Saisontore neun bis elf beim 4:0 über Esenshamm / VfL bei Torverhältnis vorne

Kai Schmale trifft und trifft und trifft…

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VfL-Torjäger Kai Schmale (r.) setzt sich gegen Yasin Kapakli durch.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. In dieser Verfassung ist Kai Schmale aus der Mannschaft des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen nicht wegzudenken. Beim 4:0 (4:0) über den TV Esenshamm erzielte der Torjäger seine Saisontreffer neun bis elf. Trotzdem will der 32-Jährige nach der laufenden Spielzeit aufhören.

„Im Moment macht es Spaß, und ich habe Glück, dass ich die Dinger so aufgelegt bekomme, dass ich nur noch den Fuß hinhalten muss“, sagte Kai Schmale. Beim 1:0 nach einer schönen Eckballvariante über Storven Bockhorn und Janek Jacobs stand der Angreifer da, wo ein Mittelstürmer stehen muss (10.). Beim 2:0 vollendete er eine Kombination über Sascha Görke und Jan Lehmkuhl (22.). Und beim 4:0 steckte Tobias Düser den Ball maßgerecht durch (31.). Den lupenreinen Hattrick verdarb ihm Lennart Flege, der nach einem Eckstoß und Kopfballverlängerung von Daniel Pasker das 3:0 besorgt hatte (24.). Schmale konnte es verschmerzen.

„Wenn Kai fit ist, dann trifft er auch“, sagte Marcel Bragula. Der VfL-Trainer nahm seinen nunmehr besten Torschützen in der Halbzeit vom Feld und ersetzte ihn durch seinen zweitbesten, Maximilian Seidel, der es aktuell auf zehn Buden bringt. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erläuterte Bragula. Denn Kai Schmale hatte beim 5:0 gegen Wiefelstede einen Pferdekuss abbekommen und war mit getaptem Knie ins Spiel gegangen.

Marcel Bragula und sein Co-Trainer Marco Elia hatten gegen den Tabellenachten aus der Wesermarsch auf Risiko gesetzt. „Wir wollten in den ersten 20 Minuten die Führung erzwingen – auch auf die Gefahr hin, in einen Konter zu laufen“, berichtete Bragula. Doch der Plan ging voll auf. Aufgrund des Wildeshauser Pressingdrucks beorderte Esenshamms Trainer Wolfgang Rohde seinen Goalgetter Bünyamin Kapakli (22 Saisontreffer) bereits vor der Pause aus der Spitze ins Abwehrzentrum.

Während sich TVE-Keeper Mike Strahlmann auch in der zweiten Halbzeit nicht über mangelnde Arbeit beklagen konnte, musste Sebastian Pundsack überhaupt nur ein Mal eingreifen: Bei einem Schuss von Sebastian Rabe machte sich der VfL-Schlussmann ganz lang und lenkte den Ball um den Pfosten (83.).

Obwohl die Angriffsmaschinerie der Krandel-Kicker nach dem Seitenwechsel die Produktion einstellte, hat Spitzenreiter Wildeshausen (+51) auch durch das 4:0 nun das bessere Torverhältnis gegenüber Verfolger SV Atlas (+50). Deshalb war der Sieg für Marcel Bragula im Titelkampf nicht bloß drei, sondern „eigentlich vier Punkte“ wert. Für seinen Kumpel Kai Schmale wäre der Aufstieg in die Landesliga „der krönende Abschluss“ seiner Laufbahn.

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