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VfL Wildeshausen kassiert gegen Nordhorn seine erste Saisonniederlage

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Von: Carsten Drösemeyer

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Wildeshausens Nummer drei Michael Rüdebusch bei einem Rückhandschlag.
An drei von vier VfL-Punkten beteiligt: Wildeshausens Nummer drei Michael Rüdebusch blieb beim 4:9 gegen den SV Vorwärts Nordhorn ohne Niederlage. © Fritz Westermann

Wildeshausen – Erste Saisonniederlage für den bislang so famos auftrumpfenden VfL Wildeshausen in der Tischtennis-Bezirksoberliga der Herren: Im Spitzenspiel scheiterten die Huntestädter mit 4:9 am Tabellenzweiten SV Vorwärts Nordhorn, kommen aber als Dritter nach sechs Partien immer noch auf eine glänzende Ausbeute von 8:4 Zählern.

Dennoch wirkte Wildeshausens erneut überragende Nummer drei Michael Rüdebusch nach dem Spiel etwas enttäuscht: „Schade, wir sind schon unter Wert geschlagen worden.“

Eine These, die sich stützen lässt. Wer weiß, wie das Match ausgegangen wäre, wenn das VfL-Paradedoppel Helmut Rang/Fabian Rang nicht zu Beginn haarscharf mit 11:13 im Entscheidungssatz gegen das Nordhorner Duo Wolfgang Kommessin/Dirk Heydinger den Kürzeren gezogen hätte? Natürlich eine müßige Frage, aber so liefen die Hausherren von Anfang an der Musik hinterher. Michael Rüdebusch/Carsten Scherf verhinderten in souveräner Manier einen 0:3-Fehlstart, doch die kampflose Niederlage des weiterhin verletzten Spitzenspielers Guido Grützmacher sowie die unglückliche Dreisatzschlappe von Helmut Rang gegen Nordhorns Nummer eins Gerd Heinrich ließen die Gäste blitzschnell auf 4:1 davonziehen.

Und dieser Vorsprung sollte auch nicht mehr so richtig schmelzen. Zwar punkteten Rüdebusch (ungefährdet) und Mannschaftsführer Martin Hakemann (kampfstark), doch dafür bekamen Routinier Scherf sowie Youngster Fabian Rang, der gegen Thomas Kunert erst seine zweite Einzelpleite der laufenden Saison kassierte, keinen Stich.

Beim Stand von 3:6 sprach also nicht mehr allzu viel für Wildeshausen – zumal Nordhorn im oberen Paarkreuz erneut nicht zu gefährden war.

Mangelnder Kampfgeist war den Gastgebern allerdings nicht vorzuwerfen. Rüdebusch fertigte mit einer grandiosen Vorstellung Kommessin ab, und Scherf lag am Nebentisch gegen Heydinger angesichts einer 2:0-Satzführung ebenfalls bereits auf Siegkurs, aber der schon sicher geglaubte Erfolg glitt ihm noch aus den Händen. Heydinger schaltete zwei Gänge höher, gewann die nächsten drei Durchgänge mit 11:3, 11:4, 11:3 und setzte so den Schlusspunkt zum Nordhorner 9:4.

Laut „Capitano“ Hakemann indes kein Grund, um Trübsal zu blasen: „Schließlich wartet am Freitag schon das wichtige Match beim Vorletzten SV Quitt Ankum auf uns. Wenn wir die Klasse halten wollen, sollten wir dort punkten.“

Stenogramm

VfL Wildeshausen – SV Vorwärts Nordhorn 4:9: H. Rang/F. Rang – Kommessin/Heydinger 2:3 (13:11, 9:11, 11:9, 6:11, 11:13), Grützmacher/Hakemann – Heinrich/Schramm 0:3 (0:11, 0:11, 0:11), Rüdebusch/Scherf – Hüsemann/Kunert 3:0 (11:8, 11:8, 11:8), Grützmacher – Schramm 0:3 (0:11, 0:11, 0:11), H. Rang – Heinrich 0:3 (10:12, 10:12, 11:13), Rüdebusch – Heydinger 3:0 (11:4, 11:9, 11:6), Scherf – Kommessin 0:3 (7:11, 4:11, 7:11), F. Rang – Kunert 1:3 (4:11, 7:11, 11:8, 8:11), Hakemann – Hüsemann 3:2 (15:13, 10:12, 10:12, 11:8, 11:9), Grützmacher – Heinrich 0:3 (0:11, 0:11, 0:11), H. Rang – Schramm 0:3 (8:11, 6:11, 2:11), Rüdebusch – Kommessin 3:1 (11:8, 11:6, 7:11, 11:8), Scherf – Heydinger 2:3 (12:10, 11:4, 3:11, 4:11, 3:11).

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