Torjäger des VfL Wildeshausen holt sich in der zweiten Mannschaft Spielpraxis

Schmale bei Bragula gesetzt

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Kai Schmale (l.) will in der neuen Saison nochmal voll angreifen. ·

Wildeshausen - Es war ein schleichender Prozess. Die Schmerzen im Knie wurden immer schlimmer. Im Mai 2012 nach dem Spiel beim TuS Eversten ging dann gar nichts mehr. „Sie haben mich in die Röhre gesteckt“, berichtet Kai Schmale. Diagnose: Knorpelschaden, ein halbes Jahr Spielverbot – für einen Vollblutfußballer wie ihn unerträglich.

Um eine Operation kam der Stürmer des Bezirksligisten VfL Wildeshausen zwar herum, dafür musste er sich durch die Reha quälen. „Das ging alles über Muskelaufbau“, erzählt Kai Schmale. Der Lohn für die Schufterei: Im Oktober vergangenen Jahres durfte er wieder anfangen zu kicken. In der Zwischenzeit hatte Rene Tramitzke dem einstigen Torschützen vom Dienst aber den Rang abgelaufen. „Rene gönne ich das. Er ist jung und ehrgeizig – gib ihm noch zwei Jahre, dann schießt er noch mehr Tore als ich“, sagt Kai Schmale.

Er selbst will es aber auch noch mal wissen. Um richtig fit zu werden und Spielpraxis zu bekommen, wird er in der neuen Saison für die Kreisliga-Mannschaft auflaufen. „30 ist ja auch noch kein Alter, um aufzuhören“, findet Klaus Ebel. Der Trainer des Bezirksliga-Teams weiß, wie wertvoll ein Schmale in Bestform ist. Das stellte der Angreifer bereits beim Saisonfinale in Wiefelstede unter Beweis, als er unmittelbar nach seiner Einwechslung per Foul elfmeter eiskalt das (letztlich wertlose) 1:0 erzielte. Ohne Bedenken würde ihn Klaus Ebel jederzeit wieder in den Kader holen: „Wenn er 15 Tore für die Zweite geschossen hat, gucken wir mal weiter . . .“

Kai Schmale selbst hat sich keine Tormarke gesetzt. „Zunächst einmal bin ich froh, dass ich wieder kicken kann – da ist es egal, ob in der ersten, zweiten oder dritten Mannschaft“, bekräftigt er. Für die Reserve gehe es in erster Linie darum, so viele Partien wie möglich zu gewinnen und schnellstmöglich den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen.

Die gewünschte Spielpraxis wird Kai Schmale garantiert erhalten. „Er ist bei mir gesetzt“, bestätigt Marcel Bragula. Der Coach des VfL Wildeshausen II betont aber auch: „Bei mir genießt kein Spieler Denkmalschutz.“ Doch davon sei Schmale weit entfernt, schließlich lebe er als „VfL-Institution“ alle Fußballertugenden vor. Allerdings plant Bragula mit seinem Neuzugang nicht als Stoßstürmer, sondern als Benjamin-Bohrer-Ersatz: „Auch wenn Kai nicht der klassische Zehner ist. Er interpretiert die Position mehr als hängende Spitze.“ · mar

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