Wiefelstede-Spiel birgt für Spitzenreiter VfL Wildeshausen Blamagenpotenzial

Mit Schütte gegen das Schlusslicht

Wieder dabei: Innenverteidiger Thorben Schütte (vorne) steht den VfL Wildeshausen für das Heimspiel gegen den SV Eintracht Wiefelstede zur Verfügung. Foto: Marquart

Wildeshausen – Tabellenerster gegen Schlusslicht: eigentlich eine klare Sache. „Das hat Borussia Dortmund auch gedacht, als sie nach Düsseldorf gefahren sind“, verweist BVB-Fan Marcel Bragula auf die 1:2-Niederlage seines Lieblingsvereins am 16. Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison. Zwar waren die Fortunen vor ihrem Coup gegen den bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiter immerhin Drittletzter, doch was Bragula sagen will, dürfte klar sein: „Manchmal ist der Teufel ein Eichhörnchen“, warnt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen vor dem ersten Heimspiel des Jahres 2019 gegen den SV Eintracht Wiefelstede (Sonntag, 15 Uhr).

Klassenprimus Wildeshausen hatte seine Titelambitionen am vergangenen Sonntag mit dem schneidigen 4:1 beim Tabellendritten WSC Frisia Wilhelmshaven eindrucksvoll untermauert. Doch noch auf dem Platz bläute Bragula seiner Crew ein, nicht abzuheben und „weiter konzentriert die Hausaufgaben zu machen“. Dabei erinnerte er seine Spieler auch an die 1:3-Niederlage beim Tabellendreizehnten TuS Eversten im November.

Die Partie gegen die Eintracht aus Wiefelstede birgt nämlich ähnliches Blamagenpotenzial. Mit lediglich vier Punkten bei nur einem Sieg (2:0 gegen Eversten) haben die Ammerländer bereits zehn Zählern Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. Allerdings war das Team von Trainer Mario Anderer in der Herbstserie auch vom Verletzungspech verfolgt und verlor in der Winterpause in Angreifer Nicolas Heibült (drei Saisontreffer) auch noch seinen zweitbesten Torschützen an den Ligarivalen SV Wilhelmshaven. Dennoch ließ Wiefelstede durch starke Leistungen in den letzten beiden Testspielen gegen den Landesligisten SV Brake (0:2) und den Bezirksligisten SV Frisia Loga (2:3) aufhorchen.

Im Krandel geht es für die Gäste nun erstmals in diesem Jahr um Punkte. „Wir müssen absolut fokussiert sein und dürfen den Gegner nicht unterschätzen“, fordert Bragula. Defensiv soll seine Mannschaft da weitermachen, wo sie in den Testspielen und bei Frisia aufgehört hat. „Offensiv müssen wir uns aber verbessern“, verlangt der VfL-Coach.

Beim 4:0 im Hinspiel lösten die Krandel-Kicker die Pflichtaufgabe souverän. „Das war ein Spiel auf ein Tor. Wir hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, haben nichts zugelassen und am Ende standesgemäß gewonnen“, erinnert sich Bragula. Wiederholung ausdrücklich erwünscht. Allerdings gibt es einen kleinen Unterschied zum ersten Aufeinandertreffen im September: „Damals sind wir mit voller Kapelle angetreten“, erläutert Bragula. Diesmal steht er wie in der Vorwoche erneut vor einer personellen Herausforderung. „Bis jetzt haben wir das gut gemeistert. Ich hoffe, dass das nicht zum Problem wird“, meint der 44-Jährige. Zwar kann er wieder auf den zuletzt beruflich verhinderten Innenverteidiger Thorben Schütte zurückgreifen. Dafür fällt nun Defensivmann Niklas Heinrich mit einem Bänderriss im Sprunggelenk für mehrere Wochen aus. Auch bei Angreifer Maximilian Seidel sieht es nicht gut aus. „Alles andere bleibt offen“, verweist Bragula auf diverse Fragezeichen bei seinem Aufgebot.  mar

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