Faustballdrama in neun Akten: TV Brettorf ringt Ahlhorner SV mit 5:4 nieder

Rykena haut zum Schluss einen raus

Das Beste zum Schluss: Brettorfs Schlagmann Hauke Rykena servierte im Entscheidungssatz ganz starke Angaben. Foto: Marquart

Brettorf - Von Sven Marquart. Fix und fertig ließ sich Klaus Tabke auf eine Getränkekiste plumpsen. Nach diesem Faustballdrama in neun Akten gönnte sich der Trainer des Erstligisten TV Brettorf erst einmal einen großen Schluck aus der Wasserflasche und holte tief Luft. Mit 5:4 (12:10, 11:7, 8:11, 12:10, 9:11, 6:11, 11:8, 10:12, 11:7) hatten seine Mannen am Freitagabend nach zweieinviertelstündiger Spielzeit den Landkreisrivalen Ahlhorner SV niedergerungen und somit vorzeitig den Klassenerhalt perfekt gemacht.

Unter den Augen von Bundestrainer Olaf Neuenfeld hätten es die Gastgeber auch einfacher haben können. Allerdings spielten ihnen im achten Satz die Nerven einen Streich. Beim Stand von 10:4 hatte Brettorf sechs Satzbälle in Serie. Doch einer nach dem anderen verpuffte. Der ASV gewann acht Punkte in Folge und schnappte sich den Durchgang tatsächlich noch mit 12:10.

„Diesen Schwung hätten wir mitnehmen müssen“, meinte ASV-Spielertrainer Tim Albrecht. Doch das gelang seiner Crew nicht. Stattdessen marschierte Brettorf gleich wieder vorneweg. Beim Stand von 6:3 wurden letztmals die Seiten gewechselt. „Großes Lob an die ganze Mannschaft, dass sie nach den vergebenen Matchbällen in der Lage war, sich nochmal so zu motivieren“, strahlte Tabke. Ausgerechnet in der entscheidenden Phase entschärfte sein Abwehrspieler Moritz Cording mehrere gefährliche Luftbälle. „Und Hauke Rykena hat sich seine beiden besten Angaben bis ganz zum Schluss aufgehoben“, lobte Tabke seinen Schlagmann. Das finale Service platzierte Brettorfs Hauptangreifer so scharf auf Tim Albrecht, dass der ASV-Mittelmann keine Chance bei der Annahme hatte.

Brettorf hatte stark begonnen und gewann den ersten Abschnitt nach Abwehr eines Satzballes mit 12:10. Der zweite ging klar mit 11:7 an die Platzherren. „Im dritten Satz war dann der Spielfluss weg“, monierte Tabke. Ahlhorn verkürzte durch das 11:8 auf 1:2. Nach der Pause bog Brettorf einen 7:10-Rückstand um und holte sich durch das 12:10 die Zwei-Satz-Führung zurück.

Doch im Gegensatz zum 1:5-Debakel gegen den TSV Hagen 1860 kämpfte sich Ahlhorn in die Partie und glich zum 3:3 in den Sätzen aus. „Da schien das Spiel zu kippen“, sagte Tim Albrecht. Brettorf zeigte sich unbeeindruckt und legte ein weiteres Mal vor – bis bei der Matchballserie das große Flattern begann. Am Ende durfte sich Tabkes Talentschuppen (Durchschnittsalter 19,8 Jahre) dann aber verdientermaßen als Derbysieger feiern lassen. „Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Der Kampfgeist war da. Brettorf hat in der entscheidenden Phase die Punkte gemacht“, erklärte Tim Albrecht.

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