VfL Wildeshausen spielt beim 1:3 in Emlichheim zumindest zwei Sätze ordentlich

Schlusslicht ärgert Titelanwärter

Sehr sicher bei der Annahme: Wildeshausens Außenangreiferin Maike Meiners (vorne, dahinter Angela Bleyle) machte in Emlichheim ein starkes Spiel. Foto: Westermann

Wildeshausen – Die Personalsituation ließ Schlimmes befürchten. Denn für die schwere Auswärtspartie beim SC Union Emlichheim IV standen Gunther Wieking lediglich sieben Spielerinnen zur Verfügung. Unter diesen Voraussetzungen schlugen sich die Volleyballerinnen des VfL Wildeshausen beim souveränen Verbandsliga-Spitzenreiter überraschend gut und konnten den Titelanwärter beim 1:3 (20:25, 25:23, 12:25, 10:25) zumindest zwei Sätze lang kräftig ärgern. Im Hinspiel hatte sich der Klassenprimus aus der Grafschaft Bentheim zum Saisonauftakt noch klar mit 3:0 durchgesetzt.

„Wir sind relativ entspannt dorthin gefahren, und es hat ganz gut geklappt. Wir haben uns gegen den Meisterschaftskandidaten immerhin zwei Sätze lang wirklich ordentlich verkauft“, sagte Wieking. Dabei hob der VfL-Coach besonders die Leistung von Maike Meiners hervor. Die Außenspielerin agierte sehr sicher bei der Annahme und machte auch im Angriff wenig Fehler.

Im ersten Satz legte das Schlusslicht eine 4:1-Führung vor und transportierte den Vorsprung bis zum 20:18. „Bis dahin haben wir super aufgeschlagen, aber plötzlich haben wir zu ängstlich gespielt“, berichtete Wieking. Durch eine Sieben-Punkte-Serie holte sich der Klassenprimus den ersten Durchgang noch mit 25:20.

Über 6:5 und 10:10 gerieten die Huntestädterinnen im zweiten Abschnitt mit 15:17 und 20:22 in Rückstand, schafften aber dennoch den Satzausgleich. Allerdings bekamen sie anschließend offenbar Angst vor der eigenen Courage. „Ich weiß nicht, woran es lag“, rätselte Wieking. Denn urplötzlich servierte seine Crew dramatisch schlecht. Begünstigt durch viele Wildeshauser Fehlaufschläge zog Union über 13:4 auf 16:8 davon und tütete den dritten Satz wenig später mit 25:12 ein. Nun zeigten die Gastgeberinnen auch, dass sie nicht umsonst amtierender deutscher U 16-Meister sind und spielten ihre individuelle Klasse aus.

„Im vierten Satz war bei uns dann ein bisschen die Luft raus“, gestand Wieking. Dem 5:13 und 8:17 lief das Schlusslicht vergeblich hinterher. „Da fehlte dann auch der Glaube. Wenn wir so weitergespielt hätten wie in den ersten beiden Sätzen, wäre noch ein bisschen mehr drin gewesen. Trotzdem war das vor dem personellen Hintergrund eine sehr ordentliche Leistung“, bilanzierte Wieking.  mar

VfL Wildeshausen: Angela Bleyle, Monika Blömer, Maike Meiners, Ina Diephaus, Sina Meyer, Franziska Lehmann, Katrin Schröder.

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