knieverletzung soll er eigentlich in der kommenden Woche operiert werden – aber dafür muss der PCR-Test negativ sein. Wie lange der gelernte Mittelfeldspieler danach ausfallen wird, entscheidet sich während des Eingriffs. „Es hängt davon ab, ob der Meniskus geglättet oder genäht wird. Wenn ich Glück habe, bin ich zur Vorbereitung wieder fit“, erklärte der Defensivmann. Auf dem Platz sei er „durchaus jemand, der vorangeht“. Aufgrund des „Gesamtpakets“ habe er sich nach guten Gesprächen mit Bragula schließlich für den Wechsel nach Wildeshausen entschieden.

Philip Kleingärtner kommt nicht allein, sondern bringt seinen Kumpel Nico Kiesewetter aus Seckenhausen mit an die Hunte. Der 26-Jährige hatte sich erst vor gut einem Monat in Bragulas Notizbuch gespielt, als die Wildeshauser im Rahmen ihrer Wintervorbereitung erneut gegen die TSG testeten (3:2). Kiesewetter ist gelernter Stürmer, kann aber auch außen und im zentralen Mittelfeld spielen. Bragula plant mit ihm jedoch für die Offensive: „Nico ist ein spielender Stürmer, vergleichbar mit Jan Stubbmann.“

Bevor der Vertriebsaußendienstler zu seinem Heimatverein in den Landkreis Diepholz zurückgekehrt war, hatte er drei Jahre Landesliga-Erfahrung beim TSV Etelsen gesammelt. „Jetzt habe ich Bock, nochmal eine Liga höher zu spielen“, sagte Kiesewetter. „Ich hätte auch für die Bezirksliga zugesagt. Aber ich war mir relativ sicher, dass Wildeshausen die Klasse hält.“ Jetzt freut sich der Brinkumer, „einen komplett neuen Bezirk kennenzulernen“.

Porträtfoto von Nico Prieto-Falk vor der Tribüne des Wildeshauser Krandelstadions.
Will kürzertreten: Nico Prieto-Falk wird der Aufwand zu groß. © Sven Marquart

Nach Fynn Meyer (TSV Großenkneten) sind Kleingärtner und Kiesewetter beim VfL Wildeshausen die zweite und dritte externe Verpflichtung für die kommende Spielzeit. Dabei wird es nicht bleiben. Nico Prieto-Falk wird der Aufwand zu groß. Darum will der 28-Jährige kürzertreten. „Das heißt, wir müssen noch einen Torhüter holen“, erläuterte Bragula. Er ist zuversichtlich, in dieser Angelegenheit ebenfalls bald Vollzug melden zu können. Auch sonst sehen sich der Trainer, Teammanager Sebastian Pundsack und VfL-Fußballabteilungsleiter Hartmut Schwolow in Sachen Kaderplanung gut im Rennen. „So weit waren wir im März noch nie“, sagte Bragula.

Auch interessant

Kommentare