Zwei Eberle-Tore zum 2:0 reichen nicht zum Sieg – 2:2

Schouwer schockt Wildeshausen spät

Der Schuss zum 2:0: Wildeshausens Michael Eberle (r.) setzt sich gegen Marc Steinheuser durch und trifft. Am Ende reichte es für ihn und den VfL aber nur zum 2:2.
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Der Schuss zum 2:0: Wildeshausens Michael Eberle (r.) setzt sich gegen Marc Steinheuser durch und trifft. Am Ende reichte es für ihn und den VfL aber nur zum 2:2.

Wildeshausen – Schiedsrichter Donik Ibrahimi pfiff nur kurz wieder an – und zwei Sekunden später wieder ab. Fast zeitgleich ließ sich die Hälfte der Fußballer vom VfL Wildeshausen frustriert auf den Rasen des Krandelstadions fallen. Nach einer 2:0-Führung hatten sie am Sonntag zum dritten Mal in dieser Landesliga-Saison den Sieg aus der Hand gegeben.

Trainer Bragula: „Fantastische zweite Halbzeit gespielt“

Diesmal in der dritten Minute der Nachspielzeit, weil Tim Schouwer nach einer Rechtsflanke von Tom Drews eine Kopfball-Bogenlampe aus sieben Metern zum 2:2 (0:0) für den SV GW Firrel hinter VfL-Schlussmann Janne-Ole Kay unterbrachte. „Das belastet den Kopf“, gestand VfL-Trainer Marcel Bragula, „aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir gehen personell auf dem Zahnfleisch, hatten eine miese Trainingswoche – und haben trotzdem eine fantastische zweite Halbzeit gespielt.“

Robin Ramke früh verletzt

Vor der Pause hätte sein Team vor 180 Zuschauern allerdings auch zurückliegen können. In der ersten Viertelstunde kam der VfL zu keiner Torraum-Szene, Firrel hingegen schon – durch Rene Otto, der die Kugel von halblinks ans Lattenkreuz nagelte (9.). Der erste Wildeshauser Abschluss datierte aus Minute 15 – durch Kevin Radke aus 17 Metern (vorbei). Gefährlicher agierten die Ostfriesen – etwa durch einen knapp zu hoch angesetzten Kopfball von Aleksandar Radenkovic (25.). Zu dieser Zeit hatte Bragula seinen bereits angeschlagen in die Partie gegangenen Mittelfeldakteur Robin Ramke wegen einer Zerrung auswechseln müssen, für ihn kam Jan Stubbmann. Doch auch der Ex-Ottersberger enttäuschte nicht und kreierte einige Offensivaktionen.

Vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden gegen diese spielstarke Mannschaft sofort unterschrieben. Aber vielleicht haben wir uns am Ende zu schülerhaft angestellt.

Wildeshausens Trainer Marcel Bragula zum späten 2:2

Ebenso wie Luca Abel. Der hätte nach einer halben Stunde zur Führung treffen müssen, als er Firrels Keeper Rene Carstens schon überlaufen hatte – aber Marc Steinheuser klärte in letzten Moment. Im Gegenzug vergab Otto die nächste Gäste-Möglichkeit, als er ebenso vorbei zielte wie Reinhard Grotlüschen Sekunden vor dem Pausenpfiff.

Nach dem Wechsel zeigten die Wildeshauser ein anderes Gesicht und investierten mehr. Michael Eberle hatte bei einem zu kurzen Pass von Keeper Carstens den Braten gerochen, schnappte sich den Ball, bediente von links Abel – doch der zielte knapp daneben (50.). Bei einer weiteren Eberle-Flanke stand Mattes Hehr im Abseits (56.).

VfL Wildeshausen - SV GW Firrel 2:2 (0:0)

 VfL Wildeshausen: Kay - Rothe, Krumland, Nakelski, Ramke (24. Stubbmann), Hehr, Abel (90.+3 Glück), Radke, Eberle (89. Berger), Kupka (56. Tramitzke), Ostendorf – SV GW Firrel: Carstens - Schouwer, Steineuser, Radenkovic (76. Löschen), Otto (69. Bruns), Vietor, Ralf Grotlüschen, Reinhard Grotlüschen, Schmidt, El Ghamarti, Drews - Tore: 1:0 (61.) Michael Eberle, 2:0 (81.) Michael Eberle, 2:1 (82.) Reinhard Grotlüschen, 2:2 (90.+3) Tim Schouwer - Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Fyonn Rothe (88.) wegen wiederholten Foulspiels.

Also versuchte es Eberle in der nächsten Aktion selbst, hielt von der linken Strafraumkante einfach mal drauf – und sein 17-Meter-Hammer schlug zum 1:0 im langen Eck ein (61.)! Der Treffer gab Sicherheit, Abel zwang Carstens mit einem scharfen Schuss zur Faustabwehr (67.), der mannschaftsdienlich ackernde Stubbmann scheiterte ebenfalls an Firrels Torhüter (70.). Auf der anderen Seite rettete VfL-Schlussmann Janne-Ole Kay per Fußabwehr gegen Mirko Bruns (73.). Doch dann schlug Eberle von der Strafraumgrenze erneut zu, als er eine Rechtsflanke von Stubbmann zum 2:0 in die Maschen knallte (81.). „Michi ist für mich Man of the Match“, urteilte Bragula treffend. Dass es trotzdem spannend blieb, lag an Firrels Reinhard Grotlüschen, der fast im Gegenzug drei Wildeshauser stehen ließ und nach einem Doppelpass aus kurzer Distanz per Schuss unter den Querbalken zum Anschluss traf (82.).

Am Ende stemmte sich der VfL zu zehnt gegen den Ausgleich, weil Rechtsverteidiger Fyonn Rothe wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah (88.). Doch in der vierten Minute der Nachspielzeit schlug Firrels Kapitän Schouwer zu.

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