Colnrades Serie reißt gegen Bookholzberg / Schiedsrichter zeigt den Mittelfinger

Reibert ist Kleinenknetens Sieggarant

Auftakt einer turbulenten Partie: Beckelns Janes Evers (r.) überwindet Abdin-Keeper Marc Ibrahim zum 1:0.
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Auftakt einer turbulenten Partie: Beckelns Janes Evers (r.) überwindet Abdin-Keeper Marc Ibrahim zum 1:0.

Landkreis – Nur einem Vertreter aus der Samtgemeide Harpstedt war am fünften Spieltag der 1. Fußball-Kreisklasse ein Erfolgserlebnis vergönnt: Der TSV Ippener feierte mit dem 4:1 über Schlusslicht Delmenhorster BV seinen ersten Saisonsieg. Dagegen setzte es für den Harpstedter TB II (0:3 gegen den TuS Heidkrug II), den SC Colnrade (2:5 gegen den Bookholzberger TB) und die Beckeln Fountains (3:4 beim SV Tur Abdin II) ausnahmslos Niederlagen. Der SV GW Kleinenkneten fuhr mit dem 3:2 beim Delmenhorster TB seine Zähler fünf bis sieben ein.

Harpstedter TB II – TuS Heidkrug II 0:3 (0:1): „Wir haben über 90 Minuten das Spiel bestimmt. Aber im Endeffekt ist der Sieg für Heidkrug nicht unverdient. Heidkrug war einfach galliger, giftiger und wollte den Sieg mehr als wir“, musste HTB-Spielertrainer Christian Goritz eingestehen. Dabei hatten die Gäste eigentlich keine einzige wirkliche Torchance. Doch Keanu Sternberg (16.) und Kamil Ploskonka (69./90.+4) nutzten drei individuelle Fehler der Harpstedter eiskalt aus. Für die HTB-Reserve versiebten Daniel Lasarsch (2) und Roman Seibel hingegen im ersten Abschnitt beste Gelegenheiten. Lasarsch sah später wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (59.).

SC Colnrade – Bookholzberger TB 2:5 (0:3): „Das war vielleicht ein Dämpfer zur richtigen Zeit! Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung“, sagte Colnrades Spielertrainer Sascha Albers. Die bis dahin letzte Punktspielpleite hatte seine Crew am 25. Mai 2019 kassiert (1:8 gegen den SV Tur Abdin II). Es folgten 18 Partien ohne Niederlage, ehe die Serie nun riss. „Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen und waren immer einen Schritt zu spät“, ärgerte sich Albers. Jan Wehrenberg (4.) und Gabriel Kaya (40./45.+5) schossen den BTB vor der Pause mit 3:0 in Front. „In der zweiten Halbzeit haben wir immerhin Charakter gezeigt“, meinte Albers. André Sommerfeld verkürzte auf 1:3 (58.). Jan Wehrenberg stellte den alten Abstand wieder her (81.). Nach Foul an Patrick Baltasar sorgte Dominik Albers per Strafstoß für das 2:4 (87.). Gabriel Kaya wischte mit dem 5:2 letzte Zweifel am BTB-Sieg beiseite (90.).

SV Tur Abdin II – Beckeln Fountains 4:3 (3:2): Die Fountains konnten nicht an ihren 4:3-Pokalcoup gegen den Kreisligisten TV Jahn anknüpfen und warten immer noch auf ihren ersten Dreier. „Unsere Leistung war sehr überschaubar“, bestätigte Trainer „Jupp“ Büsing. „Und dann kommen noch solche Sachen dazu, die einem nicht weiterhelfen.“ Damit meinte er Abdins Siegtreffer, der seiner Meinung nach ein „Phantomtor“ war. David Uyar hatte Fountains-Keeper Till Gralheer überlupft. „Jedenfalls lag der Ball danach hinter dem Tor“, berichtete Büsing. Er erwartete, dass das Spiel mit Abstoß fortgesetzt werden würde. Stattdessen entschied Schiedsrichter Carsten Krudop (SC Dünsen) nach Begutachtung des Tornetzes, das hinter der Querlatte beschädigt war, auf Tor (64.). „Der Ball war drin! Das habe ich deutlich erkannt. Der Ball ist nach dem Überschreiten der Linie von unten durchs Netz gesprungen. Das haben mir auch neutrale Zuschauer bestätigt“, schilderte Krudop seine Sichtweise. Die Entscheidung fand im Beckelner Lager wenig Anklang. Von einer hämischen Bemerkung ließ sich Krudop provozieren und zeigte dem Gästeanhang den Mittelfinger. „Das war nicht in Ordnung. Ich weiß, dass ich ruhig bleiben muss“, gab der Referee kleinlaut zu. Bei der nächsten Spielunterbrechung entschuldigte sich Krudop: „Und abends habe ich Beckelns Vorsitzenden Tim Sander angerufen und ihm gesagt, dass ich am Mittwoch zum Training eine Kiste Bier vorbeibringen werde.“ Im weiteren Verlauf waren die Fountains noch mit drei anderen Pfiffen des Unparteiischen nicht einverstanden. Nach einer Strafstoßentscheidung erklärte Jonas Evers zunächst, nicht getroffen worden zu sein (80.). „Dafür kriegen wir nach einem Foul an Janes Evers und einem klaren Handspiel zwei andere Elfmeter nicht“, echauffierte sich Büsing, stellte aber klar: „Die Niederlage ist selbstverschuldet.“ Bevor die Wellen hochschlugen, hatten David Uyar (10., Foulelfmeter/38.) und Elias Can (11.) für Abdin sowie Janes Evers (5.), Timo Gralheer (13.) und Christoph Hartlage (53.) für Beckeln genetzt.

TSV Ippener – Delmenhorster BV 4:1 (1:1): Als Samuel Gawlista in der siebten Minute das 1:0 für den DBV erzielt hatte, fühlte sich Ippeners Trainer Michael Lamke sofort an die vorherigen Partien erinnert. Doch diesmal bog der Aufsteiger das Match um. Joachim Macho köpfte nach Eckball von Jakob Wehrenberg das 1:1 (16.). Wehrenberg war auch Wegbereiter zu Matthias Idekers 2:1 (75.). „Das Spiel war sehr zerfahren und von vielen Fouls geprägt“, erklärte Lamke. Als Folge sahen die Delmenhorster Mohamed Aymen Dhmaid (72.) und Pascale Reimer (78.) jeweils Gelb-Rot. Trotzdem musste der TSV weiter um den Sieg zittern, bis Ideker das erlösende 3:1 erzielte (88.). Abgeklärt legte Gabriel Sasmaz auch noch das 4:1 nach (90.). Der Routinier beruhigte nach seiner Einwechslung das Spiel. „Das Ergebnis nehmen wir mit. Aber wir wissen auch, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“, sagte Lamke.

Delmenhorster TB – SV GW Kleinenkneten 2:3 (1:2): Kleinenknetens Sieggarant war fraglos Felix Reibert, der alle drei GWK-Treffer erzielte (27./35./84.). „Wer drei Tore schießt, hat nicht ganz viel falsch gemacht. Felix hat ein Superspiel abgeliefert. Es freut mich, dass er endlich mal getroffen hat“, lobte Trainer Michael Wennmann seinen Mittelfeldspieler. Außerdem hob er Tobias Kern hervor, der „von Spiel zu Spiel stärker“ wird. Kleinenknetens Zehner bereitete auch das 1:1 vor. Zunächst hatte Dennis Karsten den DTB mit 1:0 in Führung gebracht (21.). Für das zwischenzeitliche 2:2 zeichnete Torben Hansen verantwortlich (54.).  mar

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