Nach 0:2 gegen Bersenbrück steht Wildeshausen in Dinklage mächtig unter Druck

Romanovi bricht die Moral

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Bersenbrücks Torjäger Max Tolischus (oben) kommt zum Kopfball. VfL-Torhüter Sebastian Pundsack kann dem Spielgerät nur noch hinterher schauen.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Selbst nach Niederlagen ist Marcel Bragula für gewöhnlich bemüht, seine Spieler umgehend wieder aufzumuntern und weiter positiv zu sein. Nicht so nach dem 0:2 (0:1) gegen den TuS Bersenbrück. Da saß der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen lange regungslos auf der Bank, ehe er sich langsam erhob und Richtung Platzmitte ging. Und auch dann rief er seine Schützlinge noch nicht sofort zum obligatorischen Kreis zusammen, sondern ließ sie noch eine ganze Weile warten, bis er sich ihnen zuwandte.

Diese Momentaufnahme zeigt, wie ernst es inzwischen um die Krandel-Kicker bestellt ist. Nach der sechsten Pleite in Serie wird das Eis für den Aufsteiger langsam dünn. Nur noch zwei Punkte beträgt der Vorsprung des Tabellenelften (35) auf den TV Dinklage, der mit 33 Zählern den ersten Abstiegsplatz belegt. Am Freitag, 13. Mai, 19 Uhr, kommt es an der Jahnstraße in Dinklage zum direkten Duell. „Das wird ein absolutes Schlüsselspiel. Wenn wir dann nicht gewinnen, brennt’s lichterloh“, weiß Bragula, was die Stunde geschlagen hat.

Auch wenn der TuS Bersenbrück ebenfalls ein Liganeuling ist, erwartete von den Wildeshausern gegen den Spitzenreiter wohl niemand einen Sieg. „Sicher ist Bersenbrück Tabellenführer, sicher hat Bersenbrück die bessere Mannschaft und bessere Qualität. Aber wenn wir das durchziehen, was wir besprochen haben, spielen wir 0:0“, meinte Bragula. „Leider machen wir im Moment zu viele Fehler“, bedauerte sein Trainerpartner Marco Elia.

Nach der 0:5-Klatsche im Hinspiel elf Tage zuvor, hatten die VfL-Coaches offenbar ein probates Mittel gefunden, um dem Klassenprimus das Leben schwer zu machen: Sie wählten ein 5:3:2-System mit drei Innenverteidigern (Jan Gusfeld-Ordemann, Lennart Flege, Niklas Heinrich). Gegen diese Formation fiel den Gästen nicht viel ein. Die besseren Möglichkeiten hatten zunächst die Platzherren durch einen Distanzschuss von Sascha Görke (11.), Lennart Flege, der einen Freistoß von Lukas Schneider nur knapp verpasste (27.), und ein sattes Pfund von Janek Jacobs, bei dem Bersenbrücks Keeper Arne Torliene gerade noch die Arme hochreißen konnte (35.). „Und dann kommt ein Fehler – und schon liegst du hinten“, ärgerte sich Elia. Ein langer Ball, Dato Romanovi blank am Fünfmeterraum – 0:1 (41.)

„Wildeshausen war spielerisch gut, aber nach dem 0:1 hat man gemerkt, dass ihre Moral im Keller war“, sagte Bersenbrücks Trainer Farhat Dahech, der „von beiden Seiten kein gutes Niveau“ gesehen hatte. Allerdings habe seine Crew „intelligent gespielt und im richtigen Moment die Tore gemacht“, deshalb sei der Sieg verdient.

Zunächst traf Julius Liegmann nach Flanke von Max Tolischus im Fallen nur die Unterkante der Latte (57.). Doch dann gewährte Lukas Schneider Tolischus zu viel Platz, und der Torjäger nutzte den Freiraum zu seinem 14. Saisontreffer (72.). Das 0:2 bedeutete natürlich die Entscheidung. „Solche Fehler darfst du dir auf diesem Niveau einfach nicht leisten“, stellte Bragula fest.

Sein Team kombinierte in der zweiten Hälfte zeitweise gefällig, brachte aber nichts Zählbares zustande. Janek Jacobs steckte auf Maxmilian Seidel durch, doch Torhüter Torliene war einen Schritt schneller (46.). Eine schöne Stafette über Seidel, und Storven Bockhorn, setzte Jacobs aufs Tornetz (61.). Das war es aber auch schon.

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