Saisonfortsetzung im März bleibt das Ziel / HVN denkt über Alternativen nach

Sasse ist für „gemeinsame Lösung“

„Guter Austausch“: Wolfgang Sasse (oben, 2. v. r.) nahm als Vorsitzender der Handballregion Oldenburg an der Online-Konferenz teil. Screenshot: Schlotmann
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„Guter Austausch“: Wolfgang Sasse (oben, 2. v. r.) nahm als Vorsitzender der Handballregion Oldenburg an der Online-Konferenz teil. Screenshot: Schlotmann

Wildeshausen – Trotz der Lockdown-Verlängerung bis Mitte Februar hält der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) weiter an seinen Plänen fest, den Spielbetrieb Anfang bis Mitte März aufzunehmen. Das ist die wesentliche Erkenntnis aus der Online-Konferenz, zu der sich das Präsidium und seine Gliederungen am Wochenende zusammengeschaltet hatten. Klar ist aber auch:

Die Verantwortlichen „stochern auf der Suche nach konkreten Terminen für eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebes weiter im Dunkeln“ – so drückt es der Verband selbst in seiner Pressemitteilung aus.

Wolfgang Sasse, der Vorsitzende der Handballregion Oldenburg (HRO), glaubt, dass „vielleicht in der zweiten oder dritten Liga“ ab März wieder gespielt werden kann. „Aber dieser Blick in die Glaskugel hilft uns nicht weiter“, sagte der 74-jährige Wildeshauser auf Nachfrage unserer Zeitung. Einigkeit herrschte bei den Konferenzteilnehmern darüber, „möglichst schnell wieder den Ball in die Hand zu nehmen“, wie HVN-Präsident Stefan Hüdepohl und der für den Bereich Spieltechnik zuständige Vizepräsident Jens Schoof unisono betonten.

Neben der Wiederaufnahme des Spielbetriebes wurde auch die „Bereitstellung von Alternativangeboten“, wie Hüdepohl es nennt, diskutiert. Unter anderem brachte Schoof eine Art HVN-Pokal ins Spiel, der zunächst auf regionaler Ebene, „also in den Grenzen der politischen Landkreise“, ausgetragen werden könnte, um die Absprachen mit den jeweiligen Gesundheitsämtern zu vereinfachen.

„Eine Umsetzung einer Einfachspielrunde wäre auch noch mit Spielbeginn im März möglich“, beteuerte Hüdepohl mit Blick auf den Wunsch der Ober- und Verbandsligisten, sich vor einem möglichen Re-Start mindestens drei Wochen in den Hallen auf die Restsaison vorbereiten zu können. Für die „Basis“ reklamiert Sasse eine ebenso lange Vorbereitungszeit. „Fakt ist aber auch, dass am 27. Juni das letzte Saisonspiel ausgetragen sein soll“, unterstrich Hüdepohl.

Der Rechtsanwalt aus Uelzen ist nicht nur Präsident des HVN, sondern auch Mitglied im Präsidium des Deutschen Handballbundes (DHB). Und die Spieltechniker des DHB hätten, ähnlich wie die des HVN, für die 3. Ligen bereits verschiedene Szenarien für die Saisonfortsetzung entworfen; aber auch für einen möglichen Saisonabbruch. „Entscheiden sich DHB und wir uns tatsächlich für einen Saisonabbruch und müssen wir Aufsteiger etwa für die 3. Ligen ermitteln, könnten wir den Oberligisten eine Aufstiegsrunde mit Spielen auf freiwilliger Basis anbieten. Wer nicht mehr spielen möchte, steigt auch nicht ab“, erläutert Schoof. Ähnlich könne gegebenenfalls mit den Verbands- und Landesligen verfahren werden – und auch in den Klassen darunter.

Sasse plädiert dafür, die Spielklassen in ihrer jetzigen Zusammensetzung einzufrieren und in dieser Konstellation in die Saison 2021/2022 zu starten. „Das wäre für alle die fairste Lösung“, sagte der HRO-Chef. Aus Gründen der Gleichbehandlung ist es ihm jedoch wichtig, dass es „für alle Regionen eine gemeinsame Lösung gibt“. Die Landesklassen, die nach der aktuellen Serie eigentlich wegfallen sollten, würde Sasse „noch ein Jahr laufen lassen und dann erst den Cut machen – aber das habe nicht ich zu entscheiden“.

Was den Spielbetrieb der Jugend betrifft, möchte Olaf Bunge noch vor den Sommerferien die Relegationen zu den Jugendklassen des Verbandes der Saison 2021/2022 zu Ende zu bringen. „Damit wir ab September allen Mannschaften wieder Normalität anbieten können“, sagte der Jugendspielwart.

Zudem sollen Alternativen zur Halle erarbeitet werden. „Wenn die Hallen nicht zur Verfügung stehen, müssen wir rausgehen und Beach- und Kleinfeldhandball anbieten, wo es möglich ist“, erläuterte Sasse.  mar/oti

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