Rieken hofft auf eine tolle Party

Erfolgstrainer des TV Neerstedt kehrt für ein Spiel zurück

Dag Rieken im Jahr 2018 als Trainer des Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz . . . - Foto: Freese
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Dag Rieken im Jahr 2018 als Trainer des Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz . 

Neerstedt - Als der Anruf kam, musste Dag Rieken nicht lange überlegen und sagte spontan zu. „Ich habe mich sehr gefreut, dass mich die Jungs nochmal auf der Bank haben möchten“, erzählt der Wildeshauser. Normalerweise trainiert er den Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz. Doch an diesem Sonnabend kehrt der Pädagoge für eine besondere Partie an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ab 17.30 Uhr wird Rieken in der Halle Am Sportplatz als Coach des Allstar-Teams an der Seitenlinie stehen. Gegner ist die aktuelle Verbandsliga-Mannschaft des TV Neerstedt. Bereits ab 16.30 Uhr bestreiten die TVN-Minis ein Einlagespiel. Der Erlös der Benefizveranstaltung kommt dem Kindergarten „Unterm Regenbogen“ zugute.

„Ich hoffe, dass die Leute zahlreich in die Halle strömen und eine schöne Party daraus wird“, wünscht sich Rieken, der von April 2009 bis Mai 2015 als Übungsleiter die sportlich erfolgreichste Ära in der Vereinsgeschichte der Grün-Weißen prägte.

Gleich zu Beginn stand der Aufstieg in die Regionalliga Nord. „Das war ein sehr schönes und sehr intensives Jahr“, erinnert sich Rieken an die Saison 2009/2010 in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. „Wir hatten sehr gute Gegner, und die Halle war oft rappelvoll.“ Auch die weiten Auswärtsfahrten mit dem Bus bis nach Wolfen, Naumburg und Aschersleben sind ihm im Gedächtnis geblieben. Obwohl der TV Neerstedt als Tabellenzwölfter vier Mannschaften hinter sich ließ, stand am Ende der Abstieg. „Wir sind damals der Spielklassenreform zum Opfer gefallen. Weil die Ligen reduziert wurden, gab es sechs Absteiger – leider hat es uns erwischt“, erläutert Rieken.

Unter seiner Regie mischte der TV Neerstedt in den Folgejahren meistens oben in der Oberliga Nordsee mit. „Dabei war der Etat eher am unteren Rand und die Möglichkeiten begrenzt.“ Mit dem Sieg im HVN/BHV-Pokal und Platz vier in der Meisterschaft verabschiedete sich Rieken 2015 dann in Richtung des damaligen Ligarivalen HSG Barnstorf/Diepholz.

. . . und im Jahr 2010 als Coach des TV Neerstedt. Foto: Archiv

Der Kontakt zum TV Neerstedt ist seitdem nicht abgerissen. Allein schon, weil sein Sohn Jon dort in der D-Jugend spielt. Auch Tochter Lis war bis vor Kurzem aktiv. Aus seinem alten Team hat der B-Lizenzinhaber regelmäßig mit Bastian Carsten-Frerichs zu tun, der mit ihm nach Barnstorf gewechselt war. Torben Sudau (geb. Kruse) und Stefan Timmermann trifft er bei den Spielen gegen die HSG Delmenhorst. „Und Ninos Chabo sehe ich immer, wenn ich im Handyladen bin.“

Aus der aktuellen Neerstedter Mannschaft hat Rieken noch mit Marcel und Malte Kasper, Eike Kolpack, Andrej Kunz, Philipp Hollmann sowie Kevin Pecht zusammengearbeitet – und natürlich Björn Wolken, dem jetzigen Trainer. „Björn macht einen tollen Job. Er hat eine angenehme ruhige Art. Es ist bedauerlich, dass er aufhört. Für den Verein wird es schwierig, das zu kompensieren“, meint Rieken.

Das Duell mit seinem ehemaligen Schützling nimmt Rieken durchaus ernst. „Wir sind alles gestandene Sportler und machen das nicht einfach aus Jux. Man entwickelt Ehrgeiz. Trotzdem wird keiner traurig sein, wenn wir das Spiel verlieren. Das Wichtigste ist, dass sich keiner verletzt“, betont der 49-Jährige. Er selbst war zwar nicht dabei, weiß aber, „dass sich die Jungs ein paarmal getroffen und was gemacht haben“. Die Allstars müssen also keinen völligen Kaltstart hinlegen.

In Dennis Dohle, Thomas Schuetzmann, Thomas Goldberg (alle TV Neerstedt II), Bastian Carsten-Frerichs (HSG Barnstorf/Diepholz), Torben Sudau, Stefan Timmermann (beide HSG Delmenhorst) und Marcel Biedermann (HSG Grüppenbühren/Bookholzberg) steht ein Großteil der Routiniers ohnehin noch voll im Training. Ob das gegen die für ihr Tempospiel bekannte Verbandsliga-Crew reicht? „Einige haben gesagt, dass wir das Tempo drosseln müssen. Trotzdem werde ich mir in jedem Fall noch überlegen, ob wir ein Sauerstoffzelt am Spielfeldrand aufbauen“, sagt Rieken und lacht.

mar

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