Schneider aus München zurück / Gusfeld-Ordemann kommt vom Habenhauser FV

Bragula erhält wertvolle Abwehr-Alternativen

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In dieser Szene aus der Vorsaison noch Gegner, jetzt Teamkollegen: Maximilian Seidel (l.) und Jan Gusfeld-Ordemann.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. „München ist eine schöne Stadt. Man kann viel machen, viel sehen. Aber jetzt ist es schön, wieder in die Heimat zu kommen“, sagt Lukas Schneider. Der Wildeshauser hatte die Wittekindstadt im August verlassen, um im Rahmen seines Studiums ein Praktikum in der bayerischen Landeshauptstadt zu absolvieren. In wenigen Tagen ist dieses Kapitel Geschichte.

Um sich fit zu halten, kickte der ehemalige Linksverteidiger des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen in den vergangenen Monaten beim Kreisligisten FC Hertha München. Und das recht erfolgreich: Hertha ist bei einer weniger ausgetragenen Partie Tabellendritter. „Die Jungs stehen gut da – ich denke, dass sie am Ende zu den Aufsteigern gehören“, meint Lukas Schneider. Er selbst ist nach einer „coolen Zeit“ mittlerweile kein Herthaner mehr – seinen Spielerpass hat er inzwischen wieder beim VfL Wildeshausen abgegeben.

Er habe zwar auch andere Angebote gehabt, berichtet der 23-Jährige. Letztlich kam für ihn aber nur die Rückkehr zu seinem Stammverein infrage. „Wildeshausen ist eben Wildeshausen“, sagt er und lacht.

Allein schon, weil Lukas Schneider ein Eigengewächs sei und deshalb eine hohe Identifikation mit dem Verein habe, sei die Rückkehr des Linksfußes „eine ganz, ganz wichtige Personalie“, freut sich VfL-Trainer Marcel Bragula. Schneider ist zudem flexibel einsetzbar, kann sowohl innen als auch links verteidigen, aber auch im linken Mittelfeld spielen. Dynamik, Zweikampfverhalten und Flankenläufe zählt Bragula als Schneiders Stärken auf. „Und natürlich sein Charakter.“

Deshalb ließ der VfLCoach Lukas Schneider im Sommer nur ungern ziehen. Damals bekam er außerdem noch eine weitere Absage. „Es hat wegen des Studiums nicht gepasst“, erläutert Jan Gusfeld-Ordemann. Der Innenverteidiger, ebenfalls Linksfuß, wechselte stattdessen vom Bezirksligisten Ahlhorner SV zum Habenhauser FV. Beim Tabellenneunten der Bremen-Liga entwickelte sich der 24-Jährige schnell zum Stammspieler.

Inzwischen wohnt Jan Gusfeld-Ordemann wieder in Hatten – damit stand einem Wechsel in den Krandel nichts mehr im Wege. „Das ist jetzt einfacher zu managen“, sagt der Abwehrspieler. Mit seinen 1,97 Metern ist er nicht nur kopfballstark, sondern kann darüber hinaus mit gutem Stellungsspiel und beim Spielaufbau punkten. „Jan ist eine absolute Verstärkung“, bekräftigt Marcel Bragula, der nun zwei wertvolle Alternativen in der vorher etwas schmal besetzten Defensivabteilung besitzt.

Von seinen neuen Mitspielern sei er „herzlich aufgenommen“ worden, erzählt Jan Gusfeld-Ordemann. „Im Traning wird hochkonzentriert gearbeitet, aber auch mal ein Späßchen gemacht.“ Mit einer guten Vorbereitung auf die Rückrunde sei im Titelkampf mit dem SV Atlas „noch alles möglich“. Dass der Tabellenzweite das nötige Potenzial hat, weiß auch Lukas Schneider. Schließlich hat der Wahl-Münchner schon während seines Heimaturlaubs bei seinen neuen/alten Kollegen mittrainiert.

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