START IN DIE SAISON Harpstedter TB II setzt auf seine eingespielte Achse

Roman Seibel ist der Königstransfer

Eingespieltes Duo: Christian Goritz (l.) und André Weiland trainieren seit 2017 den Harpstedter TB II.
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Eingespieltes Duo: Christian Goritz (l.) und André Weiland trainieren seit 2017 den Harpstedter TB II.

Harpstedt – Für Christian Goritz gibt es als Spielertrainer des Harpstedter TB II immer nur ein Ziel: „Ich möchte mich mit meiner Mannschaft Jahr für Jahr stets ein Stück verbessern.“ Vor dem coronabedingten Saisonabbruch rangierte seine Crew in der 1. Fußball-Kreisklasse auf Platz vier – jede weitere Verbesserung würde also demnach in der neuen Serie Aufstiegskampf bedeuten. Aber ganz so einfach liegen die Dinge dann doch nicht.

Denn: Harpstedts Reserve kann nur aufsteigen, wenn die eigene Erste die Kreisliga in Richtung Bezirksliga verlässt. Sicherlich kein Ding der Unmöglichkeit, doch ganz bestimmt auch kein Selbstgänger. Deshalb gibt sich Goritz betont pragmatisch: „Das liegt nicht in unserer Hand. Wir können nur versuchen, so weit vorne wie möglich zu landen. Und gerade Teams wie Munderloh II oder Wüsting wollen ganz oben mitmischen.“

Harpstedt indes auch – und dürfte dabei keinesfalls chancenlos bleiben. Schließlich kehrt zur neuen Spielzeit in Roman Seibel der „verlorene Sohn“ zurück, so dass der HTB im Sturm nicht mehr ausschließlich auf die Geniestreiche von Haudegen Goritz angewiesen ist. Was Harpstedts Spielertrainer ausdrücklich begrüßt: „Roman hat für Tur Abdin Delmenhorst schon zwei Jahre in der Bezirksliga gespielt. Er ist ein Vollblutstürmer mit einem Mordsschuss, hat gerade erst 29 Lenze auf dem Buckel und ist menschlich ein Pfundskerl. Das ist ganz klar unser Königstransfer.“

Aber auch von den beiden aus der eigenen A-Jugend aufgerückten Talenten Matthes Brand und Janek Lambertz verspricht sich Goritz einiges: „Das sind trainingsfleißige Jungs, die definitiv Spielanteile bekommen werden. Mit Matthes plane ich in der Defensive, und Janek ist offensiv variabel einsetzbar. Ich sehe da viel Potenzial.“

Dafür muss Harpstedt jedoch auf die Dienste von Mittelfeldrenner Tobias Pelz (zum TV Dötlingen), Defensivakteur Lukas Witscher (Studium) sowie Mittelfeldmotor Marvin Bartels (zurück zum TuS Hasbergen) verzichten. „Alle drei werden uns fehlen“, seufzt Goritz: „Aber insgesamt sehe ich uns immer noch gut aufgestellt.“

Stimmt. In Lukas Idel verfügt der HTB über einen abgebrühten Abwehrchef, als Sechser stellt Rene Kube geschickt die Räume zu, und auf der Zehnerposition zieht Nico Wegner die Fäden – das Trio bildet eine eingespielte Achse. Und dann wäre da ja auch noch das neue Traumpaar Goritz/Seibel im Angriff. Beide sind in der Lage, Spiele im Alleingang zu entscheiden und sollten sich gut ergänzen. Vorstellbar wäre ein System mit Seibel als Stoßstürmer und Routinier Goritz als hängender Spitze etwas dahinter. Eine Idee mit Charme, wie Goritz findet: „Natürlich klingt das nicht schlecht. Aber trotzdem will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Für den Titelkampf muss vieles passen. Wir brauchen eine konstant gute Trainingsbeteiligung, wenig Verletzungspech und das berühmte Quäntchen Glück.“

Aber wie eingangs schon erwähnt: Goritz möchte sich mit dem HTB weiter verbessern. Sollte der 47-Jährige sein Ziel erreichen, führt die Meisterschaft eindeutig nur über den Harpstedter TB II.

Von Carsten Drösemeyer

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