VfL Wildeshausen kassiert bei Vorwärts Nordhorn in der Nachspielzeit das 1:2

„Schickimicki funktioniert in der Landesliga nicht!“

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Lennart Flege (vorne) hatte den VfL Wildeshausen mit 1:0 in Führung gebracht.

Wildeshausen - Das ist bitter! Schiedsrichter Patrick Timmer (SuS Darme 1926) hatte gerade eine Minute Nachspielzeit angezeigt, da leistete sich Linksverteidiger Lukas Schneider vom Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen einen schlimmen Ballverlust. Sein Teamkollege Bastian Stuckenschmidt stellte sich ebenfalls ungeschickt an, und Augenblicke später drückte Florian Müller die Kugel zum 2:1 (1:1)-Siegtreffer für den SV Vorwärts Nordhorn ins Tor. Direkt danach pfiff Timmer ab.

„Klar ist das bitter! Aber ich bin echt sauer. Du machst eine halbe Weltreise und fährst mit leeren Händen zurück“, meinte Marcel Bragula. Allerdings hatte der VfL-Coach noch eine andere Sichtweise auf die Dinge: „Wir haben schon gegen Emden und Lohne in der letzten Minute verloren – da muss man auch sagen, das ist Dummheit.“ Durch fehlende Cleverness habe sich seine Mannschaft „bei einem guten Gegner selbst um den verdienten Lohn für unseren engagierten Auftritt gebracht“.

Die Krandel-Kicker waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft und führten durch Lennart Flege mit 1:0 (22.). Nach einem Foul an Maximilian Seidel hatte Timmer auf Strafstoß entschieden. Storven Bockhorn setzte den Ball an den Pfosten, doch Abwehrchef Flege bugsierte den Abpraller ins Netz. Anschließend verpasste es Sascha Görke, die Führung auszubauen, als er am stark reagierenden Vorwärts-Keeper Fabian Pley scheiterte (25.).

Stattdessen kam Nordhorn zum Ausgleich. Storven Bockhorn hatte den Ball im eigenen Fünfmeterraum. „Anstatt ihn rauszuschlagen, will er das spielerisch lösen“, rügte Bragula seinen erfahrenen Mittelfeldmann. Die Strafe folgte auf dem Fuße: Bockhorn versprang das Spielgerät, und Torhüter Sebastian Pundsack konnte nur auf Kosten eines Foulelfmeters klären. Tobias Daalmann verwandelte zum 1:1 (37.).

Die zweite Hälfte verlief ausgeglichen. Zunächst bediente VfL-Innenverteidiger Niklas Heinrich unfreiwillig Daalmann, doch Pundsack entschärfte die Eins-gegen-eins-Situation stark. Auf der Gegenseite zielte Jan Lehmkuhl aus zehn Metern knapp über den Kasten (49.). Anschließend steuerte Ole Lehmkuhl allein auf Fabian Pley zu, der ihn heftig am Schienbein traf. „Und das pfeift er nicht!“, ärgerte sich Bragula. Lehmkuhl musste verletzt ausgewechselt werden (83.). „Das sieht überhaupt nicht gut aus. Ole zittert vor Schmerzen. Wir bringen ihn jetzt ins Krankenhaus. Hoffentlich ist nichts gebrochen“, sagte Bragula.

Nach dem 1:2 war er dann gänzlich bedient. „Das wirft einen großen Schatten über unser gutes Spiel – Schickimicki funktioniert in der Landesliga nicht!“, schimpfte der Übungsleiter und verwies auf die nun bevorstehenden schweren Aufgaben: „Drei Punkte mehr und du hast Ruhe.“ 

mar

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