Generalprobe gelungen: VfL Wildeshausen gewinnt letztes Testspiel mit 9:1

Schneider und Seidel schon gut in Form

Zweifacher Torschütze: Wildeshausens Angreifer Lennart Feldhus (l.). Foto: Marquart

Ganderkesee - Von Sven Marquart. Fußball ist ein Ergebnissport. Doch in diesem Fall war das Resultat für Patrick Meyer zweitrangig. Dem Co-Trainer des Landesligisten VfL Wildeshausen war nach dem 9:1 (6:1)-Testspielerfolg beim Kreisligisten TSV Ganderkesee etwas anderes wichtiger. „Die Generalprobe ist gelungen“, sagte der 30-Jährige mit Blick auf den bevorstehenden Punktspielauftakt beim SV Union Lohne.

Meyer hatte zu Beginn jene Formation aufs Feld geschickt, die größtenteils in dieser Zusammensetzung auch am Sonntag, 14 Uhr, in der Grafschaft Bentheim auflaufen dürfte. Anstelle von Sebastian Pundsack wird dann aber wohl der am Dienstag noch kränkelnde David Lohmann das Tor hüten. Der privat verhinderte Alexander Dreher wird wieder den rechten Außenposten in der Viererkette einnehmen. Und auch Kurzurlauber Niklas Heinrich gilt nach seiner starken Vorbereitung als sicherer Startelfkandidat im defensiven Mittelfeld. „Es gibt nicht mehr viele Geheimnisse. Es geht allenfalls noch um Kleinigkeiten“, bestätigte Meyer. So ist bereits jetzt klar, dass Kapitän Lukas Schneider und Youngster Mika Ostendorf in Lohne das Innenverteidigerpärchen bilden werden, weil Marius Krumland (Gelb-Rot-Sperre) und Thorben Schütte (privat verhindert) nicht zur Verfügung stehen.

Beim Tabellenletzten erwartet die Krandel-Kicker aber mit Sicherheit ein ganz anderes Spiel als auf dem neuen Kunstrasen am Immerweg. „Lohne wird vorne draufgehen und Druck machen“, vermutet Meyer. So wie seine Crew im Duell mit dem Kreisliga-Siebten, der zunächst völlig überraschend mit 1:0 in Führung gegangen war: Torben Findeisen durfte im Strafraum ungehindert abziehen, und der Ball schlug unerreichbar für Pundsack neben dem Pfosten ein (8.).

Doch die Kreisstädter zeigten sich unbeeindruckt. Nach einer guten Kombination konnte TSV-Keeper Marvin Ksiezyk den Schuss von Michael Eberle mit einer Flugeinlage zur Ecke abwehren (11.). Doch beim 1:1 durch Lennart Feldhus nach Linksflanke von Eberle war Ksiezyk dann machtlos (15.). Nach dem Anstoß ging der VfL direkt ins Pressing und eroberte den Ball. Von der Strafraumgrenze erzielte Maximilian Seidel das 2:1 für den Favoriten (16.). In Koproduktion zweier Ex-Ganderkeseer legte Robin Ramke nach erneuter Linksflanke von Eberle direkt das 3:1 nach (18.). Das 4:1 erzielte Eberle dann selbst, indem er nach einem Pfostentreffer von Ramke den Abpraller verwertete (31.). Am Ende eines schönen Spielzugs über Ramke und Ole Lehmkuhl musste Feldhus nur noch den Fuß zum 5:1 hinhalten (34.). Unmittelbar vor der Pause bugsierte Jan Lehmkuhl einen Eckstoß von Christopher Kant volley zum 6:1 in die Maschen (45.).

Im zweiten Abschnitt nahmen die Wildeshauser dann etwas das Tempo heraus. Trotzdem erhöhten Kant per 18-Meter-Linksschuss (50.) und der eingewechselte A-Junior Daniel Wollenberg in Torjägermanier (74.) auf 8:1. Für die Schlussphase stellte Meyer dann vom 4-4-2-System auf eine 4-3-3-Formation um, in der Jan Lehmkuhl und Angreifer Seidel vor dem ungewohnt offensivfreudigen Sechser Alexander Kupka die Achterpositionen einnahmen. Seidel ließ kurz vor Schluss drei Gegenspieler aussteigen und markierte schließlich den 9:1-Endstand (89.). Der 25-Jährige bestätigte wie auch Schneider seine gute Form.

Trotz des klaren Sieges war Meyer nicht völlig zufrieden. „Ein bis zwei Sachen“ hatten dem B-Lizenzinhaber nicht gefallen. „Wir hätten energischer auf die Gegenspieler zugehen müssen, um sie zu einer Reaktion zu zwingen. So musste Ganderkesee nicht viel machen und nur von rechts nach links verschieben. Außerdem sind wir etwas zu viel mit dem Ball gelaufen.“

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