VfL Wildeshausen beim FC Rastede

Reicht es bei Niklas Heinrich schon wieder für 90 Minuten?

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Wildeshausens Offensivmann Michael Eberle (r.) ist erkältet. Sein Einsatz in Rastede ist fraglich.

Wildeshausen - Ein paar gehopfte Kaltgetränke in gemütlicher Runde und ein Jubelvideo für die teameigene Facebook-Seite – das musste nach dem mitreißenden 3:2-Erfolg über den TuS Obenstrohe einfach sein. Doch ausschweifend gefeiert haben die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen ihren Sieg im Spitzenspiel nicht. „Und das war vielleicht auch gut so“, sagt Trainer Marcel Bragula. Denn mit der Auswärtspartie beim FC Rastede (Sonntag, 15 Uhr) wartet auf seine Crew bereits die nächste schwere Aufgabe.

„Jeder Punkt, der bei uns auf der Habenseite steht, ist das Produkt harter Arbeit. Wir müssen immer wieder aufs Neue Gas geben und diszipliniert Fußball spielen“, betont Bragula. Dabei ist unerheblich, ob der Klassenprimus Obenstrohe oder aber der Vorletzte FC Rastede der Gegner ist.

Dass die „Löwen“ so tief im Tabellenkeller stecken, überrascht auch ausgewiesene Bezirksliga-Kenner. „Sie haben einen großen Kader und in Matthias Grimm, Stephan Reinken und Tobias Büsing auch starke Einzelspieler – das ist eigentlich eine gute Mannschaft“, erläutert Bragula. Das Team seiner Trainerkollegen Jens Wolters und Sven de Groot sei robust und zweikampfstark. „Außerdem gelten die Rasteder ein bisschen als die Standardspezialisten der Liga.“

Dennoch holten die Ammerländer aus 14 Spielen nur magere acht Punkte. Die beiden einzigen Siege gab es auswärts bei BW Bümmerstede (2:1) und am vergangenen Sonntag im Derby bei Schlusslicht SV Eintracht Wiefelstede (2:1). Am heimischen Köttersweg konnte der FC in der laufenden Saison noch gar nicht gewinnen und belegt mit lediglich zwei Zählern den letzten Platz in der Heimtabelle. „Trotzdem glaube ich, dass sie am Ende deutlich über dem Strich landen werden“, ist Bragula überzeugt.

Auch wenn der 44-Jährige einige Sympathien für den 1949 gegründeten Club hegt („Schöne Anlage, cooler Verein“), ist er sich dessen „bewusst, dass wir als Favorit nach Rastede fahren und dort punkten sollten“. Er warnt jedoch auch: „Das machst du nicht im Vorbeigehen! Grundvoraussetzung ist, dass wir den Kampf annehmen und die Standards gut verteidigen.“

Leistenzerrung: Glück muss passen

Bei den Krandel-Kickern wird Hauke Glück ausfallen. Der Mittelfeldspieler, der zuletzt auf der Position des Rechtsverteidigers aushalf, hatte sich gegen Obenstrohe an der Leiste gezerrt und musste zur Pause ausgewechselt werden. Ob es bei Niklas Heinrich, der ihn im zweiten Durchgang ersetzte, schon wieder für 90 Minuten reicht, ist fraglich. „Sonst müssen wir uns andere Alternativen überlegen“, sagt Bragula. Auch Ole Lehmkuhl hat den rechten Part in der Viererkette schon ausgefüllt. Jannik Wallner trainiert zwar wieder, ein Einsatz käme für ihn aber noch zu früh. Linksverteidiger Philipp Finger wird an die U 23 abgestellt. Das Mitwirken des erkälteten Offensivmannes Michael Eberle ist fraglich. „Aber wir haben keinen Grund zum Jammern. Selbst wenn sechs, sieben Leute ausfallen, wären wir immer noch gewappnet“, unterstreicht Bragula.

Im Gegensatz zur Vorwoche haben der VfL-Coach und sein Co-Trainer Patrick Meyer diesmal „eine andere Spielidee“. Deshalb werden sie die Wildeshauser Startelf „auf zwei, drei Positionen“ verändern. „Wir sind gut drauf, und ich hoffe, dass wir unsere fulminante Hinrunde mit einem entsprechenden Ergebnis untermauern“, sagt Bragula. 

mar

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