Schraubt Torjäger Tramitzke weiter an Traumquote?

VfL Wildeshausen will auch in Wiefelstede punkten

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Neunmal hat René Tramitzke (2.v.l.) in der laufenden Bezirksliga-Saison bereits getroffen. Damit führt Wildeshausens Sturmtank die Torjägerliste vor Andre Jädtke an. Der Braker war bislang siebenmal erfolgreich.

Wildeshausen - René Tramitzke ist derzeit in bestechender Form. Neun Treffer hat der Torjäger des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen in den bisherigen sechs Saisonspielen schon erzielt. Dabei stand der Sturmtank nur 351 von maximal möglichen 540 Einsatzminuten auf dem Platz.

Im Schnitt ließ der 24-Jährige also alle 39 Minuten die gegnerischen Netze zappeln – eine Traumquote! Kein Wunder also, dass Marcel Bragula seinem Angreifer für die Auswärtspartie beim SV Eintracht Wiefelstede (Sonntag, 15 Uhr) so etwas wie eine Startelfgarantie gibt. „Ich gehe fest davon aus, dass René anfangen wird“, sagt der VfL-Coach.

Zum jüngsten 4:0-Erfolg über den SV Baris steuerte Tramitzke zwei Buden bei, darunter das so wichtige 1:0. Es war in der laufenden Serie bereits sein dritter Doppelpack, denn auch gegen den VfL Stenum (3:1) und beim WSC Frisia Wilhelmshaven (3:0) netzte er jeweils zweifach. Und beim 8:1 über den FC RW Sande langte er sogar dreimal zu. „Bei einem Stürmer steigt das Selbstvertrauen mit jedem Tor“, sagt Bragula.

„Trotz seiner Wucht technisch versiert“

Gemeinsam mit Maximilian Seidel, der es ebenfalls auf sieben Treffer brachte, war Tramitzke auch in der vergangenen Landesliga-Saison bester Wildeshauser Schütze. Trotzdem kamen seine Knipserqualitäten nicht so gut zur Geltung. „Da haben wir auch tiefer gestanden, und René fehlte das Tempo auf dem Weg zum Tor“, erläutert Bragula. Deshalb glänzte sein Stürmer hauptsächlich dadurch, indem er Bälle festmachte. „Das kann er. Außerdem darf man nicht vergessen, dass er trotz seiner Wucht technisch versiert ist“, lobt Bragula. Darüber hinaus sei Tramitzke auch menschlich „ein Pfundskerl“.

Dennoch scheute sich der Übungsleiter nicht, seinen Goalgetter beim SV Wilhelmshaven zunächst auf die Bank zu setzen und den flinken Seidel als einzige Sturmspitze aufzubieten. „Da ist René der Taktik zum Opfer gefallen. Aber so falsch können wir damit nicht gelegen haben“, sagt Bragula mit Blick auf das schneidige 4:0. Gegen die Eintracht ist jetzt jedoch wieder Tramitzkes körperliche Robustheit gefragt. „Wiefelstede ist schwer zu bespielen. Gerade zu Hause kämpfen sie um jeden Meter“, erklärt Bragula. Die Ammerländer gehören zum Inventar der Bezirksliga. „Ein sympathischer Verein“, urteilt Bragula. Besonders Teammanager Wolfgang Gerve „investiert viel Herzblut“.

„Natürlich sind wir Favorit“

Seit ihrem Aufstieg im Jahr 2009 kam die Eintracht in der Endabrechnung jedoch nie über Platz elf hinaus. Aktuell belegte die Crew des Trainertrios Mario Anderer/Marcel Kayser/Ingo Peters mit vier Punkten Abstiegsrang 14. Dabei hatte die Saison für die Wiefelsteder mit dem 1:0 gegen den SV Wilhelmshaven gut begonnen. Anschließend machten sie gegen den SV Baris aus einem 0:3-Rückstand noch ein 3:3. Dann aber folgten fünf Niederlagen, zuletzt ein 0:3 beim VfB Oldenburg II. „Ich hab sie bis dato nicht gesehen, aber natürlich sind wir Favorit und wollen weiter punkten“, betont Bragula.

Der Trainer des Tabellenzweiten freut sich außerdem auf das Wiedersehen mit dem früheren Wildeshauser Julian Hellbusch. „Julian ist ein feiner Kerl und ein guter Fußballer. Er ist torgefährlich, kann vorne und im rechten Mittelfeld spielen“, erinnert sich Bragula gern an die gemeinsame Zeit bei der VfL-Reserve zurück. Der 27-jährige Hellbusch erzielte einen von bislang acht Wiefelsteder Saisontreffern.

Bei den Krandel-Kickern hat sich die Personalsituation inzwischen wieder entspannt. Größte Sorgenkinder sind Kevin Kari (Schmerzen an der Achillessehne) und Sebastian Bröcker (Sprunggelenkprobleme). „Aber außen haben wir Alternativen“, sagt Bragula und verweist auf Ole Lehmkuhl und Timo Höfken. Nicht zu vergessen Andreas Kari, dem nach seiner Einwechslung gegen den SV Baris ein Treffer und eine Vorlage gelungen waren. 

mar

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