Führungswechsel bei Fußballern des VfL Wildeshausen

Hartmut Schwolow löst Matthias Ruhle als Abteilungsleiter ab

Matthias Ruhle (Dritter von links) übergibt die Abteilungsleitung an Hartmut Schwolow (Dritter von rechts). Gordon Hermanni (von links), Malte Smolna, Bernd Kinzel und Helge Cordes unterstützen den neuen VfL-Fußballchef.
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Führungswechsel: Matthias Ruhle (3. v. l.) übergibt die Abteilungsleitung an Hartmut Schwolow (3. v. r.). Gordon Hermanni (v. l.), Malte Smolna, Bernd Kinzel und Helge Cordes unterstützen den neuen VfL-Fußballchef.

Wildeshausen – Die Fußballerinnen und Fußballer des VfL Wildeshausen hatten es eilig. Nach gerade einmal 50 Minuten war der offizielle Teil der Spartenversammlung am Montagabend auch schon abgehandelt. Dabei stand immerhin ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung: die Wahl eines neuen Abteilungsleiters. Doch auch damit hielten sich die 38 Anwesenden im Reitersaal der Gildestube nicht lange auf. Einstimmig wählten sie Hartmut Schwolow zum Nachfolger von Matthias Ruhle.

Die Wahl war nötig geworden, weil Ruhle den Posten gerade einmal 15 Monate, nachdem er ihn von Ottmar Jöckel übernommen hatte, schon wieder niedergelegt hatte. Wegen seiner Beförderung zum Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Bildung und Sport bei der Wildeshauser Stadtverwaltung wäre der 38-Jährige künftig in Interessenkonflikte gekommen. „Vor etwa fünf Wochen habe ich dann Hartmut Schwolow angesprochen, ob er sich vorstellen kann, die Aufgabe zu übernehmen. Und nach ein paar Tagen Bedenkzeit hat er zugesagt“, berichtete Ruhle.

Für Schwolow war von vornherein klar, dass er nicht als „Einzelkämpfer“ antreten wird. Stattdessen bildete er ein Team, mit dem er die anstehenden Herausforderungen anpacken will. Dazu gehören Bernd Kinzel und Helge Cordes, mit denen der 59-Jährige gemeinsam die Wildeshauser Bezirksliga-B-Junioren trainiert, sowie Malte Smolna und Gordon Hermanni. „Es ist immer gut, wenn man Spezialisten hat, die ihre Stärken einbringen“, sagte Schwolow im Gespräch mit unserer Zeitung. Demnach könnten sich Smolna und Hermanni um die Bereiche Finanzen und Marketing kümmern, während Kinzel und Cordes ihren Fokus auf die sportliche Ausrichtung legen. „Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und das genauer besprechen“, kündigte Schwolow an.

Sportliche und finanzielle Bilanz fallen positiv aus

In seinem ersten und letzten Jahresbericht als VfL-Fußballboss konnte Ruhle viel Positives vermelden. So hätten die Mannschaften trotz Corona 98 Prozent aller Hinrundenspiele absolviert. „Dadurch gucken wir entspannt Richtung Februar“, meinte Ruhle mit Blick auf die zweite Saisonhälfte.

Auch finanziell lief es gut, wie Geschäftsführer Hubert Schlüter mitteilte. Die Abteilung habe Rücklagen bilden können, die in das Projekt Kunstrasenplatz einfließen sollen, berichtete Ruhle. Genaue Zahlen wollte er nicht nennen, nur so viel: „Es ist ein niedriger fünfstelliger Betrag.“ Um den noch offenen, rund 200 000 Euro großen Eigenanteil des Vereins beim Bau des langersehnten Kunstrasenplatzes zu reduzieren, sind weitere Spendenaktionen geplant. Nach der positiv beschiedenen Bauvoranfrage wartet der Verein nun auf die Baugenehmigung und den Förderbescheid des Landessportbundes. „Wenn wir die Baugenehmigung haben, können wir mit den Ausschreibungen beginnen“, erläuterte Ruhle.

Mitgliederzahl wächst trotz Corona

Mehr denn je benötigen die Krandel-Kicker einen witterungsunabhängig nutzbaren Spiel- und Trainingsplatz. Das zeigt auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Nachdem die Sparte zu Jahresbeginn noch 729 Köpfe gezählt hatte, sind es aktuell 794. Das Gros der Neuanmeldungen machen Kinder im G- und F-Junioren-Alter aus. „Da haben wir zu Saisonbeginn sogar noch zwei Mannschaften nachgemeldet“, erklärte Ruhle. Insgesamt nehmen 27 VfL-Teams am Spielbetrieb teil.

Obwohl es auch bei ihm „viel Verdruss wegen Corona“ gegeben habe, fällt das Fazit am Ende seiner kurzen Amtszeit doch positiv aus: „Der Verein hat sich wieder ein Stück weiterentwickelt – so wie es sein sollte.“

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