18. Nikolauslauf mit Rekordergebnis / Michael Reise, Dennis Heberer und Pascal Dier gewinnen

„Richtig ins Schwitzen gebracht“

Voller Elan starteten die Schüler in den Zwei-Kilometer-Lauf.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (him) · Autokennzeichen von „WHV“ für Wilhelmshaven bis „OS“ (Osnabrück) waren am Sonntag an der Wallschule in Wildeshausen zu erspähen. Und sogar der FC St. Pauli war auf dem 18. Wildeshauser Nikolauslauf vertreten, der passend am 6. Dezember seinem Namen alle Ehre machte.

Bei bestem Laufwetter – „Petrus“ schickte die Sportler am Vormittag mit idealen Bedingungen auf die drei unterschiedlich langen Strecken – freute sich das Lauf-Team Wildeshausen als Ausrichter über einen neuen Teilnehmerrekord. 421 Athleten, die nicht selten mit Nikolausmützen ausgestattet waren, gingen an den Start und sorgten für zufriedene Gesichter beim Ausrichter: „Ich bin echt begeistert“, brachte es Cheforganisator Torsten Iverssen auf den Punkt.

Als erstes kamen die jüngsten Teilnehmer ins Ziel. „Wie, jetzt schon?“, staunten einige Zuschauer nicht schlecht, als Pascal Dier aus Wildeshausen auf die Zielgerade einbog und somit am schnellsten die Zwei-Kilometer-Strecke bewältigt hatte. Gerade einmal 8:06 Minuten benötigte der Zwölfjährige, der vor allem „auf den letzten Metern noch einmal richtig Gas gab“. Auf Platz zwei kam Matin Sabri Ali ins Ziel, wies mit 8:37 Minuten aber schon einen deutlichen Rückstand auf. Dritter wurde Julius Scheuerer (8:42).

Als Sieger durften sich aber nicht nur die Läufer auf den vorderen Plätzen fühlen, schließlich ging es für viele nicht nur um das Gewinnen. „Er hat mich richtig ins Schwitzen gebracht“, lachte Dirk Kramer, der seinen achtjährigen Sohn Dorian auf den zwei Kilometern begleitet hatte. Für Dorian war es die erste Teilnahme am Nikolauslauf – die 10:07 Minuten und Platz 22 waren für den Achtjährigen ein tolles Ergebnis. Und einen ganz besonderen „Pokal“ gab es obendrauf von seiner Großmutter. „Den hat dein Papa 1978 gewonnen“, verriet sie.

Überglücklich im Ziel war auch Luisa Edzards, mit fünf Jahren die jüngste Läuferin. „Ich glaube, mein Herz schlägt gar nicht mehr“, hatte die junge Wildeshauserin noch auf der Strecke zu ihrer Mama und „Laufbegleitung“ Sandra Kürbis-Edzards gesagt – im Zielraum schnaufte Luisa dann erst einmal kräftig durch. Noch jünger war nur Mikkel Grotelüschen – aber auch der Vierjährige kämpfte sich ins Ziel.

Einer der Jüngsten war auf jeden Fall Dennis Heberer im Lauf über 6,4 Kilometer. Der Schüler wies jedoch alle erfahrenen Lauf-Cracks in die Schranken und sicherte sich in 23:01 Minuten Platz eins. Bester Wildeshauser wurde hier Phillip Meyer, der für die Triathlon-AG der Realschule startete und in 28:29 Minuten Platz elf belegte.

Eine Klasse für sich war das Quartett des TSV Großenkneten im 12,5-Kilometer-Lauf, der mit 216 „Finishern“ das größte Teilnehmerfeld verzeichnete. Drei Sekunden betrug am Ende der Vorsprung von Michael Reise (46:37 Minuten) auf den 16 Jahre jüngeren Vereinskameraden Dirk Schmitt. Dritter wurde Rainer Beewen vor Udo Menkens.

Einen besonderen Dank richtete Torsten Iverssen an die LZO, die als Sponsor für Lauf-Shirts und zahlreiche Sachpreise gesorgt hatte. Tim Selchert und Christian Schwarte streiften sich sogar selbst die Shirts über und nahmen am Nikolauslauf teil.

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