Ralf Brumund soll Eintracht vor dem Abstieg retten / Jan Lehmkuhl gesperrt

Rücktritt: Wiefelstede kommt ohne Kocks in den Krandel

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Ein Trainer im Regen: Rainer Kocks erklärte am Dienstag seinen Rücktritt.

Wildeshausen - Wenn der sportliche Erfolg ausbleibt, dann greifen im Fußball früher oder später die bekannten Mechanismen – das ist in der Bundesliga so und ist in der Bezirksliga nicht anders.

Lediglich eins der ersten elf Spiele hat der SV Eintracht Wiefelstede gewonnen, insgesamt nur fünf Zähler geholt. Zu wenig! Nach einem Gespräch mit dem Vorstand erklärte Trainer Rainer Kocks am Dienstagabend seinen Rücktritt. Die Trennung erfolgte „in beiderseitigem Einvernehmen“, heißt es auf der Internetseite des Tabellenvorletzten.

Teammanager Wolfgang Gerve präsentierte bereits einen Nachfolger auf dem Trainerstuhl: Ralf Brumund soll „mit dem Team alles daran setzen, die Bezirksliga zu halten“. Aktuell haben die Ammerländer sieben Punkte Rückstand auf die sichere Zone. Doch Brumund hat Erfahrung im Abstiegskampf: Unter seiner Regie rettete sich die Eintracht am letzten Spieltag der Saison 2011/2012 vor dem bitteren Gang in die Kreisliga. Anschließend übernahm Rainer Kocks und führte den Verein in der abgelaufenen Serie frühzeitig zum Klassenerhalt. Kocks’ Vorgänger ist nun auch sein Nachfolger. Seinen Einstand gibt Brumund am Sonntag, 15 Uhr, im Auswärtsspiel beim VfL Wildeshausen.

„Das scheint das Allheilmittel zu sein: Wenn es nicht läuft, schmeißen die Vereine den Trainer raus“, sagt VfL- Coach Klaus Ebel. Allerdings könne ein neuer Übungsleiter die Spieler zunächst nur neu motivieren und kämpferisch ein paar Prozent mehr herauskitzeln – alles andere müsse sich in den folgenden Wochen entwickeln, erläutert der erfahrene Fußballlehrer.

Während sich die Gäste von ihrem Trainer trennten, „haben wir parallel dazu einen Spieler abgestellt“, meint Ebel ironisch. Jan Lehmkuhl hatte in der Nachholpartie beim BV Bockhorn (1:2) den Schiedsrichter beleidigt und ist nach seiner Roten Karte gesperrt. Wie lange der Mittelfeldspieler zusehen muss, konnte Staffelleiter Klaus Sabisch gestern noch nicht sagen, da ihm der Bericht des Referees noch nicht vorlag. „Null Spiele gibt es nicht. Ich hoffe, dass es mit einem getan ist“, sagt Klaus Ebel. Neben der Niederlage schmerzen ihn auch die fünf Strafpunkte in der Fairnesswertung, die sein Team mit nur acht Gelben Karten aus zehn Partien deutlich anführte: „Wir waren so weit weg – die anderen mussten schon mit dem Fernrohr gucken . . .“ · mar

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