Jan Schindler und Frank Melle legen Fußballpause ein

Trainerduo des FC Huntlosen hört am Saisonende auf

Porträtfoto von Jan Schindler auf dem Fußballplatz des FC Huntlosen.
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Legt eine Fußballpause ein: Huntlosens Chefcoach Jan Schindler hört nach der Saison auf.

Huntlosen – Chefcoach Jan Schindler (34) und Co-Trainer Frank Melle (34) werden am Ende der laufenden Saison ihre Tätigkeit beim FC Huntlosen beenden. Das gab der Fußball-Kreisligist in der letzten Adventswoche bekannt. Die Suche nach einem neuen Übungsleiter ist bereits angelaufen.

„Frank und ich sind vier Jahre durchgehend dabei. Jetzt wollen wir eine Fußballpause einlegen und die Akkus wieder aufladen“, erläutert Schindler. Ab 2018 trainierte das Duo zunächst zwei Spielzeiten die A-Junioren der JSG Großenkneten/Huntlosen. Im Sommer 2020 übernahmen sie dann das Huntloser Kreisliga-Team. „Nach der Saison werde ich mindestens ein halbes Jahr lang gar nichts machen“, kündigt Schindler an. Wenn er neue Energie getankt hat, will der B-Lizenzinhaber an die Seitenlinie zurückkehren. „Ich bin für alles offen. Mal sehen, was sich ergibt. Wenn nichts kommt, lass ich es halt – ich bin da absolut relaxt“, sagt Schindler.

Nicht weniger tiefenentspannt gibt sich Sebastian Merz, obwohl er jetzt auf Trainersuche gehen muss. Doch durch Schindlers frühzeitige Ausstiegsankündigung hat der FCH-Fußballobmann nun reichlich Zeit, um einen neuen Übungsleiter zu finden. „Wir sind offen für jedes Gespräch“, sagt Merz, der als Abwehrchef und Vize-Kapitän selbst für den Tabellendreizehnten aufläuft. Mit zwei vereinsinternen Kandidaten habe er bereits telefoniert, ein externer Interessent habe sich per Whatsapp bei ihm gemeldet, berichtet Merz. Er hat noch zwei weitere Namen auf dem Zettel, die er kontaktieren möchte. Aber das habe Zeit bis nach dem Jahreswechsel. „Dann werden wir das in aller Ruhe angehen, und vielleicht kommt bis dahin ja auch noch was“, meint Merz.

Ob alt oder jung, mit Lizenz oder ohne ist für Merz nicht entscheidend. „Es muss menschlich passen“, nennt er das wichtigste Kriterium. Der neue Coach soll „Autorität haben, aber auch empathisch sein“. Außerdem wünscht sich der Fußballobmann eine nachhaltige, längerfristige Lösung auf dem Trainerstuhl. „Wir brauchen keinen Saisonhopper!“, stellt Merz klar. Dafür sind Qualitäten als Motivator gefragt.

Bis zum Ende der aktuellen Spielzeit wird jedoch Jan Schindler weiter Vollgas geben. Daran lässt er keinen Zweifel. „Ich habe richtig Bock auf die Rückrunde! Trainingsstart ist am 24. Januar. Die Vorbereitung ist durchgeplant, fünf Testspiele sind abgemacht“, erklärt der Noch-Coach. Gegner auf dem heimischen Kunstrasen sind die SG SchEdammBäke (Sonntag, 6. Februar, 15 Uhr), die SG SW Oldenburg (Mittwoch, 9. Februar, 19.30 Uhr), die SF Wüsting (Freitag, 11. Februar, 19.30 Uhr), der SV Nikolausdorf-Beverbruch (Donnerstag, 17. Februar, 19.30 Uhr) und der TV Jahn (Freitag, 25. Februar, 20 Uhr), bevor es am Freitag, 4. März, 19.30 Uhr, beim Spitzenreiter Harpstedter TB erstmals wieder um Kreisliga-Punkte gehen soll.

Das 1:12-Hinspieldebakel gegen den Klassenprimus aus Harpstedt markierte den sportlichen Tiefpunkt der ersten Saisonhälfte, die aus Huntloser Sicht überhaupt recht unerquicklich verlief. „Wir hatten viele Probleme. Inklusive der Vorbereitung hatten wir keine zwei Spiele, in denen wir mit derselben Aufstellung spielen konnten“, erläutert Schindler. Immer wieder musste er auf neue Ausfälle reagieren und setzte schon 28 verschiedene Akteure ein. „Nach der Winterpause müssen wir mehr Kontinuität reinbekommen“, sagt Schindler. Aktuell sieht es ganz gut aus. Nach und nach kehren Leistungsträger zurück. „Nur bei Tim Künnemann und Eike Fiedler zieht es sich noch“, berichtet Schindler. Ein großes Fragezeichen stehe zudem hinter Dennis Jielg, der Vater von Zwillingen geworden ist.

Dass die Huntloser aus ihren bisherigen 17 Partien nur 13 Punkte holten, rückte durch den Tod ihres ehemaligen Trainers und Freundes Maik Seeger komplett in den Hintergrund. „Dadurch kann man den Saisonverlauf überhaupt nicht bewerten. Nach diesem Schlag wussten wir gar nicht mehr, wo rechts und links ist“, unterstreicht Merz. Immerhin gelang seiner Crew mit dem 4:0 über den TV Falkenburg ein versöhnlicher Jahresabschluss. Dadurch vergrößerte sich Huntlosens Vorsprung zum Tabellenschlusslicht auf sieben Punkte.

Zieht sich ebenfalls zurück: Auch Co-Trainer Frank Melle steigt aus.

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