TSV Bremervörde ist dem TV Neerstedt beim 33:27 in allen Belangen überlegen

Rieken schwer verstimmt

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Der fünffache Torschütze Malte Kasper konnte die Pleite nicht verhindern. ·

Neerstedt - Gegen die Spitzenmannschaften der Handball-Oberliga kann der TV Neerstedt einfach nicht gewinnen. Auch gegen den Tabellenvierten TSV Bremervörde bezogen die Schützlinge von TVN-Trainer Dag Rieken eine 27:33 (11:16)-Heimniederlage.

Nach dem Spiel war Rieken mehr als bedient. Doch nicht die Pleite an sich, sondern die Art und Weise, wie sie zustande gekommen war, sorgten beim Coach für Verstimmung: „Zu Hause vor eigenem Publikum darf man so nicht auftreten“, schimpfte er.

Dabei hatten die Gastgeber gut ins Spiel gefunden. Torben Kruse und Malte Kasper sorgten für das 2:2 (4.). Als dann Björn Schilke das 5:3 (6.) erzielte, war die Neerstedter Welt noch in Ordnung. Doch anstatt geduldig weiterzuspielen, agierte der Tabellensechste plötzlich wie eine Jugendmannschaft. Immer wieder schlossen die Grün-Weißen zu schnell ab, blieben in der 6:0-Deckung der Gäste hängen oder scheiterten an TSV-Keeper Jan Mühlich. Nach jedem Fehler der Hausherren schalteten die Gäste blitzschnell auf Angriff um und kamen über die erste Welle zu einfachen Toren. Bis zum 5:10 (16.) blieb Neerstedt mehr als zehn Minuten ohne eigenen Treffer.

Zwar kämpfte sich die Rieken-Crew bis auf 9:12 (25.) heran, verfiel danach aber wieder in Aktionismus und kassierte bis zur Pause noch einige Gegenstöße. Dadurch konnte die Mannschaft von TSV-Spielertrainer Adnan Salkic, der auf seinen bulligen Kreisläufer Markus Hölling verzichten musste, mit einer deutlichen 16:11-Führung in die Pause gehen.

Nach dem 12:16 (31.) durch Malte Kasper hatte Neerstedt zwei Minuten Überzahl, weil TSV-Kreisläufer Jan-Ole Thode wegen seiner dritten Zeitstrafe auf die Tribüne musste. Aber Tore erzielte nur Bremervörde und baute den Vorsprung auf 18:12 (33.) aus. Auch Riekens Maßnahme, mit einer Manndeckung gegen Spielmacher Salkic etwas Sand ins TSV-Getriebe zu bringen, brachte keinen Erfolg. Die Gäste zogen auf 28:18 (46.) davon, und es roch nach einem Debakel für Neerstedt.

In einer Auszeit versuchte Rieken seine Mannschaft noch einmal einzustellen und ordnete eine doppelte Manndeckung gegen Salkic und Timo Meyn an. Zwar kam der TV Neerstedt auf 25:31 (54.) heran, aber das war nicht mehr als Ergebniskosmetik. „Es war ein schwacher Auftritt meiner Mannschaft. Bremervörde war uns in allen Belangen überlegen“, ärgerte sich Rieken. · wz

TV Neerstedt: Kuper, Depenbrock - Quickert (2), Kruse (5), Schulenberg (2/1), Timmermann (1), Schützmann (1), E. Kolpack (5), Kasper (5), Schilke (4), Busse (1), T. Kolpack (1).

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