START IN DIE SAISON Youngsters müssen sich an Oberliga-Niveau herantasten

Schröder-Brockshus wirbt um Geduld

Neu im Neerstedter Oberliga-Aufgebot: Nachwuchsakteurin Alina Windhorst.
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Neu im Neerstedter Oberliga-Aufgebot: Nachwuchsakteurin Alina Windhorst.

Neerstedt – Mehr als 17 Monate liegt der letzte Sieg des TV Neerstedt inzwischen zurück. Am drittletzten Oberliga-Spieltag der Saison 2018/2019 jubelten die Handballerinnen aus der Gemeinde Dötlingen über ein 26:25 gegen den TV Dinklage. Die vergangene Spielzeit war dann zum Vergessen: Bescheidene zwei Zähler standen beim Abbruch auf der Habenseite. Schlussendlich wurden die Grün-Weißen zu einem Coronagewinner: Weil es keine Absteiger gab, war der TV Neerstedt noch einmal mit einem kräftigen Veilchen davongekommen.

„Möglichst viele Spiele gewinnen und die Klasse halten“, umreißt Cordula Schröder-Brockshus die Ziele für die kommende Serie. Gemeinsam mit Co-Trainer Andrej Kunz bildet die 28-Jährige das neue Trainerduo. Sie würden sich gut ergänzen, betont Cordula Schröder-Brockshus. „Ich selbst bin recht akribisch, was Laufwege und saubere Passtechniken angeht. Andrej bringt als Mittelmann ein hohes taktisches Verständnis mit“, erläutert die Nachfolgerin von Maik Haverkamp.

Veränderungen gab es nicht nur auf der Trainerbank. Auch beim spielenden Personal hat sich einiges getan. Drei Abgängen stehen sieben Neuzugänge gegenüber. „Wir sind breiter aufgestellt. Viele Spielerinnen werden sich aber erst noch an das Oberliga-Niveau herantasten müssen“, schränkt Cordula Schröder-Brockshus ein. Von den Youngsters seien keine Wunderdinge zu erwarten, wirbt Cordula Schröder-Brockshus um Geduld.

Auf der Spielmacherposition soll die junge Jette Weiland (Jahrgang 2002) in die Fußstapfen von Agnieszka Blacha schlüpfen, die in der kommenden Serie für den Ligarivalen SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn auflaufen wird. Jette Weiland ist ebenso wie Miriam Müsch vom VfL Oldenburg nach Neerstedt gekommen. Mit Linkshänderin Leonie Voigt sowie Anna Rippe, Alina Windhorst und Antonia Kallifidas rückt ein Quartett aus der eigenen A-Jugend auf. Neuzugang Nummer sieben ist Karen Tapkenhinrichs. „Mit ihrer Erfahrung aus der dritten. Liga wird Karen uns weiterhelfen“, freut sich Cordula Schröder-Brockshus über die Zusage der erfahrenen Torfrau. Zuletzt war Karen Tapkenhinrichs Torwarttrainerin beim Drittligisten VfL Oldenburg II. Neben Agnieszka Blacha gehören Ria Schnitger und Fenna van Dreumel nicht mehr zum Kader. Schnitger legt eine Handballpause ein, van Dreumel droht verletzungsbedingt sogar das Karriereende.

„Top motiviert“ habe sich ihre Mannschaft während der Vorbereitung präsentiert, sagt Cordula Schröder-Brockshus. Ihre Crew wurde vom Verband in die Oberliga West eingruppiert. Insgesamt gibt es in dieser Saison drei statt wie bisher zwei Staffeln. Die Teams auf den Plätzen eins und zwei ermitteln am Ende der Spielzeit in einer Relegation zwei Aufsteiger in die dritte Liga, Regelabsteiger sind die jeweils Letzten. Weitere Absteiger spielen die Mannschaften auf den beiden Plätzen davor aus.

Zum Auftakt kommt an diesem Sonnabend, 3. Oktober, 17 Uhr, die HSG Hude/Falkenburg zum Derby nach Neerstedt. Verzichten müssen Cordula Schröder-Brockshus und Andrej Kunz auf Nadja Albes. Die beste Torschützin der Vorsaison (113 Treffer) muss mit einer Meniskusverletzung passen. „Nadjas Ausfall ist natürlich bitter. Ich sehe nur eine minimale Chance, aber die wollen wir nutzen“, erklärt Cordula Schröder-Brockshus.

Von Jürgen Prütt

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