Innenverteidiger verschießt Elfmeter

Schütte mit Pech vom Punkt - 0:0 in Bümmerstede

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Solide Leistung in der Defensive, aber ohne Fortune beim Strafstoß: Wildeshausens Thorben Schütte scheiterte am Mittwochabend an Bümmerstedes Torwart Lars Zimmermann.

Wildeshausen - Das war nichts für Fußball-Feinschmecker, aber unterm Strich gewann Marcel Bragula am Mittwochabend dem 0:0 mit „viel Gehacke, Gebolze und hohen Bällen“ bei Bezirksliga-Konkurrent BW Bümmerstede doch noch etwas Positives ab: „Gegen eine richtig gute Truppe hat bei uns hinten die Null gestanden“, lobte der Trainer des VfL Wildeshausen seine kompakte Defensive.

Dass so ein Ergebnis aber ganz schnell in den Hintergrund rücken kann, verdeutlichte ihm das Schicksal von Bümmerstedes spielendem Co-Trainer Rüstem Ersu, der nach gut einer halben Stunde mit einer schweren Knieverletzung per Krankenwagen in die Klinik kam. „Wir alle wünschen ihm, dass er schnell wieder gesund wird“, sagte Bragula mit belegter Stimme: „Das sah schon richtig übel aus.“

Ersu war bei einem alltäglichen Zweikampf mit Wildeshausens Offensivmann Maximilian Seidel im Rasen hängen geblieben und hatte sich das Knie verdreht. Die Partie war eine knappe Viertelstunde bis zum Abtransport des Unglücksraben unterbrochen, für die Halbzeitpause blieben da mangels Flutlichtanlage und dementsprechendem Zeitdruck bis zum Schlusspfiff nur fünf Minuten.

Vor diesem Päuschen hatten die Zuschauer nicht gerade ein Chancen-Festival zu sehen bekommen. Bereits nach vier Minuten musste VfL-Schlussmann Felix Dittrich jedoch sein ganzes Können aufbieten, um einen Kopfball aus fünf Metern zu parieren. Den ersten Schuss aufs Bümmersteder Tor gab Kevin Kari aus 20 Metern ab – allerdings zu unplatziert (13.). Kurz darauf hatte Robin Ramke mit einer Direktabnahme aus zwölf Metern Pech. 

Bei einem weiteren Versuch Ramkes nach Querpass von Maximilian Seidel reagierte Bümmerstedes Torwart Lars Zimmermann stark (26.). In der nächsten Szene standen der vom VfB Oldenburg gekommene Zimmermann und Wildeshausens Neuzugang Ramke erneut im Mittelpunkt, als der Keeper den an ihm bereits vorbei gelaufenen VfL-Offensivmann legte, dafür die Gelbe Karte sah und Schiedsrichter Muhammed Yasin auf den Elfmeterpunkt zeigte. 

Die Ausführung verzögerte sich jedoch wegen Ersus Verletzung – aber Zimmermann stecke den Schock schnell weg, flog in die richtige Ecke und hielt den Strafstoß von Innenverteidiger Thorben Schütte (39.). So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen – auch, weil Bragula die Durchschlagskraft seiner Offensive vermisste: „Da fehlte mir die Körpersprache. In so einem Spiel musst du die Krallen ausfahren, dich reinwerfen. Aber wir haben uns schon im Mittelfeld den Schneid abkaufen lassen.“

Um mehr Zugriff zu bekommen, stellte der VfL-Trainer von einem 4-1-4-1-System auf ein 4-3-3 um. „Von da an hatten wir den Gegner etwas besser unter Kontrolle“, urteilte der 43-Jährige. Doch der zählbare Effekt blieb weiterhin aus. Stattdessen hätte es nach gut einer Stunde 1:0 für die Platzherren stehen können, wenn Wildeshausens Innenverteidiger Marius Krumland nicht noch im letzten Moment auf der Linie gerettet hätte. 

Auf der anderen Seite köpfte Seidel knapp neben den Pfosten (68.), ehe er mit Oberschenkelproblemen vom Platz musste. Die letzte und gleichzeitig beste Wildeshauser Möglichkeit des zweiten Durchgangs vergab Ramke, als er frei vor Zimmermann um Zentimeter zu hoch zielte (78.). „Ab der 80. Minute hat dann Bümmerstede wieder mehr Druck aufgebaut“, erklärte Bragula, sodass er insgesamt mit der Nullnummer zufrieden war: „Dieses Ergebnis kann ich so unterschreiben.“

ck

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