Saisonstart Bezirksoberliga

VfL Wildeshausen siegt mit 9:3 über Spvg. Oldendorf II

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Carsten Scherf (Bild) zog gegen Oldendorfs Defensivspezialisten Christoph Lührmann alle Register und sorgte dafür, dass der VfL Wildeshausen in Führung blieb.

Wildeshausen - Eine alte Sportlerweisheit besagt, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg das deutlich schwerere ist. Auch Michael Rüdebusch, die Nummer zwei des Tischtennis-Bezirksoberligisten VfL Wildeshausen, rechnet für die neue Saison mit einem Ritt auf der Rasierklinge: „Wir kämpfen ab dem ersten Spieltag um jeden Punkt für den Klassenerhalt.“

Die Einschätzung ist absolut nachvollziehbar, da der überragende VfL-Spitzenspieler Guido Grützmacher nach einer Operation voraussichtlich die gesamte Hinrunde ausfallen wird. Außerdem ist Thomas Gediga zu seinem Heimatverein TSV Ganderkesee zurückgekehrt. Trotz dieser Widrigkeiten boten die Huntestädter zum Saisonauftakt eine bravouröse Leistung und zwangen den ambitionierten Aufsteiger Spvg. Oldendorf II deutlich mit 9:3 in die Knie.

Schlüsselspiel des Tages: Scherf gegen Lührmann

Entsprechend groß war die Freude bei VfL-Kapitän Martin Hakemann: „Was für ein freches Ergebnis! Wir haben eine tolle Leistung abgeliefert. Gerade kämpferisch.“ Dabei hatte es aus Sicht der Hausherren noch nicht einmal optimal begonnen. Zwar punkteten sowohl Scherf/Hakemann als auch die Vater-Sohn-Kombination Helmut Rang/Fabian Rang, aber Rüdebusch/Schröder vergaben gegen Henke/Asmann zwei Matchbälle, so dass es „nur“ 2:1 stand.

Doch in den Einzeln ließ der VfL den Neuling dann böse auflaufen. Nur Spitzenspieler Helmut Rang scheiterte hauchzart mit 9:11 im Entscheidungssatz an Daniel Henke, und Neuzugang Frank Schröder etwas deutlicher an Florian Asmann.

Alle übrigen Partien entschieden die Gastgeber in zumeist souveräner Manier für sich. Lediglich Carsten Scherf musste gegen Oldendorfs Defensivspezialisten Christoph Lührmann alle Register ziehen, um ein fast schon verlorenes Match noch aus dem Feuer zu reißen. „Das war sicherlich das Schlüsselspiel des Tages. Damit sind wir beim Stand von 4:3 in Führung geblieben und haben Oldendorf anschließend den Zahn gezogen“, strahlte Rüdebusch.

VfL muss ab Ende September auf Fabian Rang verzichten

Nur zur Erinnerung: Die Oldendorfer Reserve gehört für Rüdebusch keineswegs zum Kreis der Abstiegskandidaten: „Das sind Bonuspunkte. Oldendorf wird man nicht im Tabellenkeller finden. Für uns geht es darum, auf alle Fälle Emslage und Quitt Ankum hinter uns zu lassen.“ Was Wildeshausen absolut zuzutrauen ist. Wer ohne seine Nummer eins derart auftrumpft, der sollte die Klasse halten können.

Einziger Wermutstropfen: Youngster Fabian Rang, der gegen Oldendorf mit zwei Zählern erheblich zum Erfolg beitrug, steht ab Ende September aufgrund eines Auslandsaufenhalts in der Hinrunde wohl nicht mehr zur Verfügung. Umso wichtiger, dass der VfL Wildeshausen in Frank Schröder einen ehemaligen Verbandsliga-Spieler hinzugewinnen konnte. Zwar setzte Schröder sein Premiereneinzel in den Sand, aber in Zukunft dürfte der VfL noch von seiner Erfahrung profitieren. Genau wie von der Klasse des Kai Beecken, der zum Saisonstart fehlte, doch künftig an Position drei zuverlässig punkten sollte.

Fazit: Der VfL Wildeshausen steht vor keiner einfachen Serie, sollte aber dank seiner mannschaftlichen Geschlossenheit am Ende wieder über dem Strich landen.

drö

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