TV Neerstedt will HSG Schwanewede/Neuenkirchen endgültig abschütteln

Dag Rieken richtet den Fokus auf die Abwehrarbeit

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Bis auf den verletzten Björn Schilke (beim Wurf) ist der TV Neerstedt im letzten Heimspiel komplett. ·

Neerstedt - Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt können morgen ab 18.30 Uhr drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Natürlich will sich die Mannschaft von Trainer Dag Rieken im letzten Heimspiel der Saison mit einem Sieg vom eigenen Publikum in die Sommerpause verabschieden. Zugleich könnte sie sich mit einem Erfolg über die HSG Schwanewede/Neuenkirchen für die unglückliche 31:32-Hinspielpleite revanchieren und den Rivalen um die Plätze drei und vier endgültig abschütteln.

Nur ungern erinnert sich Rieken an das Hinspiel. Damals begann die Verletzungsseuche bei den Weiß-Grünen. Vor dem Spiel in Schwanewede fielen mit Malte Kasper, Malte Grotelüschen und Jan Busse gleich alle drei Kreisläufer aus. Zudem fehlte mit Thomas Schützmann und Philipp Freese auch die Flügelzange. Während Kasper und Busse inzwischen wieder mit von der Partie sind, musste Grotelüschen seine aktive Karriere beenden – ein Verlust, der vor allem in der Defensive schmerzt. Später verletzte sich auch noch Björn Schilke schwer, und Neerstedt wurde von der Tabellenspitze auf Platz vier durchgereicht. „Meine Mannschaft muss sich an den Ausfall von Schilke gewöhnt haben, ansonsten sind alle dabei“, sagt Rieken.

Bei einer erneuten Neerstedter Niederlage gegen die Schwaneweder wäre das Team von HSG-Trainer Henning Schomann auf einen Zähler herangerückt. Auf der anderen Seite würde die Rieken-Sieben mit einem Heimsieg die Chance auf Platz drei wahren – zumal die HSG Barnstorf/Diepholz am letzten Spieltag beim Tabellenführer ATSV Habenhausen antreten muss. Die Habenhauser können sich keine Niederlage erlauben, um den Aufstieg in die 3. Liga zu realisieren.

„Wir wollen uns auf jeden Fall mit einem Sieg vom Neerstedter Publikum verabschieden“, kündigt Rieken an. In dieser Woche bestellte der Coach seine Mannschaft drei Mal zum Training. In den Einheiten legte er besonderes Augenmerk auf die Abwehrarbeit. Vor allem HSG-Kreisläufer Ole Harms darf nicht zum Zuge kommen. Aber auch der HSG-Rückraum um den erfahrenen Andreas Szwalkiewicz sollte nicht zu viel Platz haben. Vorne müssen die Neerstedter aufpassen, dass sie Daniel Sommerfeld nicht warm werden. Ansonsten könnte der HSG-Keeper wie im Hinspiel zum unüberwindlichen Bollwerk werden.

Apropos Torhüter: Nach der Verpflichtung von Tristan Depenbrock (wir berichteten) verhandelt der TV Neerstedt noch mit einem erfahrenen Torhüter. „Wir sind noch im Gespräch. Im Moment liegen unsere Vorstellungen noch auseinander“, berichtet Rieken, der aber keine Namen nennen will. Sollte er keinen weiteren Torhüter verpflichten können, wird Depenbrock mit dem ehemaligen A-Jugendtorhüter Mike Krause ein Gespann bilden.

Auch in der Nachfolge von Kreisläufer Grotelü schen hofft Rieken auf eine Zusage in naher Zukunft. „Wir sind hier mit einem sehr talentierten jungen Mann in Verhandlungen“, berichtet der erfahrene Übungsleiter. · wz

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