Harpstedter Triathleten erleben Extreme beim Klimahaus-Lauf in Bremerhaven

Sechsminütiger Sprint durch die Klimazonen der Erde

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Matthias und Sabine Drews vor ihrem Lauf durch das Klimahaus in Bremerhaven. Die Temperaturschwankungen von minus sechs bis plus 35 Grad Celsius auf der 1 300 Meter langen Strecken waren eine besondere Herausforderung für die Triathleten des Harpstedter TB.

Wildeshausen - Daniel WiechertHARPSTEDT · Triathleten sind Extreme gewohnt. Doch was die Harpstedter Athleten Arne Dunker, Matthias und Sabine Drews jetzt im Bremerhavens Klimahaus bewältigten, ist auch für hartgesottene Sportler nicht alltäglich. Es galt, einen 1 300 Meter langen Lauf- Parcours durch die einzelnen Stationen des wissenschaftlichen Ausstellungshauses so schnell wie möglich zu durchqueren. Hört sich erstmal nicht sonderlich spektakulär an, ist es aber.

Denn die Reisestationen des Klimahauses thematisieren acht Länder mit ihren unterschiedlichen Klimazonen. So ging es beispielsweise durch das Areal der Ant arktis – dort herrscht im Klimahaus eine Temperatur von minus sechs Grad Celsius. Andererseits wartete die Station Niger mit einer extremen Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von rund 35 Grad Celsius auf.

285 Läufer stellten sich in Bremerhaven dieser Herausforderung, Matthias Drews belegte am Ende mit der Zeit von 6:01 Minuten den 31. Platz – und war begeistert. „Ich habe einfach versucht, dort volle Kanone durch zu jagen. Aber der Wechsel zwischen warm/kalt/warm war schon heftig. Man kann sich gar nicht vorstellen, was das in der kurzen Zeit für eine Belastung für die Lunge darstellt“, erklärt der Triathlet vom Harpstedter TB. Den ganzen Abend hätten er und seine Mitstreiter noch Husten müssen aufgrund der ungewöhnlichen Extrembelastung für den Körper in der kurzen Zeitspanne. Die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit waren aber nicht die einzigen Herausforderungen für die Läufer. So sei es laut Drews in der Station des westafrikanische Regenwaldes gar nicht so einfach gewesen, die Orientierung zu behalten. „Dort ist ja alles dunkel – und daher war es teilweise schon so etwas wie ein Orientierungslauf“, beschreibt Drews.

Wer dachte, dass die Athleten den Wettbewerb als Jux angehen würden, hatte die Rechnung ohne den sportlichen Ehrgeiz der Harpstedter gemacht. „Es war ja eine Laufveranstaltung. Deshalb stand der sportliche Aspekt auch ganz klar im Vordergrund“, sagt Drews. Erst am darauf folgenden Tag gönnte er sich mit seiner Familie einen entspannten Rundgang durch das Klimahaus.

Auch für den Harpstedter Triathleten Arne Dunker war es ein erfolgreicher 4. Klimahaus-Lauf. Dunker hat als Geschäftsführer des Klimahauses den Lauf maßgeblich mitinitiiert und durfte sich schließlich über eine Spendensumme von 5 000 Euro freuen, die an den Verein „Junge Helden“ geht. Der Berliner Verein engagiert sich in der Aufklärungsarbeit beim Thema Organspende.

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