24:28 – schwache Anfangsphase bringt Neerstedt um mehr / Achtmal Kruse

Rieken-Team nimmt erst nach dem 0:6 am Spiel teil

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Von Achim/Badens „Gaddi“ Xhafolli (15) gestoppt: Bastian Carsten-Frerichs. ·

Achim - Von Kai Caspers. Verkehrte Welt herrschte nach dem 28:24 (14:11)-Erfolg der SG Achim/Baden in der Handball-Oberliga über den TV Neerstedt.

Während TV-Coach Dag Rieken trotz der Niederlage nicht unzufrieden war, fiel das Fazit von SG-Trainer Tomasz Malmon alles andere als euphorisch aus: „Zufrieden bin ich nur mit den ersten 15 Minuten. Danach haben wir zu viel verschossen und uns nach dem Wechsel dem Niveau des Gegners angepasst. Gerade in eigener Halle hätte ich mir für unsere Fans etwas mehr erwartet.“

Die Kritik Malmons – sie war auf jeden Fall nachzuvollziehen. Schließlich hatte seine Mannschaft fulminant begonnen. Die aggressive Deckung der SG stellte die Gäste vor unlösbare Probleme. Nicht von ungefähr kamen die Neerstedter erst in der 15. Minute durch ihren achtfachen Torschützen Torben Kruse zum ersten Treffer – 1:6. „Danach haben wir dann den Ball vernünftig laufen lassen und in Anbetracht der vielen Ausfälle auch gut gespielt“, verwies Neerstedts Coach unter anderem auf die Tatsache, dass ihm der etatmäßige Innenblock komplett gefehlt hat.

Als TV-Torhüter Christoph Kuper dann nach 18 Minuten auch seinen ersten Ball gehalten hatte, waren die Gäste endgültig drin im Spiel. Urplötzlich war von der zuvor gezeigten Dominanz der SG nicht mehr viel zu sehen. Die Deckung hatte nun zusehends Probleme, und auch in der Offensive fiel den Gastgebern nicht mehr viel ein. Angeführt von Kruse, verkürzten die Neerstedter auf 6:8 (22.). Auch wenn „Gaddi“ Xhafolli und Patrick Denker umgehend zum 10:6 nachlegten, sorgte das nicht für die nötige Sicherheit im Spiel der SG. Daher war beim 14:11 zur Pause auch noch alles offen.

Gleiches Bild auch nach dem Wechsel: Beide Teams offenbarten vor allen Dingen in der Deckung große Lücken. Eine kritische Phase musste die SG ab der 45. Minute überstehen, als sich Jan Mühlbrandt wegen Meckerns beim 22:19 eine doppelte Zeitstrafe einhandelte. Diese meisterten die Gastgeber jedoch unbeschadet. Während Bastian Meinken zunächst einen Siebenmeter von Bastian Carsten-Frerichs parierte, traf Max Wiedenmann zum 23:19 und machte mit dem 27:23 (57.) endgültig alles klar. Rieken: „Wir haben das beste aus der personellen Situation gemacht. Letztlich war für uns nicht mehr drin, da wir uns in der ersten Hälfte das Leben selber unnötig schwer gemacht haben.“

TV Neerstedt: Kuper, Depenbrock - Kruse (8), Carsten-Frerichs (6/1), T. Kolpack (4), Timmermann (3), Müller (1), Quickert (1), Schröder-Brockshus (1), Kasper, Busse.

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