Handball-Oberligist besiegt Achim/Baden 35:24 und legt den „Fluch“ ab / Abwehr überragend

TVN schockt den Spitzenreiter

Den ausgelassenen Jubel hatten sich die Neerstedter nach dem 35:24-Coup gegen Achim/Baden verdient.

Wildeshausen - Von Michael HillerNEERSTEDT · Der Bann ist gebrochen – und das mit einem niemals für möglich gehaltenen Ergebnis: Handball-Oberligist TV Neerstedt düpierte gestern Abend vor 350 begeisterten Zuschauern in eigener Halle den Tabellenführer SG Achim/Baden mit 35:24 (18:14), revanchierte sich damit für die zahlreichen klaren Niederlagen der Vergangenheit und machte gleichzeitig seinem Rechtsaußen Bastian Carsten-Frerichs das wohl schönste Geschenk zu seinem 23. Geburtstag.

Während Cord Katz, Kreisläufer der SG Achim/Baden, den Auftritt seiner Mannschaft „einfach nur peinlich“ fand, war Trainer Irek Faciejew restlos bedient: „Wir haben heute alles falsch gemacht, was möglich war“, schüttelte er den Kopf, lobte aber gleichzeitig den TV Neerstedt für seine fulminante Leistung: „Neerstedt hat eine perfekte Deckung gespielt, der Torhüter hat sensationell gehalten und damit das Spiel gewonnen. Außerdem waren die Neerstedter bereit, den Kampf anzunehmen. Genau diese Bereitschaft habe ich bei uns vermisst“, klagte Faciejew.

Eitel Sonnenschein regierte dafür im Lager der Neerstedter, die so lange auf diesen Moment gewartet hatten und nach dem Schlusspfiff ausgelassen den ersten Sieg gegen Achim/Baden feierten. Trainer Dag Rieken lobte seine Jungs vollkommen zurecht über den grünen Klee: „Wir waren engagiert, haben gekämpft und uns im Angriff viel zugetraut. In der Abwehr ist unsere Taktik super aufgegangen. Und wir haben gesehen, wie wichtig ein erstklassiger Keeper ist.“

Tatsächlich war das Duell der Torhüter gestern Abend ein ganz richtungsweisendes: Während Neerstedts Keeper Maik Haverkamp zu Höchstform auflief, bekamen auf der anderen Seite weder Ole Prehn noch Arne von Seelen eine Hand an den Ball. Dass Haverkamp aber bei elf Siebenmetern nur zwei Mal hinter sich greifen musste, war für manch einen Zuschauer schier unglaublich. Allerdings überboten sich die Gäste geradezu beim Verballern von der Siebenmeterlinie. Irek Faciejew: „Das habe ich noch nicht erlebt, aber es passte heute bei unserer Leistung ins Bild.“

Schon in der ersten Halbzeit zeichnete sich der Neerstedter Sieg ab. Zwar lagen die Gäste zu Beginn mit 5:3 in Führung (9.), doch bereits zu diesem Zeitpunkt sollte sich zeigen, dass die 5:1-Abwehr der Neerstedter mit Bastian Carsten-Frerichs als Positionsverteidiger genau die richtige Taktik war, um den Angriff des Tabellenführers zu stoppen. Mit einem Doppelpack warf Tim Schulenberg die Gastgeber nach vorne (7:5/13.), Thomas Schützmann und Schulenberg per Siebenmeter erhöhten wenig später auf 12:6 (20.). Auch die Neerstedter Fans spürten, dass der Favorit dieses Mal fällig war.

Bei 16:13 (29.) kamen die Gäste letztmalig dank Roman Döhling auf drei Tore heran, danach wurde das Spiel zu einer Neerstedter Gala. Den Grundstein legte die Deckung, die nach Wiederanpfiff bis zur 40. Minute trotz mehrminütiger Unterzahl nur zwei Tore zuließ und somit eine 23:16-Führung ermöglichte. Als Abwehrchef Malte Grotelüschen auf 29:20 (52.) erhöhte, waren die Neerstedter Schultern bereits so breit, dass der Rest zur Formsache wurde.

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