TV Neerstedt muss zum Oberliga-Kehraus beim TSV Bremervörde antreten

Schützmann, Kolpack und Schulenberg sind gefordert

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Seit Wochen außer Form: Neerstedts Linksaußen Thomas Schützmann (r.). ·

Neerstedt - „Wir tauschen mit Schwanewede Gegner und Heimrecht“, sagte Neerstedts Trainer Dag Rieken scherzhaft vor dem Saisonkehraus beim TSV Bremervörde (heute, 18.30 Uhr, Sporthalle Tetjus-Tügel-Straße). Während der direkte Konkurrent HSG Schwanewede/Neuenkirchen zu Hause gegen das abgeschlagene Schlusslicht HSG Nordhorn II antreten muss, hängen die Trauben für den Handball-Oberligisten TV Neerstedt in Bremervörde ungleich höher, um mit einem Sieg Platz vier in der Abschlusstabelle zu sichern.

Eigentlich hatten es die Neerstedter in der vergangenen Woche selbst in der Hand, mit einem Heimsieg gegen Schwanewede Platz vier zu zementieren. Doch die unterirdische erste Halbzeit und fehlendes Fortune in den Schlussminuten verhinderten dies. Nun muss Riekens Team beim enttäuschenden und entthronten Ex-Meister antreten. Im Hinspiel gab es einen 31:29-Erfolg.

Unter seinem neuen Trainer Ralf Böhme holte der TSV nur sieben Punkte in fremden Hallen – zu wenig, um erneut in der Liga-Spitze mitzuspielen. Dafür sind die Bremervörder zu Hause eine Macht. Lediglich der Tabellenzweite SG Achim/Baden konnte die Festung an der Tetjus-Tügel-Straße stürmen, Spitzenreiter ATSV Habenhausen holte zumindest einen Zähler. Trotzdem fährt Rieken nicht ohne Zweckoptimismus an die Oste: „Die Saison war lang. Viele Mannschaften gehen kräftemäßig am Stock.“

Allerdings hätte auch seine eigene Mannschaft Grund genug, sich auf die spielfreie Zeit zu freuen. Besonders der Rückraum der Weiß-Grünen ist seit Wochen ausgedünnt. Zudem konnten weder Eike Kolpack noch Tim Schulenburg aufgrund beruflicher Belastung regelmäßig trainieren. Deshalb schafften sie es in den jüngsten Partien auch nicht, dem TVN-Spiel wie gewohnt ihren Stempel aufzudrücken. Linksaußen Thomas Schützmann ist ebenfalls seit Wochen außer Form. Es wäre wichtig, dass alle drei Leistungsträger noch einmal zu alter Stärke zurückfinden. Außerdem wird es wie so häufig auf die Deckungsarbeit ankommen. Ansonsten wird der starke Bremervörder Rückraum um seinen Haupttorschützen Adnan Salkic mit den Gästen kurzen Prozess machen.

Parallel zum Saisonausklang bastelt Rieken weiter am Team für die neue Saison. „Ich hoffe, dass ein weiterer Kandidat für die Torwartposition in den nächsten Tagen zusagt. Außerdem führe ich noch Gespräche mit einem Ersatzmann für den ausscheidenden Malte Grotelüschen“, erzählt Rieken, ohne Namen zu verraten. Daneben hält er noch Ausschau nach jungen, hungrigen Spielern, die er an die Oberliga heranführen will. Der Neerstedter Nachwuchs selbst gibt momentan nichts her. · wz

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