Offensivmann wechselt zum VfL Wildeshausen

Robin Ramke – ein gutes Gesamtpaket aus Ganderkesee

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Robin Ramke (vorne) wechselt als nächster Spieler vom TSV Ganderkesee zum VfL Wildeshausen.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Die Ganderkesee-Fraktion beim Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen erhält weiteren Zuwachs. Als nächster Spieler verlässt Robin Ramke den Turn- und Sportverein aus der Gantergemeinde, um in der Kreisstadt eine neue sportliche Herausforderung anzunehmen. In der vergangenen Saison hatten bereits Michael Eberle, Christoph Stolle und Felix Dittrich diesen Weg beschritten.

Auch der bisherige Co-Trainer Sven Apostel und sein Nachfolger Patrick Meyer waren zuvor beim Kreisligisten TSV Ganderkesee aktiv. Elias Schröder, der künftig dank eines Zweitspielrechts für die Krandel-Kicker auflaufen wird, hat ebenfalls eine TSV-Vergangenheit, gehört aber aktuell den A-Junioren des TuS Heidkrug an.

Leicht ist der Abschied für Robin Ramke nicht. Schließlich hat der 24-Jährige in seiner Fußballerlaufbahn bislang ausschließlich das blau-weiße TSV-Trikot getragen. „Es fällt mir definitiv schwer, schließlich war das eine coole Zeit“, sagt der Offensivmann. Doch die letzte, „eher mittelmäßige Saison“, die Trainerwechsel in den vergangenen Jahren und der bevorstehende Umbruch machen den Wechsel für ihn um einiges erträglicher. Außerdem bleibt der in Ganderkesee wohnende und in Oldenburg Wirtschaftsingenieurwesen studierende Werder-Fan seinem Heimatverein als Trainer der Frauenmannschaft erhalten: „Das liegt mir ziemlich am Herzen. Ich trainiere die Mädchen seit fünf, sechs Jahren – das kann ich nicht einfach aufgeben.“

Marcel Bragula hatte Ramke schon auf dem Zettel, als der TSV Ganderkesee zwischen 2014 und 2016 noch in der Bezirksliga spielte. „Ich freue mich auf Robin! Er ist ein Vollblutfußballer und passt auch charakterlich prima bei uns rein – ein gutes Gesamtpaket“, sagt der VfL-Coach. Ramke sei taktisch gut, technisch versiert und besteche durch sein hohes Tempo: „Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann.“ 

Torgefährlich ist Ramke noch dazu: Mit elf Treffern war er in der abgelaufenen Kreisliga-Saison bester Schütze des TSV Ganderkesee. Dabei kommt Ramke meistens über die Flügel, bevorzugt über den rechten. Aber auch als hängende Spitze kann sich Bragula den Neuzugang vorstellen. „In Wildeshausen herrscht ganz andere Konkurrenz. Wenn man da spielen kann, nimmt man das, was man kriegen kann“, stellt Ramke keine großen Ansprüche. Zumal er bei der Arbeit gegen den Ball und im defensiven Zweikampf noch „kräftig zulegen“ müsse, wie Bragula betont.

Während Ramke weiß, wie es bei den Männern zugeht, muss sich Elias Schröder an die Gangart im Herrenbereich erst noch gewöhnen. „Das Tempo ist viel höher. Außerdem fehlt mir die körperliche Robustheit – daran muss ich arbeiten“, sagt der 18-Jährige. Mit den A-Junioren des TuS Heidkrug belegte der Elftklässler in der abgelaufenen Serie den fünften Platz in der Bezirksliga. Dazu steuerte der zentrale Mittelfeldspieler auch drei Treffer bei. Zuvor hatte er bei den B- und C-Junioren des TSV Ganderkesee „Zwischenstation“ gemacht. Mit dem Kicken begann der Delmenhorster jedoch beim TV Jahn.

Nach Wildeshausen kam Elias Schröder schließlich über familiäre Bande: VfL-Flügelflitzer Michael Eberle ist sein Cousin. Auf dessen Bitte durfte er am Training teilnehmen, und Bragula sah sofort Schröders „fußballerisches Potenzial aufblitzen“. Der Nachwuchsakteur überzeugte durch Tempo und sehr gutes Passspiel. Der Youngster agiert am liebsten im Zentrum, wo er die Bälle verteilen kann. Da er von seiner Statur jedoch vergleichsweise klein und schmächtig sei, sieht ihn Bragula weniger direkt vor der Abwehr, sondern eher im offensiven Mittelfeld.

Für Bragula ist Elias Schröder das „Projekt Niklas Heinrich 2.0“. Verteidiger Heinrich war im Sommer 2015 mit einem Zweitspielrecht von der SG JDH Delmenhorst zum damaligen Landesligisten gewechselt. Inzwischen ist er in der Wildeshauser Defensive eine feste Größe. „Ich hoffe, dass das bei Elias genauso funktioniert“, wünscht sich Bragula. „Wir haben eine Gastspielerlaubnis für ihn beantragt, und dem ist stattgegeben worden“, berichtet VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel: „Der TuS Heidkrug hat sein Einverständnis erklärt, und auch der Kreisvorsitzende Erich Meenken hat das befürwortet.“ Was fehlt, sei lediglich noch die Unterschrift des Kreisjugendobmanns Knut Hinrichs.

Robin Ramke und Elias Schröder sind nach Verteidiger Marius Krumland (BV Cloppenburg) und Mittelfeldspieler Hauke Glück (Harpstedter TB) die Neuzugänge drei und vier für den Bezirksliga-Vizemeister. „Wir haben jetzt zwei Torhüter und 20 Feldspieler – damit ist unser Kader in der nächsten Saison etwas breiter aufgestellt“, erläutert Bragula.

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