VfL-Coach plant Neuzugang für Innenverteidigung ein 

Schütte soll hinten abdichten

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Ole Lehmkuhl hat seinen Kreuzbandriss auskuriert. Der Flügelstürmer steht dem Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen nach der Winterpause wieder zur Verfügung. 

Wildeshausen - Weihnachten und Silvester sind gerade erst vorbei, trotzdem hätte Marcel Bragula direkt weiterfeiern können. „Ich hätte Lust auf eine kleine spontane Party gehabt“, sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen am Tag nach dem Triumph bei der Hallenmeisterschaft in Hude (wir berichteten). Doch zu Bragulas Bedauern ließen es die Krandel-Kicker nicht krachen, sondern begnügten sich mit einem gemütlichen Beisammensein und einem kleinen Imbiss.

Aber auch die entgangene Sause konnte dem feierfreudigen VfL-Coach die Laune nicht verderben. Schließlich könnte der Erfolg seinen Mannen neuen Schub für den Kampf um den Klassenerhalt geben. Und den hat der Tabellendreizehnte bitter nötig: Bleibt es bei fünf Regelabsteigern, müssten die Wildeshauser in der zweiten Saisonhälfte einen Acht-Punkte-Rückstand aufs rettende Ufer wettmachen.

Aktuell dürfen sich Bragulas Schützlinge noch schonen. Ab Dienstag, 24. Januar, bittet der 42-Jährige seine Crew dann wieder zum Training. Zunächst wird in der „Auszeit“ und im „LaOla“-Fußballcenter in Ahlhorn an der Grundlagenausdauer gearbeitet, ehe es ans Eingemachte geht. „Die Mannschaft ist fit – das war auch unser großes Plus in Hude“, betont Bragula. Der Fokus der Vorbereitung liegt jedoch auf der Defensive, nachdem die Torhüter Sebastian Pundsack und Lauren Riedel mussten den Ball im bisherigen Saisonverlauf bereits 44 Mal aus dem Netz holen mussten. Nur bei Schlusslicht TuS Pewsum klingelte es häufiger (51).

Eine zentrale Rolle könnte dabei Thorben Schütte zukommen. Der Neuzugang vom Kreisligisten TV Munderloh spielte bei seinem Ex-Verein zumeist in der Sturmspitze. Auch bei seiner Premiere im VfL-Trikot stellte der 24-Jährige seine Offensivqualitäten unter Beweis und steuerte in Hude neun Treffer zum Titelgewinn bei. „Thorben war sehr präsent, aber ich plane eher in der Innenverteidigung mit ihm – da hatten wir Probleme“, erläutert Bragula. Weil Pascal Hesselmann inzwischen wieder fit ist, wird sich Schütte den Platz an der Seite von Abwehrchef Lennart Flege jedoch erarbeiten müssen. Dessen bisheriger Nebenmann Lukas Schneider soll wieder auf die Linksverteidigerposition wechseln. Diesen Part hatte zuletzt Frederik Dittmar inne. „Freddy werde ich in der Vorbereitung im Mittelfeld testen“, kündigt Bragula an.

Dazu hat der VfL-Coach gleich siebenmal Gelegenheit. Erster Gegner ist in Oldenburg A-Junioren-Bundesligist JFV Nordwest (Sonnabend, 28. Januar, 10 Uhr). Anschließend gibt es beim Bezirksligisten GVO Oldenburg (Sonnabend, 4. Februar, 14 Uhr) ein Wiedersehen mit Bragulas ehemaligem Trainerpartner Marco Elia. Zur einzigen Begegnung im heimischen Krandel empfängt der VfL am Mittwoch, 8. Februar, 19.30 Uhr, den Bremen-Ligisten TSV Grolland. Weitere Gegner sind Oberligist TB Uphusen (Sonnabend, 11. Februar, 14 Uhr, in Heiligenrode), die Kreisligisten TSV Großenkneten (Dienstag, 14. Februar, 20 Uhr) und FC Huntlosen (Sonnabend, 18. Februar, 15 Uhr) sowie Bezirksligist TuS Sulingen II (Freitag, 24. Februar, 19.30 Uhr). Zwei Tage später geht es im Derby gegen den SV Atlas Delmenhorst erstmals wieder um Punkte (Sonntag, 26. Februar, 14 Uhr).

Wie Thorben Schütte hat sich auch der zweite Wildeshauser Winterneuzugang, Andreas Lorer, gut eingeführt. „Andreas hat Bock! Er brennt und ist unheimlich abgebrüht vor dem Tor. Jetzt müssen wir ihn nur noch richtig fit kriegen“, sagt Bragula über den 32-Jährigen. Routinier Lorer soll helfen, die Lücke im Angriff zu schließen, die René Tramitzke (beruflich nach Berlin) und Sascha Abraham (SV Höltinghausen) hinterlassen haben. Zumal Lennart Feldhus weiterhin an Rückenproblemen laboriert. „Das bereitet uns Sorgen! Bei Lennart ist zurzeit nicht mal an Lauftraining zu denken“, berichtet Bragula.

Während die Saison für Alexander Kupka nach seiner zweiten Schultereckgelenksprengung gelaufen ist, steht Bastian Stuckenschmidt ab 1. Februar berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung. Dafür kehrt Ole Lehmkuhl nach achtmonatiger Verletzungspause zurück. „Wir müssen ihn ganz behutsam wieder ranführen“, mahnt Bragula. Sein vielseitig verwendbarer Flügelstürmer hatte sich im April 2016 beim 1:2 in Nordhorn einen Kreuzbandriss zugezogen. 

mar

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