Gerettet: VfL Wildeshausen schafft Klassenerhalt am grünen Tisch

Bei Rang überwiegt die Erleichterung

Erleichtert: Helmut Rang vom Bezirksoberligisten VfL Wildeshausen hätte den Klassenerhalt trotzdem „viel lieber sportlich und ohne Corona“ geschafft. Foto: Westermann

Wildeshausen – Nach dem coronabedingten Abbruch der Saison 2019/2020 (siehe Infokasten) hat der Niedersächsische Tischtennisverband (TTVN) auch für Klarheit bezüglich der eigentlich noch anstehenden Relegationen gesorgt. Laut TTVN-Vizepräsident Dieter Benen entfallen diese komplett: „Alle potenziellen Teilnehmer werden zu Siegern erklärt. Das bedeutet, dass sämtliche Tabellenzweiten die höhere Spielklasse angeboten bekommen und alle Tabellenachten in ihrer bisherigen Gruppe bleiben können.“

Eine Regelung, von der Bezirksoberligist VfL Wildeshausen ausdrücklich profitiert. Als die Spielzeit am 13. März zunächst unter- und dann am 1. April endgültig abgebrochen wurde, rangierten die Huntestädter nämlich auf dem achten Tabellenplatz und dürfen sich somit über den vorzeitigen Klassenerhalt freuen. Restlos glücklich ist VfL-Grandseigneur Helmut Rang über die Rettung am grünen Tisch indes nicht: „Wir hätten das viel lieber sportlich und ohne Corona gelöst.“ Allerdings wollte Rang den Klassenerhalt auch nicht als Geschenk verstanden wissen: „Schließlich hatten wir in dieser Serie mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen und konnten nur selten in Bestbesetzung antreten. Deshalb überwiegt bei uns die Erleichterung, in der nächsten Saison erneut in der Bezirksoberliga aufschlagen zu können.“

Seine Spielklasse verlassen muss hingegen der VfL Wildeshausen II. Als Tabellenletzter der 1. Bezirksklasse der Herren verurteilte der Saisonabbruch die VfL-Reserve endgültig zum Abstieg. Für Wildeshausens Zweite sicherlich kein Weltuntergang, da die Huntestädter eine Etage tiefer sportlich deutlich besser aufgehoben sein dürften.

In der 2. Bezirksklasse könnte der VfL Wildeshausen II dann auf die TTG DHI Harpstedt treffen – oder aber auch nicht. Als frischgebackener Vizemeister darf Harpstedt nach eigenem Gusto den Aufstieg wahrnehmen und nach zwei Jahren Abstinenz wieder in die 1. Bezirksklasse zurückkehren.

Keine Wahl haben dagegen die Herren des TTV Klein Henstedt: Als Kreisliga-Neunter gilt Klein Henstedt als sportlich abgestiegen. Doch möglicherweise profitiert der TTV von Rückzügen anderer Teams und dem Auffüllen von Spielklassen. Somit wäre über Umwege doch noch der Klassenerhalt drin.

In der aktuellen Situation genießt Tischtennis bei Martin Hakemann jedoch keine Priorität: „Der Sport ist uns gerade total egal. Jeder muss mit der jetzigen Ausnahmesituation erstmal selbst klarkommen. Wir hoffen alle und wünschen allen, dass wir durch verantwortungsbewusstes und solidarisches Verhalten einigermaßen unbeschadet durch diese schwere Zeit kommen. Wenn das geschafft ist, können wir auch Tischtennis wieder höher gewichten“, betonte der Kapitän des Bezirksoberligisten VfL Wildeshausen.

Die Wittekind-Crew hatte den Übungsbetrieb bereits vor Wochen vollständig eingestellt, wie Spartenleiter Helmut Rang bestätigt: „Zurzeit ist bei uns kein Training möglich. Es würde auch keiner in die Halle kommen wollen.“  drö

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