Schütte immer wertvoller

VfL Wildeshausen siegt 5:0 in Rastede

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Thorben Schütte (l.) ebnete mit seinem Strafstoßtor den Weg zum 5:0 in Rastede. 

Wildeshausen - Gerade erst zehn Monate ist es her, seit Thorben Schütte vom TV Munderloh zum VfL Wildeshausen gewechselt ist. „Trotzdem habe ich schon nach so kurzer Zeit das Gefühl, dass Thorben schon jahrelang bei uns spielt“, sagt Marcel Bragula.

Für den Trainer des Fußball-Bezirksligisten ist der 25-Jährige „ein absoluter Glücksgriff, und ich hoffe, dass wir noch lange Freude an ihm haben werden“. Wie wertvoll Innenverteidiger Schütte für die Krandel-Kicker mittlerweile ist, stellte der beim 5:0 (1:0) über den FC Rastede unter Beweis. Obwohl er durch einen Magen-Darm-Infekt geschwächt war, lieferte Schütte im Defensivzentrum eine fehlerfreie Partie. Außerdem übernahm er Verantwortung, als Torjäger René Tramitzke im Strafraum gefoult worden war. Nach Lennart Fleges Fehlschuss bei der Niederlage in Brake schnappte sich diesmal Schütte die Kugel und verwandelte vom Punkt zum wichtigen 1:0 (39.). Weil Flege zur Pause mit Kniebeschwerden in der Kabine blieb, übernahm Schütte im zweiten Abschnitt dessen Rolle als Abwehrchef und erfüllte sie tadellos. „Deshalb war Thorben für mich ganz klar ,Man of the Match‘“, erklärte Bragula.

Dabei wirkte Wildeshausens Übungsleiter ziemlich erleichtert. Denn in Linksverteidiger Lukas Schneider (Oberschenkelverletzung) und Flügelstürmer Michael Eberle (Magen-Darm-Virus) hatte er zwei Leistungsträger ersetzen müssen. Zudem waren Lennart Flege, Maximilian Seidel und Niklas Heinrich angeschlagen in die Partie gegangen. „Die Vorzeichen waren also nicht günstig“, betonte Bragula.

„Bis dahin war das kein gutes Spiel von uns“

Und dann entwickelte sich die erste Halbzeit auch noch so, wie er es befürchtet hatte: „Rastede war sehr robust und hat uns den Schneid abgekauft.“ Obwohl vor dem 1:0 schon Christoph Stolle (16./Kopfball an die Latte) und Seidel (22.) gute Chancen hatten, sei die Pausenführung schmeichelhaft gewesen. „Bis dahin war das kein gutes Spiel von uns. Wir waren nicht aggressiv genug und haben zu wenig Fußball gespielt“, bemängelte Bragula.

Im zweiten Durchgang steigerte sich seine Crew dann erheblich. Nach Ballgewinn von Stolle leitete Seidel die folgende Hereingabe von Ole Lemkuhl mit der Hacke weiter auf Tramitzke, der das 2:0 erzielte (47.). Der elfte Treffer des Wildeshauser Sturmtanks war für Bragula das bislang „schönste Tor der Saison“. Lehmkuhl erhöhte auf 3:0 (69.). Gleich darauf musste der Flügelstürmer mit Knieproblemen vom Feld. Sein Ersatzmann Kevin Kari war kaum auf dem Platz, da markierte er auch schon das 4:0 (70.). Bei Seidels 5:0 (88.) spielten die Gäste bereits in Unterzahl, nachdem Sebastian Bröcker wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen hatte (81.).

Mit dem Platzverweis war Bragula nicht einverstanden – die Entscheidung von Schiedsrichter Leo Mecklenborg (SV Ofenerdiek) erschien ihm viel zu hart. Das Ergebnis fand der VfL-Coach indes „absolut angemessen – mit dem 5:0 war Rastede noch gut bedient“. Der Spitzenreiter hatte zwar kein Offensivfeuerwerk abgebrannt, aber zumindest in der zweiten Hälfte einen absolut überzeugenden Auftritt hingelegt. Außerdem spielte der VfL bereits zum siebten Mal in dieser Saison zu null.

Unterdessen musste sich der SV Brake trotz einer 2:0-Führung gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst mit einem 2:2 begnügen. Dadurch haben die Wildeshauser in der Tabelle jetzt zwei Punkte Vorsprung. „Wenn es der vorletzte Spieltag wäre, hätte ich ein Fläschchen aufgemacht“, nahm Bragula den Patzer des Verfolgers ganz unaufgeregt zur Kenntnis. 

mar

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