Schüttes Eigentor besiegelt gebrauchten Tag

VfL Wildeshausen fehlt es beim 0:1 in Abbehausen an Präzision und Tempo im Angriff

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VfL-Abwehrchef Thorben Schütte (l.) lenkte eine scharfe Hereingabe von Abbehausens Danny Kühn zum 0:1 ins eigene Tor.

Wildeshausen - Mit der Standfestigkeit ist das auf dem Kunstrasenplatz des Fußball-Bezirksligisten TSV Abbehausen immer so eine Sache. Auf der „Filzplatte“ an der Enjebuhrer Straße sind schon zahlreiche Mannschaften ins Straucheln geraten, und auch der VfL Wildeshausen blieb nicht verschont: Der Spitzenreiter leistete sich mit dem 0:1 (0:1) beim Tabellendreizehnten einen überraschenden Ausrutscher im Titelkampf. Der einzige Treffer des Spiels resultierte bezeichnenderweise aus einem Eigentor von Thorben Schütte.

„Wir hatten einen rundum gebrauchten Tag erwischt“, ächzte VfL-Coach Marcel Bragula. „Wir sind weder mit dem Platz noch mit dem Gegner und auch nicht mit uns selbst klar gekommen.“ Vor allem offensiv konnten die Krandel-Kicker nicht an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen. „Fehlende Präzision im Passspiel, Standards zum Vergessen und Distanzschüsse über den Fangzaun“, zählte Bragula auf. Bei seiner Crew dauerte der Aufbau viel zu lange, und auch das Flügelspiel lahmte. Dadurch kamen die Wildeshauser nicht hinter die Abbehauser Abwehrkette.

Die Gastgeber setzten in der gesamten Partie lediglich zwei Schüsse auf das Tor von VfL-Keeper Sebastian Pundsack ab. „Aber das spielt keine Rolle – sie haben 1:0 gewonnen“, erklärte Bragula. Gleich der erste Ball war drin: Eine scharfe Hereingabe von Danny Kühn lenkte Abwehrchef Schütte zum 0:1 ins eigene Netz (4.).

Krandelkicker erstmals ohne Treffer

„Das Spiel gegen den Ball war okay, das Spiel mit Ball war eine Fünf“, bewertete Bragula den Auftritt seines Teams. Andreas Kari besaß die erste gute Möglichkeit für den Tabellenführer, schoss aber deutlich über den Querbalken (9.). Maximilian Seidel zielte nach starker Balleroberung aus 16 Metern knapp neben das TSV-Gehäuse (32.). Goalgetter René Tramitzke köpfte die Kugel auf das Tornetz. (41.). Und Sascha Görke verfehlte das Ziel ebenfalls nur knapp (45.+2).

Auch nach Wiederbeginn boten sich dem Primus Chancen zum Ausgleich. „Aber wir hätten noch zwei Stunden weiterspielen können und kein Tor geschossen“, meinte Bragula. Seine Elf brachte erstmals in dieser Saison keinen eigenen Treffer zustande.

Selbst mit einem Mann mehr auf dem Platz nicht: Seidel war frei durch, doch Maik Müller grätschte den quirligen Angreifer um – Notbremse. Schiedsrichter Janek Wolf (Eintracht Sengwarden) konnte gar nicht anders als dem TSV-Verteidiger die Rote Karte zu zeigen (60.). Bragula zog alle taktischen Register, änderte das anfängliche 4-4-2 in ein 4-3-3 und später in ein 3-4-3. Aber auch das brachte nicht den gewünschten Erfolg.

„Jetzt nach einer Ausrede zu suchen wäre schwach. Man muss den Gegner loben, der leidenschaftlich und gut verteidigt hat“, zollte Bragula den Grün-Gelben Respekt. Das war im Hinspiel noch völlig anders. Beim 6:0 hatten die Abbehauser dem Wildeshauser Angriffswirbel nichts entgegenzusetzen. - mar

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