HVN/BHV-Pokal

TV Neerstedt gegen Wilhelmshavener HV II Favorit

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Nachwuchskeeper Kevin Pecht erhält im Pokalspiel eine Bewährungschance.

Neerstedt - Björn Wolken weiß, wie es sich anfühlt, den „Pott“ in die Höhe zu recken. In der Saison 2014/2015 gewann er als Spieler mit dem Handball-Oberligisten TV Neerstedt den HVN/BHV-Pokal. „Das war sehr schön“, erinnert sich der 35-Jährige. Inzwischen ist er Trainer und sieht an diesem Wettbewerb eher negative Aspekte. „Ich verstehe den Modus nicht. In der zweiten Runde gibt es zwei Gruppen, der Rest sind Einzelspiele. Dabei sind noch genug Mannschaften drin. Man hätte also wieder ein Event machen können“, moniert Wolken. Stattdessen kämpft er mit seiner Crew an diesem Sonnabend, 15 Uhr, beim Verbandsligisten Wilhelmshavener HV II um den Einzug in Runde drei.

„Wir sind definitiv in der Favoritenrolle. Die Jungs, die spielen, sollen Vollgas geben“, betont Wolken. Gleichwohl kündigt der gebürtige Wilhelmshavener an, mehreren stark beanspruchten Stammkräften eine Pause geben zu wollen. Stattdessen sollen jene Akteure Einsatzzeit erhalten, die bislang nicht so oft zum Zuge gekommen waren. So darf Shooter Eike Kolpack seine lädierte Schulter und das Sprunggelenk schonen. Anstelle von Hendrik Legler steht Nachwuchskeeper Kevin Pecht zwischen den Pfosten. Rechtsaußen wird René Achilles für Marcel Reuter auflaufen. Am Kreis kann sich Julian Hoffmann beweisen. Auch Jan Ole Harting und Paul Schröder dürfen sich viele Spielanteile ausrechnen. „Sie haben die Chance sich zu zeigen – dafür haben wir einen großen Kader“, meint Wolken.

Fokus auf der Liga - keine spezielle Pokal-Vorbereitung

Auch wenn Kyan Petersen nach seiner Schultereckgelenksprengung auf einem guten Weg ist, kommt ein Einsatz gegen die WHV-Reserve für den Linkshänder zu früh. „Kyan will nächste Woche wieder ins Training einsteigen“, erläutert Wolken. Auch der verhinderte Marcel Kasper steht ihm an der Jade nicht zur Verfügung.

Die beiden spielfreien Wochen nach dem überraschenden 28:27-Erfolg beim TV Cloppenburg haben die Grün-Weißen intensiv genutzt. „Wir haben voll durchtrainiert“, berichtet Wolken. Denn gedanklich ist der Coach „schon einen Step weiter“. Sein Fokus liegt bereits auf dem Heimspiel gegen den TV Bissendorf-Holte (Sonnabend, 21. Oktober, 20 Uhr). „Da müssen mir nachlegen, sonst ist der Sieg gegen Cloppenburg wertlos.“ Aus diesem Grund hat er auch „für das Pokalspiel nichts Spezielles“ üben lassen.

Wilhelmshaven diese Saison noch ungeschlagen

Ungewiss ist, mit welcher Motivation die Gastgeber die Partie angehen werden. Denn bereits am Sonntag, 15 Uhr, kämpft das Team von Trainer Rico Bonath gegen die SG Neuenhaus/Uelsen wieder um Verbandsliga-Punkte. Obwohl der Wilhelmshavener Zweitliga-Unterbau in dieser Saison noch ungeschlagen ist, belegt er nach einem Sieg und drei Unentschieden nur den siebten Tabellenplatz.

Bester WHV-Werfer ist Jonas Koch mit 28 Saisontreffern. Gleich dahinter folgt Christoph Groß, der das Runde bislang 23 Mal im Eckigen untergebracht hat. Rückraumspieler Groß hat eine (wenn auch nur sehr kurze) Neerstedter Vergangenheit: Im Frühjahr 2016 als Neuzugang vorgestellt, machte er kurz vor dem Saisonstart einen Rückzieher und blieb in Wilhelmshaven. „Die Art und Weise war nicht besonders toll, aber für mich ist das abgehakt. Trotzdem hoffe ich, dass die Jungs Christoph zeigen, was er verpasst hat – das Zeug Oberliga zu spielen hat er“, sagt Wolken. Nicht umsonst gehört der 22-jährige Groß auch zum erweiterten WHV-Zweitligakader.

mar

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