VfL Wildeshausen verkürzt Rückstand zum Relegationsplatz auf einen Punkt

Rang wehrt sechs Matchbälle ab

Nervenstark: Carsten Scherf siegte trotz eines 0:2-Satzrückstandes. Foto: Westermann

Wildeshausen – Wichtiger Befreiungsschlag für den VfL Wildeshausen im Abstiegskampf der Tischtennis-Bezirksoberliga der Herren: Nach einem fast fünfstündigen Fight auf Biegen und Brechen zwangen die Huntestädter den SV Molbergen mit 9:7 in die Knie und verkürzten so den Rückstand zum Relegationsplatz auf nur noch ein Pünktchen.

Entsprechend groß war die Freude bei VfL-Teamsprecher Michael Rüdebusch: „Wir hätten den Sack zwar früher zumachen können, aber dafür haben wir nach gefühlten fünf Jahren endlich mal wieder ein Abschlussdoppel für uns entschieden.“

Und nicht nur das. Aus der bisherigen Doppelschwäche wurde gegen den Tabellenvierten aus Molbergen eine regelrechte Stärke, da die neuen VfL-Kombinationen schon zu Beginn eine aussichtsreiche 2:1-Führung erkämpften. Damit nicht genug, legten die Hausherren im Einzel direkt nach. Bis zum 6:3-Halbzeitstand zogen nur Kai Beecken (knappes 0:3 gegen SVM-Spitzenspieler Christian Zurhake) sowie Youngster Fabian Rang (1:3 gegen Fabian Reimann) den Kürzeren.

Insbesondere Wildeshausens Nervenstärke imponierte bis zu diesem Zeitpunkt. Denn erst kämpfte Helmut Rang nach Abwehr von sechs (!) Matchbällen Frank Hagen mit 17:15 im fünften Durchgang nieder. Dann wandelte Carsten Scherf einen 0:2-Satzrückstand gegen Molbergens Nummer sechs Patrick Scheper noch in einen 14:12-Fünfsatztriumph um. Zwei eminent wertvolle Erfolge, da Wildeshausen den Sieg noch längst nicht in der Tasche hatte. Selbst nach dem scheinbar vorentscheidenden Doppelschlag durch das glänzende Spitzenduo Guido Grützmacher/Beecken zum 8:3 wollten sich die Gäste partout nicht mit ihrer Niederlage abfinden.

Hagen brachte Molbergen mit seinem Viersatztriumph über Rüdebusch wieder heran, und Nico Jost entnervte trotz eines 0:2-Satzrückstands sowie des 4:6 im dritten Durchgang noch Routinier Rang. Aus Sicht der Huntestädter allerdings weiterhin kein Grund zur Besorgnis: Unverändert lag der Vorletzte komfortabel mit 8:5 in Front und besaß so drei Chancen den Deckel draufzumachen.

Dumm nur, dass Scherf und Fabian Rang die ersten beiden davon nicht nutzen konnten und der schöne Vorsprung auf 8:7 zusammenschmolz. Also galt es nun für das neue VfL-Spitzenduo Rüdebusch/Helmut Rang. Sie mussten es jetzt gegen Oliver Peus/Hagen richten. Gesagt, getan: Nach leichten Anfangsschwierigkeiten fand das Wildeshauser Gespann immer besser ins Abschlussdoppel hinein und rettete seinem Team in vier Sätzen das umjubelte 9:7. Für Rüdebusch indes kein Grund, die Füße hochzulegen: „Aus den nächsten beiden Spielen gegen Emslage und Holzhausen wollen wir mindestens zwei Punkte holen – das ist unsere klare Zielsetzung.“  drö

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