Ex-Wildeshauser kehrt nach Cloppenburg zurück

„Riesenprobleme“ schrecken Janek Jacobs nicht ab

Janek Jacobs

Wildeshausen – Jedes Jahr zu Pfingsten zieht es Janek Jacobs in die alte Heimat zurück. Selbstverständlich marschierte der 25-Jährige beim Gildefest mit seinen „All Blacks“ auch diesmal in den Krandel aus. Bei Anlässen wie diesem wird er natürlich immer mal wieder von seinen früheren Mitspielern umworben. Doch eine sportliche Heimkehr zu seinem Stammverein VfL Wildeshausen schließt der Flügelflitzer (noch) aus. „Der VfL ist immer eine Option, aber das käme zu früh. Die Jungs müssen noch ein paar Jahre warten“, sagt Jacobs und lacht. Er wird in der Saison 2019/2020 stattdessen für den BV Cloppenburg in der Fußball-Landesliga spielen – unter anderem gegen den VfL Wildeshausen.

Mit starken Leistungen für die Krandel-Kicker in der Bezirks- und Landesliga hatte Jacobs höherklassige Teams auf sich aufmerksam gemacht. Im Sommer 2016 wechselte er zum Oberligisten BV Cloppenburg. Nach zwei Jahren im „Zebra“-Trikot zog er 2018 schließlich zum Oberliga-Aufsteiger VfL Oythe weiter. Doch an der Hasenweide ist für den Blondschopf nach nur einer Serie wieder Schluss. Gemeinsam mit Chris Brüggemann (TuS Sulingen), Mursel Smakolli und Philipp Kürble (beide unbekannt) wurde Jacobs im Rahmen des letzten Saisonspiels gegen Eintracht Braunschweig II verabschiedet.

Mit seiner Zeit beim Vechtaer Stadtteilclub kann Jacobs nicht zufrieden sein. Oythe musste als Vorletzter gleich wieder runter. Auch persönlich lief es für den gebürtigen Oldenburger mit nur 16 Einsätzen und zwei Treffern nicht besonders gut. Zwei Muskelfaserrisse bremsten ihn aus. „Natürlich muss ich mir eine Teilschuld geben. Aber auch die Bedingungen waren nicht die besten“, sagt Jacobs. Auch deshalb kehrt er Oythe wieder den Rücken und zum BVC zurück.

In Cloppenburg wohnt Jacobs nur 400 Meter vom Stadion an der Friesoyther Straße entfernt. „Das ist vom Zeitaufwand das beste, was mir passieren konnte. Dadurch muss ich nicht mehr so weit fahren“, erläutert der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann. Denn neben seinem Job bei einer Spedition plant er zudem eine Weiterbildung zum Betriebswirt.

Während Jacobs’ Ex-Club VfL Oythe in Torjäger Tim Wernke (TuS BW Lohne) und Außenverteidiger Yannick Persson (SC Melle 03) bereits zwei namhafte Neuzugänge präsentiert hat – hinzu kommen in Justus Stärk und Lukas Büssing zwei junge Akteure aus dem eigenen Bezirksliga-Team –, droht der BVC nach dem Abstieg aus der Oberliga im Chaos zu versinken.

Doch auch diese „Riesenprobleme“ schrecken Jacobs nicht ab. „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine landesligataugliche Mannschaft zusammenbekommen und eine gute Rolle spielen werden“, meint ,Junek‘. Doch damit allein ist es nicht getan. Denn nach dem Ausstieg von Imke Wübbenhorst steht der vor 100 Jahren gegründete Ballspielverein aktuell auch ohne Trainer da. „Jeder wird sagen: ,Da kommt die Chaostruppe – die hauen wir weg!‘ Für uns muss es Ansporn sein, das Gegenteil zu beweisen“, nennt Jacobs seine Motivation.

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