9:1 - Scherf und Hakemann stark

VfL Wildeshausen feiert in Papenburg den heißersehnten ersten Saisonsieg

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VfL-Kapitän Martin Hakemann feierte mit seinen Teamkollegen in Papenburg den ersten Saisonsieg.

Wildeshausen - Beim Tischtennis-Bezirksoberligisten VfL Wildeshausen ist der Bann gebrochen: Zwar scheiterten die Huntestädter beim Aufstiegsaspiranten VfL Emslage knapp mit 5:9, doch zwei Tage später fuhren Spitzenspieler Guido Grützmacher und Co. durch das 9:1 beim SC BW Papenburg im vierten Versuch endlich den heißersehnten ersten Saisonsieg ein.

VfL Emslage – VfL Wildeshausen 9:5: „Emslage hat sich vor der Saison richtig verstärkt und ist damit eigentlich nicht mehr unsere Kragenweite. Trotzdem wäre mit einem besseren Start vielleicht eine Überraschung möglich gewesen“, trauerte Wildeshausens Teamsprecher Michael Rüdebusch der verpassten Chance etwas hinterher. Aber eigentlich müsste sich seine Enttäuschung in Grenzen gehalten haben, da die Gäste gerade kämpferisch wirklich alles gaben. Es fehlte zum Leidwesen der Huntestädter zeitweilig nur das berühmte Quäntchen Fortune. 

So hatten Helmut Rang/Martin Hakemann schon die wichtige 2:1-Doppelführung auf dem Schläger (zuvor punkteten Guido Grützmacher/Carsten Scherf, während Michael Rüdebusch/Fabian Rang chancenlos blieben), um doch noch haarscharf mit 10:12 im Entscheidungssatz an Stefan Rieken/Tim Schipper zu scheitern. „Das war echt bitter. Den Punkt hatten wir eigentlich schon“, ächzte Rüdebusch. Vielleicht wäre die Partie ansonsten tatsächlich anders verlaufen, aber so nahm anschließend alles den prognostizierten Gang. Allerdings ergab sich Wildeshausen keinesfalls kampflos in sein Schicksal. 

Im Gegenteil: Im oberen Paarkreuz rang Grützmacher in vier Sätzen Rieken nieder, in der „Mitte“ ließ das Gästeduo Helmut Rang/Carsten Scherf Emslages Nummer drei Robert Pieper alt aussehen, und zudem triumphierte der glänzend aufgelegte Routinier Rang auch noch über Uli Engling. Schöne Erfolge, aber für etwas Zählbares leider zu wenig. Am Ende rettete sich der Titelanwärter aus Emslage durch den abschließenden Dreisatztriumph von Mathias Temmen über Wildeshausens Kapitän Martin Hakemann mit 9:5 ins Ziel.

SC BW Papenburg – VfL Wildeshausen 1:9: Was für ein nervenstarker Auftritt der Gäste! Von sechs Fünfsatzpartien gingen stolze fünf an den VfL, der mit dieser eindrucksvollen Bilanz eindeutig den Grundstein zu seinem ersten Saisonerfolg legte. Besonders wichtig: Nachdem Wildeshausens Duo Michael Rüdebusch/Frank Schröder im Auftaktdoppel knapp an Thomas Winsenborg/Markus Priet gescheitert war, schlugen die Gäste durch drei Fünfsatztriumphe in Folge eiskalt zurück. 

Erst rissen Guido Grützmacher/Carsten Scherf trotz eines 0:2-Satzrückstands das Match gegen Martin Michalke/Reinhard Kuhlmann noch aus dem Feuer, dann zwangen Helmut Rang/Martin Hakemann die SC-Paarung Marcel Nee/Hermann Dreyer in die Knie, ehe das schwer erkämpfte 3:2-Break von Wildeshausens Nummer zwei Michael Rüdebusch über Papenburgs Spitzenspieler Winsenborg praktisch schon für die Entscheidung sorgte. Mit der 3:1-Führung im Rücken lief es für die Gäste nämlich plötzlich wie am Schnürchen. 

Zwar mussten Scherf (12:10-Fünfsatztriumph über Kuhlmann) und Mannschaftsführer Hakemann (nach 0:2 noch 3:2 gegen Nee) sämtliche Register ziehen, umschifften diese gefährlichen Klippen aber in bravouröser Manier. Und da zudem Grützmacher im oberen Paarkreuz ohne Satzverlust blieb, VfL-Urgestein Rang problemlos Priet abfertigte und Schröder in drei Sätzen Dreyer „vernaschte“, durfte sich Wildeshausen letztlich über einen 9:1-Kantersieg freuen. Der laut Rüdebusch „sicherlich etwas zu hoch ausgefallen“ war. Beschweren wollte sich der VfL-Teamsprecher darüber indes nicht: „Natürlich hätte es etwas knapper ausgehen können, doch auf diese Leitung können wir aufbauen.“

drö

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